Virtueller Fachtag des Netzwerks Frühe Hilfen

Eine Videokamera

Foto: pixabay

Eigentlich sollte es eine Mischung aus Präsenzveranstaltung und Live-Stream werden, nun findet wegen Corona der 8. Fachtag des Netzwerks Frühe Hilfen doch komplett virtuell statt. Eingeladen für den Fachtag am 9. Dezember sind Fachkräfte, Eltern und am Thema interessierte. In der Zeit von 8.30 bis 16 Uhr stehen zehn Workshops und zwei Vorträge zur Auswahl.

Der Fachtag nimmt den gesellschaftlichen Wandel, den gerade Familien erleben in den Blick: Verändertes Rollenbild von Frauen und Männern, geänderte Lebensformen, Berufstätigkeit beider Eltern, Ganztagsbetreuung der Kinder, Digitalisierung und vieles mehr. Corona und damit verbunden der Lockdown mit geschlossenen Betreuungseinrichtungen, Homeoffice, Homeschooling, existentiellen und finanziellen Einschnitten hat Familien auf sich selbst zurückgeworfen. Nicht wenige hat es an ihre emotionalen und psychischen Grenzen gebracht.

„Nun gilt es, mit kreativen Mitteln das gesellschaftliche Leben gemeinsam im Netzwerk und mit den Eltern zu gestalten, um die Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen unserer Kinder zu gewährleisten“, sagt Erste Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch. Es gibt viele Unterstützungsangebote der verschiedenen Interessengruppen. Das beste Angebot verpufft aber, wenn es nicht dort ankommt wo es ankommen soll. Deshalb ist es wichtig, dass die Akteure des Netzwerks Frühe Hilfen und auch die Eltern an der Entwicklung und Umsetzung der Unterstützungsangebote beteiligt werden. Weil digitalen Medien dabei eine große Rolle zukommt, wird der Fachtag am 9. Dezember unvorhergesehen zu einem großen Experimentierfeld.

Workshops und Vorträge

Zehn Workshops stehen zur Auswahl: Erziehungspartnerschaften nach dem Hessischen Bildungs-und Erziehungsplan. Familien im Wandel - Mutter, Vater, Tablet. Frühe Bildung für ALLE vor Ort gestalten. Elternbegleitung von Anfang an - Beteiligung/ Partizipation - wie wird das bei Eltern von Anfang an umgesetzt? Kinderbetreuung gemeinsam gestalten - Interessenvertretung in Kitas und Kommunen. Partizipation als Grundlage in der Kindertagespflege. Beteiligung von Anfang an - schon während der Schwangerschaft und bei der Geburt. Gelebte Beteiligung und Partizipation in Familienzentren. Partizipation im Netzwerk Frühe Hilfen - damit die richtige Unterstützung da ankommt, wo sie ankommen soll.

Die Workshops werden geleitet von Fachkäften aus der Fachstelle Familienförderung, dem Bildungsmanagement Wetteraukreis und den Organisationen des Netzwerks, wie Fachstelle Suchtprävention, Eltern von Anfang an, Bad Nauheim, LAG KitaEltern e.V., Diakonisches Werk, PaMuKi Familienzentrum Altenstadt, Müfaz Bad Nauheim.

Prof. Dr. Jörg Fischer von der Fachhochschule Erfurt referiert über „Beteiligung in den Frühen Hilfen zwischen Anspruch und Wirklichkeit“. Christiane Voigtländer, stellvertretende Leiterin des Felsenweg Instituts der Karl-Kübel-Stiftung hat ihren Vortrag unter das Thema gestellt: „Oha, was Eltern alles können! – Überlegungen zu Elternkompetenzen und deren Stärkung. Prof. Jörg Fischer und Christiane Voigtländer gehören auf Bundesebene zu sehr gefragten und in der Netzwerkarbeit erfahrenen Referent/innen des Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH). Beide Vorträge runden die Inhalte der Workshops und praktische Erfahrungen aus dem eigenen Arbeitsfeld ab und setzen neue Impulse.

Information zum 8. Fachtag des Netzwerks Frühe Hilfen bei Romy Nickel, Öffnet ein Fenster zum Versenden der E-MailE-Mail, Telefon: 06031 83-3322. Anmeldung Öffnet externen Link in neuem Fensteronline.

veröffentlicht am: 30. November 2020