Mehr als 310.000 Wetterauerinnen und Wetterauer

Landrat Weckler vor dem Logo des Kreises.

Landrat Weckler freut sich über den Bevölkerungszuwachs im Landkreis.

Im Wetteraukreis lebten am 31.12.2020 genau 310.353 Menschen. Das waren 2.014 mehr als im Jahr zuvor. Die Bevölkerungszunahme im Wetteraukreis ist die höchste in ganz Hessen im Jahr 2020, der Wetteraukreis liegt damit deutlich vor den Städten Offenbach und Gießen und den Kreisen Main-Taunus und Main-Kinzig. Zurückzuführen ist das Bevölkerungswachstum wie in den Jahren zuvor ausschließlich auf Zuzüge.

Die Zahl der Geburten lag wie in den Vorjahren mit 2.786 (Vorjahr 2.799) unter der Zahl der Sterbefälle mit 3.601 (3.371). Dass die Zahl der Wetterauerinnen und Wetterauer trotzdem stieg, lag an der hohen Zahl an Zuzügen mit 23.446 (Vorjahr 23.572), denen 20.609 Fortzüge (Vorjahr 21.080) gegenüberstanden.

Die größte Gemeinde im Wetteraukreis -Zu- und Abnahme der Bevölkerung in Klammern- bleibt Bad Vilbel mit 34.714 (plus 498), vor Bad Nauheim mit 32.493 (plus 46) und der Kreisstadt Friedberg mit 29.477 (plus 76).

Die Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt Butzbach zählte zum 31.12.2020 26.476 Einwohnerinnen und Einwohner (ein Plus von 44). Büdingen folgt mit 22.808 (plus 372) vor Karben mit 22.562 (plus 126).

Gleichmäßige Bevölkerungsentwicklung

Während im Jahr 2019 auf die sechs größten Kommunen im Wetteraukreis 90 Prozent der Bevölkerungszunahme entfielen, so entspricht der Wert im Jahr 2020 in etwa dem Bevölkerungsanteil im gesamten Kreis. Gleichzeitig sind Kommunen gewachsen, die im Vorjahr noch Bevölkerungsverluste hinnehmen mussten, so etwa Nidda (plus 111), jetzt 17.314 Einwohner nach einem Minus von 82 im Jahre 2019. Wölfersheim 9.795 (plus 11) nach Minus von 79 im Vorjahr, Reichelsheim 6.826 (plus 120) nach minus 63. Ortenberg zählte am 31.12.2020 8.973 Einwohnerinnen und Einwohner (ein Plus von 3) nach einem Minus von 31 im Vorjahr. Auch Echzell konnte ein Plus, nämlich von 17 auf 5.798 verzeichnen nach minus 28 im Vorjahr.

In den allermeisten Kommunen des Wetteraukreises kann die Zahl der Geburten die Zahl der Verstorbenen nicht ausgleichen. Besonders deutlich wird das in der Kurstadt Bad Nauheim, die auch den höchsten Altersdurchschnitt der Bürgerinnen und Bürger im Wetteraukreis vorweist. Hier wurden im vergangenen Jahr 281 Geburten gezählt (Vorjahr 264), denen 494 Verstorbene (452) gegenüberstehen. Noch ungünstiger ist das Verhältnis in Florstadt mit 64 Geburten und 125 Sterbefällen. Nur in zwei Kommunen wurden mehr Geburten als Sterbefälle registriert, nämlich in Rosbach v. d. Höhe mit 143 Geburten und 92 Sterbefällen und in Glauburg mit 37 Geburten und 29 Sterbefällen.

Eine leicht rückläufige Bevölkerung haben die beiden kleinsten Gemeinden im Wetteraukreis, nämlich Hirzenhain mit 2.882 Einwohnerinnen und Einwohner (18 Geburten, 30 Sterbefälle) und Kefenrod 2.733 Einwohnerinnen und Einwohner (18 Geburten, 33 Sterbefälle).

Die beiden kleinsten Wetterauer Kommunen sind aber längst nicht die kleinsten im Hessenland. Von den 422 selbständigen Kommunen im Bundesland belegt Hirzenhain Platz 387 und Kefenrod 395. Kleinste Kommune ist übrigens Weißenborn im Werra-Meißner-Kreis mit 986 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Die meisten Hessen leben in kleinen Kommunen

Das Statistische Landesamt in Hessen hat die 422 Kommunen in Hessen in Gemeindegrößenklassen eingeteilt. Zwischen unter 1.000 und 500.000 und mehr gibt es insgesamt 12 solcher Gemeindegrößenklassen. Die meisten Hessen, nämlich 1,5 Millionen, leben in Kommunen mit 10.000 bis 20.000 Einwohnern, gefolgt von etwas größeren Kommunen mit einer Einwohnerzahl zwischen 20.000 und 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Erst dann kommen Kommunen mit mehr als 500.000 Menschen, von denen es in Hessen freilich nur eine, nämlich Frankfurt, gibt.

Die 50er mit den stärksten Altersjahrgängen

Die Daten des Statistischen Landesamtes zeigen auch die Stärke der jeweiligen Geburtsjahrgänge auf. Danach ist der Jahrgang 1967 mit 5.582 Menschen der Zahlenstärkste im Wetteraukreis, gefolgt vom Jahrgang 66, 65 und 64. Jüngere Jahrgänge werden dabei zahlenmäßig immer weniger. Ab dem Jahrgang 1970 sind es weniger als 5.000, nämlich 4.607, ab dem Jahrgang 1982 weniger als 4.000, nämlich 3.941 und ab dem Jahrgang 2003 weniger als 3.000, nämlich 2.969.

24.000 Menschen im Wetteraukreis sind älter als 80 Jahre, 730 sogar älter als 95.

Von den 310.353 Wetterauerinnen und Wetterauer haben 42.649 (22.394 Männer und 20.255 Frauen) keinen deutschen Pass, ein Zeichen dafür, dass unsere Gesellschaft internationaler, beweglicher und, wie die Zahlen zeigen, auch älter wird. „Die demografische Entwicklung im Wetteraukreis bedeutet eine große Herausforderung für uns als Wetteraukreis, aber auch für die Kommunen, der wir uns auf allen Ebenen stellen müssen. Dazu gehört die Kita- und Schulentwicklungsplanung genauso wie die soziale und verkehrliche Situation“, kommentiert Landrat Jan Weckler die Zahlen des Statistischen Landesamtes.

Die komplette Statistik gibt es auf der Seite des Statistischen Landesamtes.

veröffentlicht am: 19. August 2021