Terminvereinbarung für Impfungen noch nicht möglich

Kleine Glasfläschchen stehen in einer Reihe nebeneinander

Foto: Ulrike Leone from Pixabay

Im Wetteraukreis impfen mobile Impfteams seit Sonntag den Personenkreis, der nach den Vorgaben des Bundes die höchste Impf-Priorität hat: impfwillige Bewohnerinnen und Bewohner der Alten- und Pflegeheime und deren Belegschaft. Zur ersten Priorität zählt auch das medizinische Personal auf den Covid-Intensivstationen, geimpft wird hier durch das Krankenhaus selbst. Erst danach kommen alle anderen Impfwilligen an die Reihe. Weil noch zu wenig Impfdosen vorhanden sind, können derzeit noch keine Termine für private Impfungen vereinbart werden.

Vier mobile Impfteams haben inzwischen die Erstimpfung im Haus Ziegler (Wölfersheim) und im Seniorenzentrum MENenetatis (Weckesheim), im Schweitzer Hof (Gedern), im Haus Rosengarten (Butzbach Kirch-Göns) sowie im Haus Seniori (Butzbach Hoch-Weisel) abgeschlossen.

Der Wetteraukreis erhält bis Ende des Jahres rund 2.000 Impfdosen, die noch nicht für alle Heime und Einrichtungen im Kreisgebiet ausreichen. 210 Dosen kamen am vergangenen Samstag, 885 am gestrigen Montag, für den heutigen Mittwoch sind weitere 1.155 Impfdosen angekündigt. In dieser Woche verfügt der Wetteraukreis über vier Impfteams, ab nächster Woche werden es fünf sein und ab dem 11. Januar sechs Teams.

Verimpft werden die vorhandenen Impfdosen ausschließlich an alle impfwillige Bewohner/innen in Heimen und Kliniken sowie deren Belegschaft. Für die kommenden Wochen ist die Lieferung von weiteren Impfdosen angekündigt. Derzeit werden in ganz Hessen außerhalb von Krankenhäusern sowie Pflege- und Altenheimen keine privaten Impfungen vorgenommen. Gemäß Einsatzbefehl des Landes Hessen sind die Impfzentren noch geschlossen, es können auch noch keine Termine vereinbart werden.

Erst wenn mehr Impfstoff zur Verfügung steht, können weitere Personengruppen geimpft werden. Das Land Hessen hat dafür den weiteren Fahrplan festgelegt:

Nach der Impfung der über 80-Jährigen mit mobilen Teams in den Alten- und Pflegeheimen sowie in den Krankenhäusern sollen die sechs zentralen Impfzentren eröffnet werden, für den Wetteraukreis ist das in Gießen. Hier können sich dann auch mobile oder mit Hilfe mobile über 80-Jährige impfen lassen. Der Aufruf zur Teilnahme wird über öffentliche Kampagnen erfolgen. Terminvereinbarungen sollen dann über die Telefonnummer der Kassenärztlichen Vereinigung (116 117) sowie über ein Online-Portal möglich sein. Impfungen von immobilen über 80-jährigen Einzelpersonen in Privatwohnungen etc. werden voraussichtlich erst möglich sein, wenn entsprechend transportierbarer Impfstoff zur Verfügung steht und ggf. Impfung durch den Hausarzt möglich ist.

Wann das Wetterauer Impfzentrum auf Einsatzbefehl des Landes öffnen darf, hängt wesentlich von der Verfügbarkeit von Impfstoff ab und ist derzeit noch nicht vorhersagbar.

veröffentlicht am: 30. Dezember 2020