Verwaltung hat gute Vorarbeit geleistet

Ab dem 1. Januar 2020 geht das Bundesteilhabegesetz (BTHG) in die dritte Reformstufe. Für die Verwaltung bedeuten die neuen Regelungen viel Aufwand. „Auch wenn noch einiges zu erledigen ist, haben wir bis jetzt gute Arbeit geleistet um eine reibungslose Umsetzung des Gesetzes zu gewährleisten“, so Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch zum Stand der Umsetzung im Wetteraukreis.

Das Bundesteilhabegesetz wurde Ende 2016 verabschiedet und tritt seitdem schrittweise in Kraft. Ziel des neuen Gesetzes ist, die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung im Sinne von mehr Teilhabe und mehr Selbstbestimmung zu verbessern, somit die Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht weiterzuentwickeln.

Zwei der vier vorgesehenen Reformstufen sind bereits umgesetzt. Ab dem 1.1.2020 steht nun die dritte und umfassendste Veränderung auf dem Weg in das neue Bundesteilhabegesetz an. Insbesondere die Neuordnung der Zuständigkeiten stellt in der Umsetzung eine Herausforderung dar, nicht nur für die Verwaltung.

Auch die Menschen mit Behinderung, die bereits Leistungen erhalten, müssen beim Wetteraukreis einen neuen Antrag stellen, denn Leistungen erhalten die Betroffenen nur, wenn entsprechende Anträge gestellt wurden.

Um einen nahtlosen Übergang vom Landeswohlfahrtsverband Hessen (LWV) an den Wetteraukreis zu sichern, steht die hiesige Verwaltung in engem Austausch mit dem LWV, den zuständigen Betreuungsbehörden und Einrichtungen. Zur schnellen Umsetzung hat der Wetteraukreis die erforderlichen Anträge den Anspruchsberechtigten vorab zugesandt. Aktuell zeigt sich, dass eine große Zahl an Anträgen bereits wieder in der Verwaltung eingegangen und bearbeitet wurde.

Anträge jetzt stellen

Ein Drittel der verschickten Anträge sind jedoch noch nicht zurückgekommen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes zuständig sind, leisten sehr gute Arbeit, denn der Aufwand für die Verwaltung ist enorm. Unsere Betreuungsbehörde steht zwar in persönlichem Kontakt mit den Betreuern um die erforderlichen Anträge zurückzubekommen. Für die erfolgreiche Versorgung aller rufen wir jedoch noch einmal auf, die Anträge für die Leistungen zeitnah bei uns einzureichen, da trotz großen Einsatzes eine gewisse Bearbeitungszeit benötigt wird“, so die Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Becker-Bösch.

Bei Fragen und Problemen sind folgende Fachstellen Ansprechpartner

  • Für Kinder und Jugendliche bis Ende Schulpflicht, die Fachstelle Teilhabe- und Eingliederungshilfe, Telefon: 06031/83-3241.
  • Für alle weiteren Personen, die Fachstelle Soziale Hilfen Ost in Büdingen, Telefon: 06042/989-3421.
veröffentlicht am: 16. Dezember 2019