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Newsletter Jugendhilfe

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns, Sie mit Neuigkeiten aus dem Bereich der Jugendhilfe zu informieren.

Das Jugendamt des Wetteraukreises

Mädchen*aktionstage

Dieses Jahr gibt es wieder dezentrale Mädchen*aktionstage!
Was das bedeutet? Viele verschiedene Veranstaltungen überall in der Wetterau für Mädchen* von 8 bis 16 Jahren. Pünktlich zum internationalen Mädchen*tag am 11. Oktober 2026 starteten die Tage mit einer Mädchen*disco im Efzet Dortelweil. Den ganzen November über gibt es weitere verschiedene Workshops, Ausflüge und vieles mehr. Von Magnete basteln über Selbstbehauptung und Pyjama-Party bis zu 3D-Druck ist alles dabei.
Zu allen Details der Veranstaltungen – Ort, Zeit, Alter usw.

Freie Plätze - Kommunikation in schwierigen Situationen: Für mehr Handlungssicherheit in der Jugendarbeit am 10.11.2026, 9.00-16.00 Uhr in Friedberg

Kommunikation ist ja so spielend einfach! … solange junge Menschen, Kollegen und Kolleginnen und Kooperationspartner und Kooperationspartnerinnen sich so verhalten, wie wir es erwarten. Herausfordernd wird es dann, wenn Jugendliche andere Spielregeln haben, Erwartungen enttäuscht werden, Grenzen getestet werden oder Interessen und Bedürfnisse aufeinanderprallen. Gerade im pädagogischen Alltag der Jugendarbeit gehören solche Situationen zum Alltag. In diesen Momenten gehen uns oft Gelassenheit, Souveränität, Humor – und manchmal auch die wertschätzende Haltung verloren. Wir haben dann den spontanen Impuls, irgendjemand müsse „schuld“, „falsch“ oder „schwierig“ sein: wir selbst, die Jugendlichen oder andere Beteiligte. Unsere Kommunikationsmuster schalten auf Autopilot. Alte, wenig hilfreiche Deutungen übernehmen die Führung: Wer hat recht? Wer liegt falsch? Wer setzt sich durch? Machtkämpfe, Vorwürfe oder subtile Manipulation können sich einschleichen – Strategien, die zwar kurzfristig „wirken“, langfristig jedoch Beziehungen belasten und pädagogische Ziele untergraben.
Weitere Informationen und Anmeldung

13. Fachtag Frühe Hilfen am 17. November 2026 in Glauburg-Glauberg

Gesund ins (Familien-) Leben starten hat viele Facetten. In der Zeit der Schwangerschaft, bei der Geburt bis hin zu Nachsorgeterminen und U-Untersuchungen werden Familien professionell durch das Gesundheitswesen begleitet. Parallel gibt es in all diesen besonderen Lebensphasen einer Familie niedrigschwellige und präventive Angebote sowie Unterstützungsmöglichkeiten der Frühen Hilfen. Idealerweise greifen die Möglichkeiten und Kompetenzen des Gesundheitssystems und die der Frühen Hilfen ineinander. Alle Akteure verweisen gegenseitig aufeinander und sind regelmäßig im fachlichen Austausch. 

Beim diesjährigen Fachtag wollen wir diese wertvolle Vernetzung auf- und ausbauen, gemeinsam Ideen sammeln und durch persönliche Begegnung, gegenseitiges Verständnis und Offenheit ins Gespräch kommen.
Zum Programm

ElternFunk: Beikost gemeinsam entdecken am Donnerstag 26. November 2026

Jeden letzten Donnerstag im Monat findet der ElternFunk statt. Diesen Monat zum Thema „Beikost“. Ganz bequem zu einem wechselnden Thema zuschalten – ohne Anmeldung, mit einem „Knopf ins Ohr“ und viel wertvollem Input! Wir beschäftigen uns mit Themen, die Eltern von jungen Kindern immer wieder bewegen.
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Fachtag "Hilfe für Fritz" - 30-jähriges Jubiläum am 20. Januar 2027

