Aktion Radfahren neu entdecken erfolgreich beendet

Vier Männer mit Fahrrädern. In Hintergrund die Fahrräder, die für die Aktion zur Verfügung standen

Bei der Auftaktveranstaltung der Aktion. Von links: Christian Sperling, Leiter des Fachbereichs Regionalentwicklung und Umwelt, Martin Langlitz, der die Aktion koordinierte, Kreisbeigeordneter Matthias Walther und Christian Keim, Leiter des Fachdienstes Ordnungsrecht beim Wetteraukreis. Im Hintergrund die Fahrräder, die für die Aktion zur Verfügung standen

In der Zeit vom 25. September bis zum 18. Dezember nutzen rund 200 Wetterauer Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, sich kostenlos von den Vorteilen der Elektromobilität auf zwei Rädern zu überzeugen.

Durch ein Förderprogramm der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität in Hessen (AGNH) standen dem Kreis insgesamt 33 Räder zur Verfügung, welche im zweiwöchigen Rhythmus an Interessierte verliehen wurden. So konnten insgesamt 198 Personen von der Aktion profitieren.

„Damit wollten wir den Bürgerinnen und Bürgern im Wetteraukreis die Möglichkeiten bieten, zwei Wochen lang bei den verschiedensten Anlässen, das Radfahren mit elektrischem Rückendwind zu testen. Sei es zum Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder auch einfach zur Wochenendtour mit der Familie. Eine kurze Fahrt kann dies alles nicht abbilden und ist nur bedingt repräsentativ. Daher sind wir sehr froh darüber, unseren Bürgern diese Möglichkeit gegeben zu haben“ betont Kreisbeigeordneter Matthias Walther.

Insgesamt standen fünf verschiedene Modelle an Pedelelcs und E-Bikes zur Verfügung. Die Rückmeldungen seitens der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Auch wenn das Thema Elektromobilität in der Öffentlichkeit zurzeit kontrovers diskutiert wird:

„Ganz klar, Pedelecs- oder E-Bikes sollten nicht gänzlich das herkömmliche Rad ersetzen. Insbesondere aus gesundheitlicher Sicht sollten sie nicht in Konkurrenz dazu treten. Sie sollen aber eine Alternative für die Menschen sein, die aufgrund Ihrer topographisch anspruchsvollen Wegstrecke, Ihres Wegezwecks, zum Beispiel auf dem Weg zur Arbeit, oder aufgrund von körperlichen Beeinträchtigungen elektrische Unterstützung gut gebrauchen können. Und wenn sie dafür das Auto stehen lassen, umso besser“, so der Kreisbeigeordnete.

„Die Anmeldungen für unsere Aktion kamen aus der ganzen Wetterau. Und trotz teils unangenehmer Witterung haben die Bürgerinnen und Bürger das Programm sehr gut angenommen. Dies zeigt, dass im Wetteraukreis ein enormes Potential für den Radverkehr vorhanden ist und bestärkt uns darin, weiter in die Radregion Wetterau zu investieren“, bilanziert  der Wetterauer Kreisbeigeordnete die Aktion.

Neben dem Ausbau der Radinfrastruktur und einer intelligenten Konzeption des Radwegenetzes sei es genauso wichtig, das Thema nachhaltige Mobilität stärker ins Bewusstsein zu rücken. „Manchmal sind es genau solche Programme wie Radfahren neu entdecken, die bei den Bürgerinnen und Bürgern Lust auf mehr machen und nachhaltige Effekte erzielen können“, zeigt sich der Kreisbeigeordnete zuversichtlich. „Ich bin überzeugt, dass sich die Teilnehmer der Aktion nun kritischer mit ihrem Mobilitätsverhalten auseinandersetzen und erkennen, dass das Auto nicht immer alternativlos ist, auch nicht in der kalten Jahreszeit.“

veröffentlicht am: 22. Dezember 2020