Umweltbildung auf dem Europaplatz

Unser Bild zeigt Dr. Doris Jensch und Frank Uwe Pfuhl und Landrat Joachim Arnold am Infostand des Umweltmobils Baden-Württemberg

Im Anschluss an eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft Umweltmobile der NABU Umweltwerkstatt Wetterau präsentierten sich am heutigen Freitag (11.3.) auf Einladung von Landrat Arnold zehn Umweltmobile aus ganz Deutschland auf dem Friedberger Europaplatz.  

An zehn Stationen haben 300 Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in Ockstadt und Ober-Widdersheim, der Gemeinsamen Musterschule in Friedberg, der Otto-Dönges-Schule in Nidda, des Weidiggymnasiums Butzbach und der Augustinerschule Friedberg die Gelegenheit genutzt, um sich zu Themen wie „Böden, Lärm, Gewässer, Stadtökologie, Trittsiegel und Spurensuche“ zu informieren. Umweltmobile ermöglichen eine außerschulische Umweltbildung und tragen dazu bei, den Schutz von Umwelt und Natur auf eine breitere Basis zu stellen. „Um etwas zu schützen, muss man es auch kennen“, so Landrat Arnold. In Hessen ist das Bibermobil der Naturschutzwerkstatt Wetterau das einzige Umweltmobil.

„Wir schauen auf eine interessante Tagung der Umweltmobile im Wettraukreis zurück. Besonders viel Spaß hat allen Teilnehmern die Präsentation ihrer Mobile auf dem Europaplatz in Friedberg gemacht“, ergänzte Frank Uwe Pfuhl.

Um etwas zu schützen, muss man es auch kennen

Das Erlebnisangebot der Umweltmobile wurde von den Schülerinnen und Schülern intensiv genutzt. Dabei konnten Kleinlebewesen aus Bächen mikroskopiert werden, heimische Tier- und Pflanzenarten bestimmt und Naturerlebnisspiele gespielt werden. Parallel dazu haben die Kinder und Jugendlichen Lärm- und Luftmessungen durchgeführt.

Die Tierartenbestimmung am Umweltmobil des Fischereiverbandes Baden-Württemberg fand der elfjährige Johann aus der Heinrich-Böll-Schule in Bruchköbel besonders interessant. Stolz war auch der neunjährige Max aus der Klasse 3a der Gemeinsamen Musterschule in Friedberg. Mit seinem Team gewann er das Tierspurenquiz am Umweltmobil des biologischen Umweltnetzwerkes Rhön. Besonders toll fand er an der ganzen Aktion, dass man nicht nur spielen konnte, sondern auch alles anfassen durfte: einen Dachs oder einen Mauswiesel, ein ausgewachsenes Wildschwein oder einen Frischling zu streicheln, diese Gelegenheit ließ sich kaum eines der Kinder entgehen.

Landrat Joachim Arnold, der die Umweltmobile zur Präsentation auf dem Europaplatz eingeladen hatte, zeigte sich erfreut über die gute Resonanz auf die Aktion. Im Gespräch mit Frank Uwe Pfuhl und Dr. Doris Jensch, von der Umweltwerkstatt Wetterau, wurde deutlich, dass die Finanzierung der Umweltmobile oftmals kreativ gelöst werden könne. Woran es hapert, ist die Finanzierung der Arbeit, für die viel ehrenamtliches Wirken vonnöten ist, eine unverzichtbare, aber auch unbezahlte Arbeit, die Ehrenamtler an die Grenzen ihrer Möglichkeiten bringt.

veröffentlicht am: 14. März 2016