Jetzt schon vormerken. Direkt zum Start des neuen Jahres findet das Jubiläum des Fachtages „Hilfe für Fritz“ statt. Im Rahmen des Fachtags werden Präsentationen, Praxisbeispiele und Diskussionsrunden angeboten. Bei einer Marktplatzpräsentation stellen zudem Studierende der BSG Bad Nauheim und Einrichtungen ihre Arbeit und Unterstützungsangebote vor. Die Veranstaltung ist kostenfrei und richtet sich an angehende Erzieher und Erzieherinnen, Erzieher und Erzieherinnen, alle Jugendhilfeeinrichtungen und Kinderbetreuungseinrichtungen des Wetteraukreises sowie an alle die in ihrem Arbeitsalltag mit Familien und Kindern in Kontakt treten.
Zur Veranstaltung

Themenwoche „Brain-Storm“ Reden – Fühlen – Wachsen vom 02.-13. November 2026 in Karben rund um das Thema „Mentale Gesundheit“

Tipps für Eltern bis hin zum professionellen Rap-Studio-Besuch für Jugendliche: die Themenreihe "Brain-Storm" bietet im November ein abwechslungsreiches Programm voller Kreativität, Selbstbehauptung und Raum für Emotionen. Wie lassen sich die Herausforderungen der Schuljahre gelassen meistern? Auf welche Weise bekommen Gefühle und eigene Geschichten durch Musik, Schauspiel oder die eigene Stimme einen klaren Ausdruck? Und wie gelingt eine starke Selbstbehauptung im Alltag? Die Themenaktionswoche "Brain-Storm" bietet ein für Kinder, Jugendliche und Eltern ein vielfältiges Programm im JUKUZ Karben, der Stadtbücherei sowie an der Kurt-Schumacher-Schule. Von praxisnahen Elternvorträgen über kreative Jugend-Workshops bis hin zur Autorenlesung stehen der persönliche Ausdruck, die Förderung von Selbstbewusstsein und der gegenseitige Austausch im Mittelpunkt.
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„Pepper“ in Nidda - Neue Beratungsstelle für Kinder und Jugendliche bei Häuslicher Gewalt

Der Frauen-Notruf Wetterau hat in Nidda die neue Beratungsstelle „pepper – Kinder- und Jugendberatung bei Häuslicher Gewalt“ eröffnet. Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche, die häusliche Gewalt in ihrem familiären Umfeld miterleben sowie Erwachsene und Fachkräfte, die mit betroffenen Kindern arbeiten oder zusammenleben. Mit „pepper“ wird damit eine Lücke im Hilfesystem aufgegriffen: Kinder sind bei häuslicher Gewalt nicht lediglich Zeugen und Zeuginnen, sondern selbst von den Folgen der Gewalt betroffen.
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Fortbildung „VIR-Training – Veränderungsimpulse setzen bei rechtsorientierten Jugendlichen“ am 14./15. sowie 28./29. Januar 2027.

Angebot der DEXT-Fachstellen des Wetteraukreises und des Landkreises Gießen: Das VIR-Training ist ein viertägiges (2×2 Tage) Fortbildungskonzept für Personen, die beruflich oder ehrenamtlich mit rechtsorientierten Jugendlichen oder jungen Erwachsenen in Kontakt sind. Ziel ist es, den Teilnehmenden zu vermitteln, wie sie in Alltagssituationen Impulse setzen können, die zur Veränderung motivieren und den Veränderungsprozess unterstützen. Die Fortbildung findet in der vhs Wetterau in der Friedensstr. 18 in 61169 Friedberg statt.
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Save the date: Spendenlauf zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November findet in Büdingen der Spendenlauf statt. Im Wetteraukreis werden jährlich ca. 500 Fälle von Gewalt gegen Frauen polizeilich gemeldet, darunter Häusliche Gewalt, Stalking und Vergewaltigungen. Getreu dem Motto „Gewalt läuft nicht in der Wetterau“ können Bürgerinnen und Bürger beim Spendenlauf ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen setzen.
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Runder Tisch „Queere Jugendarbeit“ des Hessischen Jugendrings am 09.12.2026

Veranstaltung finde online von 18.00-19.30 Uhr statt. Austausch über die Idee eines „Tag der queeren Jugend(arbeit)“ im kommenden Jahr. Die grobe Idee ist es, dass Gruppenleitungen gemeinsam mit queeren Jugendlichen aus Jugendtreffs in ganz Hessen für ein Treffen in Präsenz zusammenkommen. Für Austausch, Workshopangebote, Kennenlernen und um zu sehen: wir sind viele. Beim Runden Tisch wird die Idee vorgestellt und es wird ein erstes Brainstorming stattfinden (auch Jugendliche aus den Gruppen sind selbstverständlich eingeladen).
Weitere Informationen und Anmeldung erhalten Sie bei Toyah Kaufmann per E-Mail.

