6. Fachtag Frühe Hilfen - Sprich mit mir!

Am 26. November 2018, 9 bis 16.00 Uhr Kreishaus Friedberg

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

„Sprich mit mir“ – alle Kinder wollen, dass Eltern sich mit ihnen beschäftigen, mit ihnen reden. Spracherwerb und die Befähigung zur Kommunikation sind wichtige Meilensteine in der Entwicklung eines Menschen. Kommunikation unterstützt eine sichere Bindung zwischen dem Kind und seinen Bezugspersonen.

Kommunikation bleibt ein ganzes Leben lang die Basis gelingenden menschlichen Zusammenlebens.

Heute – im Zeitalter der digitalen Revolution - steht die Gesellschaft vor neuen Herausforderungen.

 

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Programm

Vormittag

  • 9.00 Uhr – Come together, Anmeldung
  • 9.30 Uhr – Grußworte: Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch; Landeskoordination Frühe Hilfen, Janina Schmidt, HMSI
  • 10.00 Uhr – Einführung in die Wanderausstellung und das Programm: Romy Nickel Netzwerkkoordination, Ute Wilhelm Leiterin Frühförderstelle, Netzwerkpartnerin FH
  • 10.30 Uhr  - Kaleidoskop der menschlichen Kommunikation – ein Blick hinter die Kulissen regionaler Projekte: JÄer Mittelhessen, Land Hessen, Philipps-Universität Marburg, Wanderausstellung  „Sprich mit mir“                              
  • 12.30 Uhr - Mittagspause

Nachmittag

  • 13.00 Uhr - Vortrag „Vom Steinzeitmenschen zum Smartphone-User“, Nicht Kinder müssen sich Medienkompetenzen aneignen, sondern ihre Eltern. Auswirkungen digitaler Medien auf Kommunikation und Entwicklung des menschlichen Gehirns.
    Prof. Dr. Dieter Braus, Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie mit Poliklinik, Ärztlicher Direktor der Dr. Horst Schmidt Kliniken GmbH, Wiesbaden                              
  • 14.15 Uhr - Kaffeepause
  • 14.45 Uhr - Vortrag „Neue Technologien der Unterstützten, Kommunikation - Interaktion und Kommunikation mit Hilfe von Tablet & Co“, Gabi Mehmet, Lebenshilfe Gießen
  • 15.45 Uhr - Abschied und Verabredungen
  • 16.00 Uhr - Ende

Themen der Workshops

  • Profamilia: „Mein Baby verstehen – Kurs für eine entspannte Eltern-Kind-Beziehung“
  • Sprachheilförderung:  „Rund um Sprache und Kommunikation“
  • NW Frühe Hilfen: „Was es zu sagen gibt!“
  • Kultur Büdingen in Kooperation mit HEAE: „Kraniche fliegen“
  • Philip Julius e.V.: „Endlich verstehen wir uns!“
  • Servicestelle Kita-Eltern Hessen: „Eltern in Kommunikation“
  • Sprachkita Regenbogenland: „Geschichten dialogisch lesen“
  • Lebenshilfe Gießen: „Unterstützte Kommunikation – Anwendbarkeit im Alltag der Kita“
  • Dekanat Büdinger Land: „Dumm gelaufen“ – ein Spiel das Spaß macht!                            

Wo gibt es Schnittstellen im Betreuungsalltag von Kitas und Kindertagepflege mit den Frühen Hilfen?
Wie können Frühe Hilfen die Arbeit bereichern und unterstützen?
Welchen Nutzen hätten Eltern von einer besseren Verankerung der Angebote der Frühen Hilfen in Kitas und KTP?

Diesen und anderen Fragen wollen wir im Workshop nachgehen und Ideen dazu entwickeln, was es braucht, um alle pädagogisch Tätigen, die mit Kindern im Alter von 0 bis 3 Jahren arbeiten, damit auszustatten, über Angebote der Frühen Hilfen generell und auch im eigenen regionalen Umfeld, gut informiert zu sein.

Experten für diese komplexen Fragen sind wir alle!

Gastgeberin: Andrea Rosenberger, Fachstellenleitung Familienförderung, Wetteraukreis

Frühe Hilfen zielen darauf ab, eine bedarfsgerechte Infrastruktur für Kinder, (werdende) Eltern und Familien zu gewährleisten. Dabei geht es nicht nur um einen rein quantitativen Ausbau vorhandener und neuer Angebote und Leistungen, sondern auch um eine Weiterentwicklung bereits bestehender Versorgungs- und Angebotsstrukturen.

