Frauenförderplan 2020 bis 2025

Mit rund 1.400 Beschäftigten ist der Wetteraukreis einer der größten Arbeitgeber der Region. „Attraktive Arbeitsbedingungen sind uns wichtig, um geeignete Fachkräfte zu gewinnen, Mitarbeiter/innen nachhaltig an die Kreisverwaltung zu binden und für ein gutes Arbeitsklima und gute Verwaltungsleistungen zu sorgen“, sagt Landrat Jan Weckler. Der Frauenförderplan trägt dazu bei Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

69 Prozent der Beschäftigten der Kreisverwaltung sind Frauen, 51 Prozent von ihnen arbeiten in Teilzeit. Unabhängig vom Geschlecht ist der Altersdurchschnitt in der Kreisverwaltung ist relativ hoch, die größte Gruppe der Beschäftigten ist zwischen 51 und 60 Jahre alt, gestiegen ist allerdings auch die Gruppe der Mitarbeiter/innen zwischen 21 und 30 Jahren. Der Renteneintritt der so genannten Babyboomer in den nächsten Jahren und eine zunehmende Fluktuation von Fachkräften stellt die Kreisverwaltung auch weiterhin vor die Herausforderung, genügend qualifiziertes Personal zu finden und zu halten. Eine gut organisierte Wissenssicherung, alternsgerechte Fortbildung und Gestaltung von Arbeitsplätzen/Arbeitsorganisation ist daher wichtig.

Der aktuelle Frauenförderplan umfasst die Jahre 2020 bis 2025, ist der fünfte seiner Art. „30 Jahre Frauenförderung und eine Ausrichtung an gleichstellungsorientierten, familienfreundlichen und diskriminierungsfreien Arbeitsbedingungen waren weitgehend erfolgreich und haben sehr zu einer Verbesserung der beruflichen Gleichstellung und Entwicklung von Frauen und Männern beigetragen“, formuliert es der Bericht.

Im neuen Plan geht es darum, Standards zu erhalten, die Maßnahmen auf die Erfordernisse einer sich verändernden Lebens- und Arbeitswelt, den Bedarfen von Beschäftigten und einem fortschrittlichen und serviceorientierten öffentlichen Dienst anzupassen und weiterzuentwickeln.

Schwerpunkte des Frauenförderplans

Die Digitalisierung der Verwaltung auch für eine chancengleiche Personalentwicklung und für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu nutzen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Arbeit an einer fairen und respektvollen Unternehmenskultur. Das Kernstück bleibt jedoch, von Gleichstellungsmaßnahmen zu einer Verankerung in Form einer chancengleichen Verwaltungskultur zu kommen.

veröffentlicht am: 14. September 2021