Geförderte Maßnahmen 2026

Genehmigte "Demokratie leben!"-Projekte

Träger: Demokratie Netzwerk Wetterau Ost

Veranstaltungsort: mehrere Orte im Wetteraukreis

Öffentlich: Plakataktion

Inhalt:
Im Wetteraukreis ist in allen Orten ein Rechtsruck zu spüren. Die zurückliegenden Wahlen zeigten uns allen, dass rechtsorientierte Parteien immer mehr Zuspruch erfahren. Viele Bürger fühlen sich von den etablierten Parteien nicht ausreichend vertreten oder haben das Vertrauen in politische Lösungen verloren. Diese Unsicherheit nutzen rechtsorientierte Parteien gezielt aus, indem sie einfache Antworten auf komplexe Probleme versprechen. Man hat das Gefühl, diese Parteien bekommen den Zulauf, ohne dass sie tatsächlich Lösungen bieten können.

Wir wollen mit den Plakaten einen stillen Protest ausdrücken und zugleich wachrütteln. Die Plakate sollen ohne ein Datum gestaltet werden, damit sie flexibel und wiederholt bei verschiedenen Wahlen eingesetzt werden können. Mit nur einem Motiv wollen wir eine einprägsame Botschaft vermitteln, die überall wiedererkannt wird und zum Nachdenken anregt.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Mit der Aktion möchten wir mindestens 30 Prozent der unentschlossenen Wähler in den Orten des Wetteraukreises erreichen und sie motivieren, sich aktiv mit demokratischen Alternativen auseinanderzusetzen. Darüber hinaus sollen Protestwähler oder Nichtwähler wieder für demokratische Parteien gewonnen werden. Bei vielen Veranstaltungen erreicht man oft nur jene, die ohnehin demokratisch denken. Mit den Plakaten hoffen wir, mehr Menschen zum Nachdenken anzuregen und einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie zu leisten.

Träger: Trockendock e.V. Schulsozialarbeit

Veranstaltungsort: Saalburgschule

Termin: August bis Dezember 2026 - nicht öffentlich

Inhalt:
An der Saalburgschule (Grundschule) gibt es grundsätzlich ein hohes Konfliktpotenzial. 

Dazu trägt das sehr große, jedoch sozial schwache Einzugsgebiet bei, in dem sich viele Flüchtlingsheime befinden und somit ein hoher Migrationsanteil vorliegt. Es gibt viele Konflikte zwischen den Kindern durch rassistische Beleidigungen wie Neger, Schokobonbon u. Ä.. Dabei kennen die Kinder oftmals nicht mal die Bedeutung.

Die Schule teilt sich einen Schulhof mit der John-F.-Kennedy-Schule, eine kooperative Gesamtschule mit Förderstufe. Hier gibt es eine starke Hackordnung und viele Konflikte. Die Grundschüler bekommen vieles davon mit und schauen sich sehr viel ab.

Die Sozialarbeit bietet einmal wöchentlich soziales Lernen an, um genau solchen Problematiken Vor- und Nachzuarbeiten

Frau Anne-Kathrin Maack von Individuell Stark ist gelernte Trainerin für Resilienz & Mobbingprävention sowie systemische Coach und Trainerin des Marburger Konzentrationstrainings.

Sie bietet für jede 4. Klasse jeweils einen Projekttag à 6 Stunden an (5 Projekttage; insgesamt 30 Stunden). An diesem Projekttag gibt es Workshops zu Selbstbehauptung, Resilienz und Sozialkompetenz.

Dabei benutzt sie folgende Methoden:

  • Bewegtes und spielerisches Erlernen der Inhalte - "Bewegst du dich, bewegt sich was".
  • Trainieren und Verfestigen durch praktische Anwendung, Erleben und Rollenspiele.
  • Gemeinsames Reflektieren und Erarbeiten von Handlungsstrategien.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Die Kinder sollen Lernen mit Rassismus und Konflikten umgehen zu können. Mit Hilfe klarer Kommunikation sollen sie die erlernten Handlungsstrategien umsetzen, dabei Grenzen setzen, sich behaupten können und richtig Hilfe holen. Dazu ist ein Aufbau Ihres Selbstvertrauens, Mut und ihrer inneren Stärke das Ziel. Sie sollen die eigenen Gefühle und das eigene Handeln verstehen und dabei Empathie für andere aufbauen. Ziel ist es, dass sie bei rassistischen und interkulturellen Konflikten und Beleidigungen sicher Auftreten und damit umgehen können.

Träger: Open Mind e.V.

