10 Jahre Elternbegleitung: Digitaler Kongress im Juni 2021

In einem Impulsreferat ging die Forschungsdirektorin am Deutschen Jugendinstitut und Vorsitzenden der 9. Familienberichtskommission, Prof. Dr. Sabine Walper, der Frage nach, welche Unterstützung Mütter und Väter brauchen, damit ihre Kinder alle Chancen im Leben haben. Dr. David Juncke, Leiter des Bereichs Familienpolitik bei der Prognos AG, stellte die heute veröffentlichte Studie „Bestandsaufnahme der Angebote in der Familienbildung und Familienberatung“ vor.

Eines der zentralen Ergebnisse der Studie ist: Familienbildung und Familienberatung leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Stärkung von Familien in Deutschland. Deutlich wurde, dass Familien in besonderen Lebenslagen wie Alleinerziehende und sozio-ökonomisch schwächere Familien mittlerweile besser als noch vor 15 Jahren mit familienunterstützenden Angeboten erreicht werden. Dazu tragen auch die Programme des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) bei, wie die Frühen Hilfen, Elternbegleitung und die Mehrgenerationenhäuser. Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugend.

Arbeitsgemeinschaft Hessischer Familienbildung (AHF) informiert

Hohe Belastungen der Familien und Gefährdungen des Kindeswohls treten als Auswirkungen der Corona-Krise immer deutlicher zutage. Ebenso deutlich wird, wie wichtig leicht zugängliche Angebote zum Austausch, zur Beratung und Unterstützung für Familien war und in Zukunft sein wird. Familienbildung und Familienzentren leisten einen wichtigen Beitrag zum gesellschaftlichen Wohl aller. Näheres findet kann man auf der Website des AHF nachlesen und findet auch eine Handreichung für digitale Eltern-Kind-Gruppen.

Internationaler Tag des Kindes - Film über Frühe Hilfen

Sozialminister Kai Klose: „Netzwerke Frühe Hilfen sind ein wichtiger Schwerpunkt der hessischen Familienpolitik“ Am 1. Juni, dem Internationalen Tag des Kindes, rückt die Landesregierung die Themen Kinderschutz, Kinderpolitik und vor allem Kinderrechte besonders in den Mittelpunkt.

In diesem Jahr ist der Kindertag aufgrund der seit mehr als einem Jahr andauernden Corona-Pandemie besonders wichtig. „Kinder haben ein Recht auf Gesundheit und gesundes Aufwachsen. Je jünger Kinder sind, desto stärker sind sie darauf angewiesen, dass ihre Familien über die notwendigen Ressourcen verfügen, um die Rechte ihrer Kinder umzusetzen“, betont Sozial- und Integrationsminister Kai Klose. Das kann vor allem dann eine schwierige Aufgabe sein, wenn wichtige Netzwerke wie weitere Familienmitglieder wegfallen oder die Familie von Armut betroffen ist.

Vor allem in den ersten Jahren im Leben eines Kindes sei es wichtig, dass Familien gestützt werden, so dass sie gute Bedingungen für ein gelingendes Aufwachsen der Kinder schaffen können, sagt Miriam Zeleke, Landesbeauftragte für Kinder- und Jugendrechte und erklärt: „Nicht nur die Kinder profitieren von den Kinderrechten. Durch eine gute Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention profitieren auch die Familien der Kinder, weil ihnen dann Unterstützung zu Teil werden kann. “Frühe Hilfen: praktische Unterstützung für Familien im Alltag.