Jugendämter vor Ort sind die besten Garanten für das Kindeswohl

Kommunale Spitzenverbände warnen vor weiterer Zentralisierung der Kinder- und Jugendhilfe. Die hessischen Jugendämter gewährleisten gemeinsam mit ihren bewährten Beteiligungs- und Entscheidungsstrukturen einen wirksamen Schutz und eine bedarfsgerechte Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Familien. Vor diesem Hintergrund lehnen der Hessische Städtetag und der Hessische Landkreistag die Forderungen eines „Aktionsbündnisses Kindeswohl“ nach weiteren landesweit einheitlichen Vorgaben und einer stärkeren Standardisierung der Kinder- und Jugendhilfe ab.
Zur Pressemitteilung

 

 

Veranstaltungsreihe „Neues aus Digitalen“

Am 19. November 2026 von 9:00-13:00 Uhr können Multiplikatoren und Multiplikatorinnen der Kinder- und Jugendarbeit, Sozial- und Bildungsarbeit online an der Veranstaltungsreihe teilnehmen.
Die Digitalisierung weiter Bereiche des alltäglichen Lebens schreitet stetig voran. Die Reihe trägt dazu bei, dass aktuelle Themen und Projekte in einem kurzen und knackigen Format angesprochen werden. Dabei werden neben praktischen und gesellschaftlichen Inhalten auch ethische Herausforderungen thematisiert. Geplant ist jeweils eine 20-minütige Einführung in ein Thema, gefolgt von einem 30-40-minütigem gemeinsamen kreativen Austausch.

Dieses Mal sind folgende drei Themen geplant:

  • 09:15-10:15 Uhr Girls in Tech – Lernen mit KI (angefragt)
  • 10:30-11:30 Uhr EU KIDS Act – Schutz oder Kontrolle?
  • 11:45-12:45 Uhr Das Phänomen Christfluencing

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Neues Eckpunktepapier der Bundesregierung zum Kinder- und Jugendmedienschutz

Um den Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt grundlegend zu stärken und weiterzuentwickeln, hat die Bundesregierung eine unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ eingesetzt, die Empfehlungen für eine Gesamtstrategie entwickelt hat. Auf Grundlage dieser Empfehlungen und des Koalitionsvertrags hat die Bundesregierung zunächst nachfolgende Eckpunkte zur Stärkung des Kinder- und Jugendmedienschutzes beschlossen. Darüber hinaus prüfen und erarbeiten die Bundesressorts weitere Maßnahmen.
Zum Eckpunktepapier

"Decode Demenz" - Website zum Thema Demenz speziell für Kinder und Jugendliche

Das Bundesbildungs- und -familienministerium hat mit "Decode Demenz" eine neue Website zum Thema Demenz speziell für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren gelauncht. Das Angebot richtet sich dennoch an alle, die mehr über Demenz erfahren möchten oder selbst im Alltag durch Angehörige davon betroffen sind.
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Neue Daten des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit zum Alkoholkonsum junger Menschen in Deutschland

Der Alkoholkonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Deutschland geht weiter zurück. Dies zeigen die jüngsten Ergebnisse eines Teilbands der Drogenaffinitätsstudie 2025 des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG). Bei den 12 bis 17-Jährigen sank der Anteil derjenigen, die in den vergangenen 30 Tagen Alkohol konsumiert hatten, von 58,4 Prozent im Jahr 2004 auf 32,9 Prozent im Jahr 2025. Auch der wöchentliche Alkoholkonsum erreichte mit 6,8 Prozent einen historischen Tiefstand. Zugleich zeigen die Daten, dass der Einstieg in den Alkoholkonsum heute später erfolgt: Das Durchschnittsalter beim ersten Glas Alkohol stieg seit 2004 von 14,1 auf 15,1 Jahre.
Die Befragungsergebnisse verdeutlichen jedoch auch, dass das Rauschtrinken weiterhin auf einem hohen Stand bleibt. So praktizierten im Jahr 2025 knapp 15 Prozent der Jugendlichen den Konsum größerer Mengen Alkohol innerhalb der vergangenen 30 Tage und damit ähnlich häufig wie vor der Corona-Pandemie. Hierbei zeigen sich geschlechterspezifische Unterschiede. Während bei jungen Frauen ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist, bleibt das Rauschtrinken bei jungen Männern auf hohem Niveau. Vor dem Hintergrund gesundheitlicher Risiken für Heranwachsende unterstreicht das BIÖG daher die Bedeutung frühzeitiger Prävention.
Der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen, Hendrik Streeck, begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Abschaffung des sogenannten begleiteten Trinkens ab 14 Jahren.
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Cybergrooming: Sensibilisierung nimmt zu - Risiken bleiben. Studie der Landesanstalt für Medien NRW