Veranstaltungsort: Friedberg (Hessen)

Termin: 22.08.2026 - öffentlich 

Inhalt:
Queerfeindlichkeit im ländlichen Raum ist auch 2026 sehr stark verbreitet. Übergriffe auf queere Menschen nehmen weiter zu. Im Wetteraukreis kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Fällen psychischer und physischer Gewalt, was dazu führt, dass sich Menschen nicht trauen ihre Sexualität und ihr Geschlecht frei zu leben. Sich verstecken oder in Großstädte auszuweichen, obwohl auch hier zunehmende Ablehnung durch einzelne politische Gruppierungen stattfindet. Gerade in der östlichen Wetterau, sind die Zahlen der rechtsorientierten Parteien alarmierend. Menschenrechte sind in Gefahr. Ein Netzwerk, in dem sich queere Menschen sicher fühlen, sich austauschen und helfen können, gab es im Landkreis lange nicht, wurde mit dem ersten CSD Wetterau im letzten Jahr jedoch begonnen zu schaffen. Der CSD Wetterau soll mit einer bunten Demonstration durch die Kreisstadt Friedberg starten. Unter dem Motto "bunt, frei, queer-WIR" soll auf Missstände hingewiesen und für ein Miteinander geworben werden. Ziel ist dann der CSD Platz, mit vielen Informationsständen und Anlaufstellen. (Von Pro Familia, über Aidshilfe bis zum LSBT*IQ-Netzwerk Hessen). Auf der Bühne sollen politische Reden und Diskussionen, sowie ein buntes Bühnenprogramm mit queeren Künstler*innen stattfinden. Als Schirmherrschaft konnten Hibba Kauser und Christoph Degen gewonnen werden, die ebenfalls vor Ort sind. Der CSD soll auch eine inklusive Veranstaltung sein, so sind Gebärdensprachdolmetscher*innen im Einsatz, und Wege werden barierrefrei gehalten. Am Vortag des CSD ist zudem aktuell ein Gottesdienst geplant.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Sichtbarkeit, Gleichberechtigung, ein friedliches gesellschaftliches Miteinander, aber auch Ängste nehmen und Aufklärung sind Ziele des CSD Wetterau. Jeder Mensch, ob queer oder nicht queer, ist willkommen um miteinander zu sprechen, sich zu informieren, für Menschenrechte zu demonstrieren und gemeinsam zu diskutieren. Queere Menschen sollen einen sicherem Raum erleben, soziale Kontakte knüpfen können und im besten Fall Stabilität für ihren Alltag erlangen. Szenefremde Menschen, sollen die Möglichkeit haben ihre Bedenken durch die Aktionen vor Ort zu minimieren.

Träger: Trockendock e.V. Schulsozialarbeit

Veranstaltungsort: Berufliche Schulen Bad Nauheim

Termin: erstes Schulhalbjahr 2026/2027 - nicht öffentlich

Inhalt:
Im Rahmen der Tätigkeit als Schulsozialarbeiter/innen erfahren wir immer mehr diskriminierende Aussagen von Schüler/innen in den Pausen und oft auch im Unterricht. Wörter wie Du "Schwuler, Schlampe oder Behinderter" begleiten unsere Arbeit täglich. Leider wissen die meisten Schüler/innen deren Bedeutung nicht. Die gegenseitigen Beschimpfungen fangen schon in den Grundschulen an. Viele der Schüler/innen sind im Anschluss sehr frustriert, traurig oder werden aggressiv. Dann eskaliert der Streit und es werden noch schlimmere Wörter gesagt. Manchmal enden dann diese verbalen Konflikte in körperliche Auseinandersetzungen.

Wir planen einen Kooperationstag des Ernst-Ludwig-Gymnasiums und der Beruflichen Schulen am Gradierwerk mit einer Doppelvorstellung mit Malte Anders Kabarettshow "Homologie". Er soll persönliches Hintergrundwissen über sexuelle Vielfalt, Toleranz, Diskriminierung und Mobbing, sensibel und humorvoll den Schüler*innen näherbringen und im Anschluss stellt er sich anonymer Fragen der Schüler/innen und beantwortet diese ehrlich und auf Augenhöhe.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Aufklärung und Vermittlung von Kenntnissen über Homosexualität und den Umgang in der Phase der sexuellen Orientierung.

  • Ausgrenzung, Diskriminierung und Mobbing vorbeugen und entgegenwirken.
  • Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen.
  • Unterstützung und Stärkung der eigene Identitätsentwicklung.
  • Vermeidung psychischer Probleme, Selbstverletzung und Suizid durch Mobbing.

Träger: AidMusica e.V.