Eine niedrigschwellige Unterstützungsmöglichkeit bieten beispielsweise die Frühen Hilfen. Sie wurden mit der erstmaligen gesetzlichen Verankerung im Bundeskinderschutzgesetz 2012 als eigenständiges Handlungsfeld auf Bundes-, Landes-und kommunaler Ebene etabliert. „Die Netzwerke Frühe Hilfen sind ein wichtiger Schwerpunkt der hessischen Familienpolitik“, erklärt Klose. „Ziel ist, Eltern insbesondere während der Schwangerschaft und in den ersten drei Lebensjahren ihres Kindes zu begleiten und zu unterstützen. “Dieses Programm zeichnet sich auch durch den ergänzenden Einsatz ehrenamtlich und freiwillig Engagierter aus. Als sogenannte Familienpatinnen oder -paten leisten sie häufig praktische Unterstützung im Alltag, zum Beispiel bei der Kinderbetreuung, und helfen den Familien, ihre Selbsthilfekompetenzen zu stärken und ihr soziales Netzwerk zu erweitern. Sie können eigene Lebenserfahrungen in Gesprächen mit den Familien einbringen und haben möglicherweise auch ein gutes Gespür für weiteren Hilfebedarf.

Filmprojekt

Mit Unterstützung einer Vielzahl von Projekten, Familien, Familienpatinnen und -paten ist ein kurzer Film entstanden, der am Tag des Kindes diesem besonderen ehrenamtlichen Engagement für Familien ein Gesicht geben soll. „Der Film macht spürbar, was dieses Angebot der Frühen Hilfen für alle Beteiligten bedeutet: die Ehrenamtlichen und die Familien. Es ist ein besonderes Miteinander“, so der Minister. Die vertrauensvolle Beziehung der Familien und Patinnen und Paten könne in diesem Film spürbar werden und auch andere Menschen motivieren, sich über das Angebot zu informieren und es zu unterstützen.

Informationen zu den Angeboten vor Ort erhalten Sie direkt bei den beteiligten Projekten, den Netzwerken Frühe Hilfen in Ihrem Landkreis oder Ihrer Stadt und unter Dein Ehrenamt.

Deutscher Kita-Preis 2022 - jetzt registrieren

Das NZFH hat den Deutschen Kita-Preis 2022 ausgeschrieben.

Aus dem Kriterienkatalog: Netzwerke Frühe Hilfen koordinieren auf lokaler Ebene systemübergreifend Einrichtungen und Angebote, damit Familien bei Bedarf frühzeitig Zugang zum Hilfesystem und passgenaue Unterstützung lokaler Anbieter erhalten. Kindertagesstätten, Familienzentren oder vergleichbare Einrichtungen sind dabei wichtige Partner der Netzwerke Frühe Hilfen: Kindertagesstätten bieten insbesondere einen niedrigschwelligen, selbstverständlichen und häufig vertrauensvollen Zugang zu Familien, Familienzentren und ähnliche zentrale Anlaufstellen vereinen Bildungs- und Beratungsangebote für unterschiedliche Bedarfe von Familien an einem Ort und sind damit auch ideale Orte für Angebote der Frühen Hilfen.

Laut Kommunalbefragungen des NZFH sind Kindertagesstätten, Familienzentren oder vergleichbare Einrichtungen bereits in der überwiegenden Mehrheit der Netzwerke Frühe Hilfen eingebunden und stellen in vielen Fällen der Ausschreibung zum Deutschen Kita-Preis entsprechend "lokale Bündnisse für frühe Bildung" dar.

Onlineberatung für Schwangere und Eltern

In Kooperation mit dem Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) bietet die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) spezielle Online-Beratungsangebote für Schwangere und Eltern mit Kindern von 0 bis 3 Jahren an. Die neuen Angebote stellen während der Corona-Pandemie zusätzliche Möglichkeiten für Mütter und Väter dar, sich ortsunabhängig auszutauschen und individuell beraten zu lassen. Die Online-Beratung ist anonym und kostenlos.

Wie kann ich bei allen Aufgaben auch Freiraum für mich schaffen? Wie meistern andere diese Situation, ohne sich überfordert zu fühlen? Wie können wir unserer Elternrolle gerecht werden, aber auch noch Zeit für uns als Paar frei räumen? Und woher weiß ich, was mein Baby will und braucht?

Diese oder ähnliche Fragen beschäftigen viele Mütter und Väter mit Babys oder kleinen Kindern. Und sind typisch für Gespräche während der Beratung und Begleitung durch Fachkräfte der Frühen Hilfen.

Um Eltern während der Kontakt-Einschränkungen durch die Corona-Pandemie sowie darüber hinaus Beratungsmöglichkeiten anzubieten, entwickelt die bke in enger Absprache mit dem NZFH spezielle Angebote.
Näheres erfahren Sie hier.