Kinder und Jugendliche sind zunehmend für die Risiken von Cybergrooming sensibilisiert, problematische Kontakte im Netz bleiben jedoch verbreitet. Das zeigt eine aktuelle repräsentative Cybergrooming-Studie der Landesanstalt für Medien NRW, in der 295 Kinder und Jugendliche zwischen acht und 17 Jahren befragt wurden. Demnach berichten 19 Prozent der Befragten von mindestens einer Form von Cybergrooming. Im Vorjahr lag dieser Anteil noch bei 24 Prozent. Die Studie zeigt, dass das Wissen über das Phänomen Cybergrooming steigt: 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen kennen inzwischen den Begriff Cybergrooming, fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Auch im Umgang mit problematischen Kontakten zeigt sich eine größere Handlungssicherheit. 70 Prozent der Betroffenen brachen den Kontakt ab oder blockierten die betreffende Person, 47 Prozent vertrauten sich einer Bezugsperson an. Mehr als die Hälfte der Befragten (51 Prozent) hat zudem bereits mit den Eltern über Cybergrooming gesprochen.

Erfahrungen mit problematischen Inhalten und Kontakten sammeln die jungen Menschen auf verschiedenen digitalen Diensten und über soziale Netzwerke hinaus. In Online-Games berichten die befragten Kinder und Jugendlichen insbesondere von unangenehmen Kontaktaufnahmen durch Unbekannte, während in Chats und Online-Communities unter anderem Beleidigungen und Bloßstellungen eine Rolle spielen. Die Landesanstalt für Medien NRW sieht daher trotz der positiven Entwicklung im Bereich Sensibilisierung weiterhin einen hohen Bedarf an Aufklärung und Prävention.
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BzKJAKTUELL 3/2026 - Zwischen Männlichkeitsbildern und Radikalisierung: Die Manosphere im digitalen Raum

Gut trainiert, bei Frauen erfolgreich und finanziell abgesichert – für viele junge Männer verkörpern solche Bilder ein Ideal von Männlichkeit. In sozialen Netzwerken stoßen sie auf zahlreiche Angebote, die den Weg zu Erfolg, Anerkennung und Selbstoptimierung versprechen. Einige Online-Communities vermitteln jedoch neben traditionellen Geschlechterrollen antifeministische Narrative und radikale Weltbilder – die sogenannte Manosphere. Die Ausgabe 3/2026 der Fachzeitschrift BzKJAKTUELL beleuchtet das Phänomen und gibt Orientierung zum fachlichen Umgang. Die aktuelle Ausgabe widmet sich der Manosphere im digitalen Raum und zeigt auf, wie Männlichkeitsbilder heutzutage in Social Media entstehen, welche Rolle antifeministische Narrative spielen und warum bestimmte Online-Räume Ausgangspunkt für Radikalisierungsprozesse sein können.
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Zahl der Kindeswohlgefährdungen erneut auf Höchststand

Die Jugendämter in Deutschland haben im Jahr 2025 bei rund 79.800 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das sind 10 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr und zugleich der vierte Höchststand in Folge. Dies geht aus einer Meldung des Statistischen Bundesamts hervor. Besonders häufig wurden Vernachlässigung (58%) und psychische Gewalt (38%) festgestellt. 25 Prozent der betroffenen Kinder wiesen hierbei nicht nur Anzeichen für eine, sondern für mehrere Gefährdungsarten auf. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes war mehr als die Hälfte der von einer Kindesgefährdung betroffenen Kinder höchstens acht Jahre alt. In 74 Prozent aller Fälle ging die Gefährdung von hauptsächlich einem Elternteil aus. Auch die Zahl der Verdachtsmeldungen erreichte mit rund 268.300 Fällen einen neuen Höchststand. Der Großteil der entsprechenden Hinweise kam hier von Polizei und Justiz (30 %) sowie aus der Bevölkerung (Verwandte, Bekannte, Nachbarn oder anonyme Hinweisgeber).
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„Bildung auf einen Blick 2026“: Neue OECD- Studie zu Bildungsindikatoren veröffentlicht