Zur Realisierung ist eine zentrale, ressortübergreifende Planung notwendig, die auch die Bedarfe der Familien systematisch einbezieht und sie in verschiedenen Beteiligungsformen an den Planungsprozessen teilhaben lässt. Partizipation ist ein Querschnittsthema und betrifft die Akteure verschiedener Fachbereiche gleichermaßen. Unabhängig ihres hohen Stellenwerts ist Partizipation jedoch zunächst vor allem eine Haltungsfrage, die von den Fachkräften gelebt und getragen werden sollte.

In dem Workshop werden die Erfahrungen und Herausforderungen diskutiert, die sich in Bezug auf das Thema „Partizipation als Haltungsfrage“ ergeben können. Gleichzeitig werden Materialien vorgestellt, die für die Fortentwicklung des Themas und Weiterarbeit im Netzwerk genutzt werden können.

Jonas Blankenagel (NZFH), Stephanie Bremstahler (NZFH)

Gastgeber: Mark Weber, Fachdienstleitung Beratung und Förderung, Wetteraukreis

Gastgeberin: Henrike Strauch, Erste Stadträtin, Büdingen

Ruth Franke – Netzwerkkoordinierende Frühe Hilfen der Stadt Hanau: „Willkommen im Leben“ – das Motto der Willkommenspakete der Stadt Hanau! Innerhalb der Präventionskette der Frühen Hilfen bilden die Willkommenspakete, die junge Familien im Willkommenscafé, während eines Hausbesuchs oder in der kommunalen Familien- und Jugendberatung erhalten, eine zentrale Rolle. Herzstück des Paketes ist die Elternbegleitbroschüre.

Gastgeber: Mohamed Mokhfi, E.v.A. - Bad Nauheim

Diskutieren Sie mit Susanne Martin-Ploner (Schwangerenberatung Diakonisches Werk Wetterau), Eugenia Pellegrini (PaMuKi Familienzentrum e.V.), Stefanie Schmidt (Koordinatorin der Babylotsinnen in den Kliniken des MKK und Hanau) und Dr. Volker Boda (Kinder- und Jugendarzt, Butzbach) wie die "Brücke" in der Wetterau aussehen sollte.

Susanne Martin-Ploner: "Die Frühen Hilfen brauchen die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitswesen. Das funktioniert an manchen Stellen, aber das müsste viel besser werden. Die Arbeitsgruppe schaut auf die bestehenden Gegebenheiten und erarbeitet einen Strategieansatz wie die Frühen Hilfen den Zugang zum Beispiel in die Arztpraxen finden".

Dr. Volker Boda: "Als Kinder- und Jugendarzt und gerade auch als Kinder- und Jugendneurologe (in der Betreuung von Familien mit auch für die Familien besonders aufwändigen, neurologisch erkrankten Kindern)  bin ich stellvertretend für die niedergelassenen Kinder- und JugendaerztInnen sehr interessiert auch nichtmedizinische Hilfsangebote an Eltern und Familien gerade auch in den ersten drei Lebensjahren der Kinder vermitteln zu können. Ich möchte beitragen zu einem einfacheren und effektiveren Dialog zwischen den Frühen Hilfen und dem medizinischen Bereich mit Betonung der in den Kinder- und Jugendarzt-Praxen Tätigen in der Wetterau".

Gastgeberin: Susanne Martin-Ploner, Fachbereichsleitung Diakonisches Werk Wetterau

Gerade die Corona-Zeit verdeutlichte, wie wichtig  Familienzentren mit ihren sehr vielfältigen Angeboten als Anlaufstelle für Familien mittlerweile geworden sind. Der Lockdown katapultierte Familien in die Isolation und Abgeschiedenheit.
Familienzentren sind nach dem Lockdown verstärkt Partner bei der Rückeroberung des öffentlichen Raums, der Kontaktanbahnung, der gegenseitigen Unterstützung usw. geworden.
Rolle, Ausbau und Perspektiven von Familienzentren im sozialen und kommunalpolitischen Umfeld sind u.a. Themen, mit denen sich die Teilnehmenden dieses Workshops beschäftigen.

Diskutieren Sie mit Chantal Francisco de Sousa (Müfaz) und weiteren Expertinnen und Experten von (Mütter)- und Familienzentren.