Krise - Hirn an. Klar denken und handeln bei trüben Aussichten

Was ist das nur für eine Zeit! Kriege, Elend, Flüchtlingsströme, Autokraten und Populisten, Nationalisten und Terroristen – die Symptome der Instabilität nehmen zu und pirschen sich immer näher an die bürgerlichen Komfortzonen heran. Demokratie, Klima, Weltwirtschaft, Kapitalismus, Staatshaushalte, internationale Zusammenarbeit, die EU ... kaum etwas, was in diesen Jahren nicht immer tiefer in die Krise zu geraten scheint. Und dann wären da noch die eigenen, ganz persönlichen Krisen.

Krisen überall. Sie entstehen manchmal plötzlich, manchmal schleichend, häufig unvorhersehbar, dieser Tage oftmals gleichzeitig, immer schneller, mit atemberaubender Dynamik. Sie stellen sich nicht brav in einer Reihe an, um zu warten, bis die vorhergehende beendet ist. Sie scheren sich nicht um Belastungsgrenzen, nehmen keine Rücksicht auf Menschenrechte und universelle Werte. Dass demokratische Gesellschaften Zeit zum Nachdenken, Reden und Abwägen brauchen, interessiert Krisen nicht die Bohne. Sie haben keine Moral und keine Empathie. Ihr Timing ist äußerst schlecht – sie kommen prinzipiell ungelegen. Außer für Populisten. Die behandeln Krisen sehr fürsorglich, verstehen sich in ihrer Aufzucht. Dabei sind Krisen per se schon sehr fruchtbar und potent, begatten sich gegenseitig, sorgen ungehemmt für zahllosen Nachwuchs. Wenn man sie nicht rechtzeitig einhegt und bewältigt, rotten sie sich zu gigantischen Katastrophen zusammen.

Die Gegenwart fühlt sich eigenartig an. Download zur Corona-Sonderausgabe

Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona

Eine Kita-App? Abwaschbare Stempel? Online-Elternabend? Der Kita-Alltag gestaltet sich während der Corona-Pandemie anders als zuvor. Deshalb werden pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen gerade äußerst erfinderisch und entwickeln kreative Ideen: für die pädagogische Arbeit mit den Kindern in den Einrichtungen und zu Hause. Es gelten dabei besondere Bedingungen, die sich nach dem Infektionsgeschehen richten. Der Themenbereich „Frühkindliche Bildung in Zeiten von Corona“ unterstützt pädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen mit innovativen Praxisbeispielen, Interviews und Infotexten. Die Praxisbeispiele bieten Inspiration für die Arbeit in der Krisenzeit sowie im Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Sie setzen neue Impulse für den Kita-Alltag. Weitere Informationen beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ideen für Familien auf Elternsein

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen stellt Ideen für Familien vor, die den Alltag erleichtern. Seit der ersten Phase der Pandemie sind zahlreiche Ideen wie: „Mit Bohnen zu kleinen Glücksmomenten“ „Eine Gefühlsuhr basteln“ und „Schwimmende Wunschblüten“ hinzugekommen. Alle sind einfach umsetzbar.

Die Angebote gliedern sich in fünf Rubriken: „Gemeinsam etwas Schönes tun!“, „Stark werden und stark bleiben!“, „Als Eltern entspannt und gelassen bleiben!“, „Dinge, die uns Hoffnung geben!“ und „Als Familie stark bleiben!“. Sie entstanden in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) und werden weiter ausgebaut.

Fachkräfte im Bereich der Frühen Hilfen können das Material für die eigene Arbeit nutzen und an Eltern weitergeben. Weitere Ideen.

