Kreiszuschuss für vorbildliche Denkmalsanierung in Limeshain

Kreisbeigeordneter Matthias Walther zusammen mit Dr. Simone Klein in der Hofreite in Limeshain-Himbach.

Limeshain-Himbach ist ein typisches oberhessisches Straßendorf, mit Hofanlagen des Wetterauer Hakenhoftyps. Dieses Bild auch für die Zukunft zu erhalten, ist wichtiges Anliegen des Denkmalschutzes in der Wetterau sagte Kreisbeigeordneter und Denkmaldezernent Matthias Walther bei einem Besuch vor Ort.

„Das Straßenbild in Himbach wird beherrscht von barocken Höfen einer begüterten Bauernschicht, vor allem aus der Zeit zwischen 1700 und 1750. Daneben existiert eine Fülle von Kleinbauernhöfen des 18. und 19. Jahrhunderts von exemplarischer, wissenschaftlicher und sozialgeschichtlicher Bedeutung“, heißt es in der Denkmaltopografie für den Wetteraukreis. Schließlich fallen im Straßenbild die großformatigen Hofreiten und Wohnhäuser des frühen 19. Jahrhunderts auf, die eine Folge der intensiveren Bodennutzung sind. Anhand des alten Katasterplans von 1832 wird deutlich, dass die Bausubstanz und Struktur des Ortes in den letzten knapp 190 Jahren nur relativ wenig Veränderung erfahren hat.

Von Frankfurt nach Himbach

Der selbständige Unternehmer Kim Sen-Gupta und Dr. Simone Klein haben der Großstadt am Main den Rücken gekehrt und sind nach Himbach gezogen um in einem Denkmal zu leben. Sie sanieren die Hofanlage unter Verwendung baubiologisch geeigneter Materialien wie Lehmputze, Kalkputze und Biberschwanzziegel. Die Arbeiten führen Handwerker aus der Region durch, die viel Erfahrung im Umgang mit Denkmälern haben und teils noch traditionelle Handwerkstechniken ausüben. Ein ehemaliges Stallgebäude wurde als Büro ausgebaut, und „das zeigt ja, wie flexibel die Hofreiten in der Wetterau sein können und wie vielfältig sie genutzt werden können“, freut sich Kreisbeigeordneter und Denkmalschutzdezernent Matthias Walther.

Wichtig ist den neuen Eigentümern, dass das historische Bild möglichst erhalten bleibt. In den vergangenen Jahren wurden in Limeshain eine ganze Reihe denkmalgerechter Sanierungen durchgeführt, nicht zuletzt auch von der Gemeinde, die mit der Kulturscheune und einem Dorfladen viel für ein attraktives Leben im Dorf getan hat. Die denkmalgerechte Sanierungsmaßnahme von Kim Sen-Gupta und Dr. Simone Klein wird mit einem Kreiszuschuss in Höhe von 5.000 Euro gefördert.

veröffentlicht am: 06. August 2019