Neue Wege in der Altenhilfeplanung

Eva van Aken, Altenhilfeplanerin, Franziska Jahn, Leiterin der Fachstelle Leben im Alter, Stephanie Becker Bösch, Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin

In der örtlichen Alten- und Pflegepolitik liegt ein wichtiges Zukunftsthema. Die schrittweise Weiterentwicklung ist für viele Städte und Kommunen ein gesetztes Ziel. Grundlage hierzu bilden die vom Hessischen Ministerium für Soziales und Integration initiierten wissenschaftlich gestützten Empfehlungen zur Altenhilfeplanung.

Um die Kommunen bei den Weiterentwicklungsprozessen zu unterstützen, hat die Hessische Landesregierung ein Förderprogramm ausgeschrieben. Gefördert werden die Unterstützung durch externe Beratung und Prozessbegleitung bei der Entwicklung einer integrierten und kooperativen Alten- und Pflegeplanung und die Umsetzung partizipativer Prozesse zur Erarbeitung einer Planung.

Der größte Landkreis in Hessen – der Wetteraukreis mit 14 Städten, elf Gemeinden sowie der Kreisstadt Friedberg mit rund 300.000 Einwohnern – hat sich mit dem Konzept: „Senioren- und Generationenräume mit hauptamtlicher Sozialarbeit“ beworben und vom Land Hessen einen Zuschuss in Form einer Zuwendung von bis zu 10.000 Euro gewährt bekommen.

Ziel der Fachstelle Leben im Alter und Pflegeberatung, Altenhilfeplanung, ist es, die Strukturen der offenen Altenhilfe mit sozialräumlichem Bezug in den Städten und Gemeinden zu revitalisieren, um altersgerechte und zukunftsorientierte Sozialräume zu entwickeln. Schwerpunkt wird sein, die Altentagesstätten, Begegnungsstätten, Altenclubs, Dorfgemeinschaftshäuser wieder zu revitalisieren oder neue Räume zu schaffen. Im Fokus der Planung steht das Handlungsfeld „Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe“. In den Sozialräumen soll es eine hauptamtliche Sozialarbeit geben, die die Weiterentwicklung der Räume und die Aktivierung, Selbstorganisation und Selbsthilfe gewährleistet und ausbaut. Passgenaue Angebote sollen die Unterstützungsmöglichkeiten, den Austausch und die Teilhabe für ältere Menschen sichern. Dieser Prozess soll mit den Menschen vor Ort – vor allem auch mit den Älteren selbst – partizipativ entwickelt und umgesetzt werden.

Mit diesem Konzept sollen neue Wege in der offenen Altenhilfe beschritten werden. Das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) wird den Wetteraukreis bei der Ausgestaltung und Umsetzung des Konzeptes bis Dezember 2021 begleiten.

Ansprechpartnerin beim Wetteraukreis ist Eva van Aken, Altenhilfeplanerin, Fachstelle Leben im Alter und Pflegeberatung, Telefon: 06031/83-3410, E-Mail.

veröffentlicht am: 09. September 2021