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre jährlich erscheinende Studie „Education at a Glance – Bildung auf einen Blick 2026" veröffentlicht. Die deutschen Ergebnisse: Eine Stärke des deutschen Bildungssystems bleibt die berufliche Bildung. Diese bietet im internationalen Vergleich besonders gute Beschäftigungsperspektiven. Bei den Erwachsenen im erwerbstätigen Alter verfügt Deutschland außerdem über eine im internationalen Vergleich insgesamt gut qualifizierte Erwerbsbevölkerung. Bei der nachrückenden Generation zeigt sich zudem ein steigender Anteil junger Erwachsener mit höheren Bildungsabschlüssen im sogenannten Tertiärbereich – also mit einem Hochschulabschluss oder einem höherqualifizierenden beruflichen Abschluss, zum Beispiel einem Meister. In den MINT-Fächern gehört Deutschland bei den Absolventinnen und Absolventen im Tertiärbereich sogar zur Spitze im OECD-Vergleich. Bei der frühen Bildung steigt die Bildungsbeteiligung in Deutschland ebenfalls, das heißt zum Beispiel, immer mehr Kinder besuchen eine Kita.

Zugleich sinkt der Anteil junger Erwachsener mit einer mittleren Qualifikation als höchstem Bildungsabschluss – dazu zählen zum Beispiel das Abitur, die Fachhochschulreife oder ein Abschluss der dualen Ausbildung. Gleichzeitig steigt der Anteil Geringqualifizierter in dieser Altersgruppe. Der Anteil der jungen Erwachsenen, die weder beschäftigt, noch in Bildung oder Ausbildung sind, nimmt ebenfalls geringfügig zu. Lehrkräftemangel, in diesem Jahr Schwerpunktthema der Studie, zeigt sich in Deutschland insbesondere darin, dass auch Lehrkräfte zum Einsatz kommen, die noch nicht alle Qualifikationsanforderungen erfüllen.
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56 Empfehlungen für mehr digitalen Kinder- und Jugendschutz

Wie kann Kinder- und Jugendschutz mit einer digitalen Welt Schritt halten, die sich ständig verändert? Mit dieser Frage hat sich die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ im vergangenen Jahr beschäftigt. Im September hat sie ihren Abschlussbericht vorgelegt. Darin formulieren die Experten und Expertinnen 56 evidenzbasierte Handlungsempfehlungen für einen zeitgemäßen Schutz von Kindern und Jugendlichen im digitalen Raum. In die Empfehlungen sind auch die Perspektiven von Kindern und Jugendlichen, etwa aus dem klicksafe Youth Panel, eingeflossen.
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UNESCO-Weltbildungsbericht: Bildungsgerechtigkeit bleibt zentrale Herausforderung

„Zugang und Chancengerechtigkeit“ ist der Titel des Weltbildungsberichts 2026. Die deutschsprachige Kurzfassung wurde am 22. September gemeinsam vom Auswärtigen Amt, dem Bundesbildungsministerium, vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie der Deutschen UNESCO-Kommission in Berlin vorgestellt und gemeinsam mit der Bildungsministerkonferenz sowie Bildungsfachleuten diskutiert. 
Die UNESCO machte deutlich, dass die Bildungsgerechtigkeit weltweit eine große Herausforderung bleibt. Trotz erheblicher Erfolge in den vergangenen Jahrzehnten gehen weltweit 273 Millionen Kinder und Jugendliche nicht zur Schule. Die Fortschritte haben sich zuletzt sogar verlangsamt. Zugleich zeigt der Bericht, dass langfristige Investitionen, inklusive Bildungspolitik und die gezielte Unterstützung benachteiligter Gruppen den Zugang zu Bildung und den Bildungserfolg insgesamt verbessern können. Chancengerechtigkeit sollte nach Einschätzung der UNESCO daher das Leitprinzip der Bildungspolitik sein.
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