Aufklärung zum Schütteltrauma in leichter Sprache

Zur Aufklärung von Schütteltrauma hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) eine achtseitige Broschüre in Leichter Sprache veröffentlicht. Die DIN-A5-Broschüre erklärt Eltern, warum Babys schreien und wie man ein Baby beruhigen kann. Mütter und Väter erfahren zudem, warum Schütteln gefährlich ist und wo sie Hilfe bekommen. Zahlreiche Zeichnungen in Leichter Sprache erhöhen das Textverständnis. Die Publikation richtet sich an Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung. Sie ergänzt Materialien zur Prävention von Schütteltrauma des NZFH. Kommunen und Mitgliedern im "Bündnis gegen Schütteltrauma" können die anpassbare Vorlage für die Broschüre anfordern, E-Mail.

Die Broschüre kann über das Nationale Zentrum Frühe Hilfen bezogen werden, oder bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung BZgA, Bestellnummer 16000568 E-Mail kostenfrei bezogen werden.

Weitere Informationen beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen.

Leitfaden präventiver Kinderschutz für Fachkräfte

Präventiver Kinderschutz bei Kindern mit psychisch oder suchtkranken Eltern. Nach konservativen Einschätzungen wachsen in Deutschland etwa ein Drittel der Kinder und Jugendlichen mit mindestens einem Elternteil auf, der während des Elternseins an einer psychischen und Suchterkrankung leidet. Mit diesen elterlichen Erkrankungen geht ein erhöhtes Risiko der betroffenen Kinder und Jugendlichen für Entwicklungsprobleme, chronische (v.a. psychische) Erkrankungen oder auch Kindeswohlgefährdung einher. Familiensysteme mit einem psychisch und suchtkranken Elternteil stellen somit eine bedeutende Zielgruppe für den präventiven medizinischen Kinderschutz dar.

Auch in den Frühen Hilfen treffen Fachkräfte auf Familien, die aufgrund ihrer psychischen- oder Suchtprobleme mit der Betreuung und Versorgung ihrer kleinen Kinder überfordert sind. In Kooperation mit den Familien und anderen Fachkräften im Unterstützungssystem können geeignete Maßnahmen entwickelt werden, die einen Teufelskreis der Destruktion verhindern. Der Leitfaden ist Wissensgrundlage und bietet Anregungen für die eigene Professionalität.

Das Bundesfamilienministerium (BMFSFJ) hat das Projekt "Medizinische Kinderschutzhotline" bis einschließlich Dezember 2024 verlängert und informiert darüber in einer Pressemitteilung.

Erhöhung Kindergeld und Kinderzuschlag ab Januar 2021

Ab dem 1. Januar 2021 wird das Kindergeld um 15 Euro pro Kind erhöht. Dazu informierte die Familienkasse im Dezember 2020. Näheres finden Sie hier.

Corona-Chronik: Gruppenbild ohne (arme) Kinder - eine Streitschrift

Die langjährigen Kinderarmutsforscherinnen Gerda Holz (Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V.) und Dr. Antje Richter-Kornweitz (Landesvereinigung Gesundheit Niedersachsen e.V.) haben in Fortsetzung ihres April-Engagements um eine bessere Berücksichtigung von Kinder/Jugendbelangen in der Bewältigung der Corona-Krise nun eine Zwischenreflexion verfasst. Es wurde eine bewertende Fachanalyse vorgenommen, die auf rund 60 Publikationen beruht. In der angefügten Streitschrift sind diese beinhaltet. Offene Fragen richten sich an Verantwortliche in der Krisenbewältigung. Eine Grafik zeigt Verlauf und Maßnahmen in der aktuellen Pandemie.

Keinen Alkohol in der Schwangerschaft

Über die Auswirkungen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft wurde beim letzten Fachtag ausführlich informiert. Nun gibt es einen informativen Kurzfilm, der auf das fetale Alkoholsyndrom (FASD) und die Beeinträchtigungen für das ganze Leben hinweist.

Frühe Hilfen aktuell II 2020

Das NZFH bringt regelmäßig Informationen unter "Frühe Hilfen aktuell" heraus. Das letzte Informationsblatt "Frühe Hilfen aktuell II 2020" befasst sich mit der ambulanten pädiatrischen Versorgung in den Frühen Hilfen. Auch unser Ziel ist es, geeignete Modelle zu entwickeln, die Brücke zwischen Jugendhilfe und Gesundheitswesen zu schlagen.