Chantal Francisco de Sousa: "Als Leiterin des Notmütterrufs & pädagogische Leitung des Müfaz ist es meine Aufgabe, Familien mit Kindern Hilfe zu gewährleisten, wenn sie diese dringend benötigen. Hierfür ist es notwendig im ständigen Austausch mit den engsten Netzwerkpartnern, Frühe Hilfen, A-net, Kiks Up, E.v.A., dem Wetteraukreis und Kitas zu stehen. Ein Familienzentrum ist die niedrigschwelligste Anlaufstelle für Familien mit allen Sorgen und Anliegen. Mütter und Väter mit jungen Kindern wollen Kontakt, sie wollen einen Rat, sie wollen Trost, sie wollen Abwechslung, das bekommen sie im Familienzentrum.

Ich kenne die Frühen Hilfen im Wetteraukreis seit 2014 und habe an den drei Qualitätsentwicklungswerkstätten teilgenommen. Ich finde ein wachsendes und starkes Netzwerk in der Region deshalb wichtig, denn wenn ich nicht helfen kann, kann es jemand anderes.

Meine Motivation hier beim Fachtag mitzumachen: Dabei sein, Mitmachen und Dazulernen".

Gastgeberin: Chantal Francisco de Sousa, Müfaz, Bad Nauheim

Eines der vordersten Ziele in den Frühen Hilfen ist es, Familien über die verschiedenen Angebote der einzelnen Träger zu informieren. Wir wollen Familien so früh wie möglich erreichen, damit sie in Situationen, in denen sie sich allein, überfordert, unsicher fühlen, Lösungen finden.
Doch wie kann es gelingen, aus den "Amtsstuben" heraus Eltern und Familien darauf aufmerksam zu machen, dass sie Unterstützung finden können - oftmals direkt vor der Haustür?
Sind Flyer, Broschüren, Zeitungsartikel noch adäquate Mittel? Reicht Mund-zu-Mund-Propaganda oder müssen wir die Scheu vor den sozialen Medien überwinden und  in der Sprache der jungen Menschen die richtigen Plattformen finden?
Netzwerkkoordinatorin Romy Nickel, die Social-Media-Beraterin Siggi Weide und Daniel Schütz, Leiter der Volkshochschule, diskutieren mit Ihnen Ihre Erfahrungen, geeignete Strategien und weiterführende Ideen, die sowohl dem Netzwerk wie einzelnen Organisationen hilfreich sein können.

Siggi Weide: "Mehr Demokratisierung. Mehr Selbstbestimmung. Mehr gelebte Utopie. Ich liebe die Möglichkeiten, die uns das Internet eröffnet. Mit Leidenschaft erkunde ich das Web nach neuen Trends, immer auf der Suche nach dem Raum, den noch keiner gefüllt hat". 
Lassen wir uns von ihr anstecken!

Gastgeberin: Romy Nickel, Netzwerk-Koordinatorin, Wetteraukreis

Liebe Teilnehmer/innen, 
im Workshop 8 wollen wir gemeinsam erarbeiten, was die Netzwerknoten Frühe Hilfen im Gesamtnetzwerk Frühe Hilfen Wetteraukreis für eine Rolle einnehmen oder einnehmen könnten.
Hierzu wollen wir gemeinsam erörtern, was bereits vorhanden ist und was es noch für ein gemeinsames Gelingen benötigt. 

Als Grundlage dienen uns zum einen, die Grundidee aus dem Leitfaden Frühe Hilfen Wetterau, die Grundidee aus dem Qualitätsrahmen Frühe Hilfen und natürlich die Erfahrungswerte der bereits bestehenden Netzwerkknotenarbeit. Gemeinsam wollen wir erarbeiten was ist unsere Ausgangslage, welches unsere Vision, unsere Ziele und welche Schritte werden uns helfen diesen Weg zu beschreiten. 

Daher von uns für Sie nochmal eine kurze Rückschau auf die Arbeit der Qualitätsdialoge und von Ihnen für uns Ihr Expertenwissen aus den bestehenden Netzwerkknoten. 

Als "Gastgeberin" des Workshops freue ich mich auf einen anregenden Dialog - im Sinne der Netzwerkarbeit!  

Gastgeberin: Ute Wilhelm, Leitung Frühförderstelle, Lebenshilfe Wetterau

Gastgeber: Jochen Mörler, Fachbereichsleitung, Stadt Bad Nauheim