Von der evangelischen Kirche ins Stadener Mähried

Im Hintergrund mehrere Personen, im Vordergrund verschiedene Kästchen mit bunten Steinen.

Rchts Arthur Bunke mit seiner Lehrerin Gutta Döring. Im Vordergrund ist der Kunstbeitrag der Schule, das Mo-saik, zu sehen.

Die dritte Wanderung im Rahmen des Kunstprojekts „Kunst in Kirchen in der Wetterau“ fand am letzten Sonntag statt. Von der evangelischen Kirche in Florstadt-Staden ging es zum Naturschutzgebiet Mähried.

In der Kirche hat die Johann-Peter-Schäfer-Schule, eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Sehen, ihren Beitrag zu dem Kunstprojekt geleistet. Fünf Schüler haben dabei insgesamt 25 Mosaike mit farbigen Steinen gestaltet. Ein aufwändiges Projekt, denn die Steine mussten zuerst gewaschen, dann weiß grundiert und mit 25 eigens angemischten Farben bemalt werden. Das Farbspektrum reichte dabei von Erdbeerquark über Melone bis hin zu Schwimmbadblau und Apfelgrün.

Die 25 Mosaikkästen sind frei beweglich und können und sollen sogar im Kirchenraum hin- und hergeschoben werden, ein interaktives Projekt, mit dem die Schülerinnen und Schüler ihren Beitrag zum Motto „Hinschauen“ leisten. „Wenn jeder etwas kann, können wir zusammen ganz schön viel“, sagte Gutta Döring, in deren Klasse das Kunstprojekt entstand. Einer der Schüler, Arthur Bunke, kam zum Termin und nahm auch an der Wanderung teil.

Nach den Erläuterungen durch Kurator Joachim Albert: „Wir bringen hochwertige Kultur auf’s flache Land!“, ging es durch den Landschaftspark von Staden hin zum Mähried.

Die Führung übernahm dann Ralf Eichelmann vom Fachbereich Kreis- und Regionalentwicklung des Wetteraukreises. Der ausgewiesene Naturschutzfachmann begeisterte die rund 25 Mitwanderer durch sein breites Wissen zu allen Fragen von Natur- und Landschaftsschutz. Besonders beeindruckend ist die zum Schutz vor Beutegreifern umzäunte Fläche in Sichtweite des Flugplatzes Reichelsheim. Hier hat sich in kürzester Zeit eine große Population der sehr selten geworden Kiebitze entwickelt. Auch viele andere Vögel nutzen die geschützte Fläche als sicheren Schlafplatz. 

veröffentlicht am: 20. September 2021