Veranstaltungsort: Burggarten Friedberg

Termin: 20.06.2026 - öffentlich

 

Inhalt:
Rechte Gruppen haben während der Kundgebungen beim CSD Wetterau direkt an den Elvis-Presley-Platz angrenzend Schilder mit queer- und ausländerfeindlichen Parolen hochgehalten. Wir beobachten immer häufiger eine Spaltung in der Gesellschaft und wollen zu Demokratie, Toleranz, Vielfalt aufrufen und ein Zeichen gegen jede Form von Rassismus setzen. Mit unserem Event stehen wir für die Demokratie als ein wertvolles Gut, das in unserem Land weiterhin gelebt werden sollte. Unser Festival ist Teil der Veranstaltungsreihe "Sommer im Burggarten“. und als solches ein geeigneter Rahmen, den wir allen Menschen anbieten wollen, die daran aktiv teilnehmen und teilhaben möchten.

In den auftretenden Bands und Chören aus der Region spielen Profis und Laien ein vielfältiges Programm gegen Rassismus und für Toleranz. Vereine und Interessensgruppen, u. a. Kunst braucht Raum e. V. und IB Südwest können an einem Aktionsprogramm gegen Rassismus und für Toleranz teilnehmen und das Gelände für Infostände und Aktionen nutzen. Bei diesen Aktionen findet jeder etwas, womit er/sie/divers sich identifizieren kann. Das Catering mit Schwerpunkt auf internationalen Speisen kommt von Mollys Postschänke und wie letztes Jahr von Geflüchteten des Friedberger EAZ. 

Folgende Ziele werden angestrebt:
Laut Friedbergs Schutzmann vor Ort, kommen immer mehr andere hinzu, wenn Menschen auf die Straßen gehen und für demokratische Werte einstehen. Die MdBs Pawlik und Heidt setzten sich gemeinsam mit dem Ausländerbeirat für Bildungsmaßnahmen und interkulturelle Veranstaltungen gegen den Rechtsextremismus ein. Wir folgen diesem Aufruf und wollen die Menschen mit unserem Event dazu motivieren, sich mit eigenem Engagement für die Demokratie und gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit zu positionieren.

Träger: Bürgeraktive Bad Vilbel e.V.

Veranstaltungsort: Haus der Begegnung Bad Vilbel

Termin: 09.06.2026 - öffentlich

Inhalt:
Unsere Queerfeindlichkeit ist nicht rückläufig, die Zahlen gingen auch in 2025 nach oben, wie eine Anfrage im Bundestag zu queerfeindlicher Gewalt belegt, Stand 31.12.2025. Zahlen für Bad Vilbel haben wir nicht, aber wir haben die Aussagen und Wahrnehmungen der Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe "Wir sind Queer", die von verbalen Anfeindungen und Hass sprechen. Und noch ein anderer Aspekt: Bürger*innen, die sich tolerant und aufgeschlossen fühlen, die mit Queerness  „kein Problem“ haben, die eher politisch korrekt sind und sich als Freund*innen der queeren Community sehen, denken, jetzt sei doch alles gut, jetzt seien doch alle Menschen gleichberechtigt, alle hätten die gleichen Rechte. Dass dem nicht so ist, möchten wir auch an diesem Abend transportieren.

Informationsabend zu Queerness in Bad Vilbel:

  1. Fachlicher Input durch die Psychologin Sabrina Moll (Vorständin unseres Trägervereins Bürgeraktive Bad Vilbel e.V.) mit zwei Fallbeispielen (Vorstellung von 1. transindente Ansprechpartnerin der Bad Vilbeler SHG "Wir sind Queer"; 2. homosexuelle Person aus Bad Vilbel (angefragt))
  2. dann anschließende Kleingruppenarbeit mit Publikum 
  3. und danach Rückspiegelung der Fragen und Kleingruppenarbeit auf’s Podium mit Vertreter*innen aus Politik (Bürgermeister angefragt), Kirche (Pfarrperson aus der Auferstehungsgemeinde Bad Vilbel zugesagt), Wirtschaft (Gewerbering wird noch angefragt)

Folgende Ziele werden angestrebt:

  1. Aufklärung der Bad Vilbeler Bevölkerung, was Queerness bedeutet.
  2. Sensibilisierung der Bürger*innen alltäglicher Anfeindungen gegen queere Menschen. 
  3. Selbstreflexion der Teilnehmenden der eigenen Haltung gegnüber queeren Menschen.
  4. Erkenntnis der Teilnehmenden, dass von Gleichberechtigung zwischen queeren und nicht queeren Menschen noch immer keine Rede sein kann.
  5. Haltung der Podiums-Vertreter*innen abfragen, wie sie zu Queerness in Bad Vilbel stehen und was sie tun, dass sich queere Menschen in Bad Vilbel sicher und willkommen fühlen.

Träger: Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer

Veranstaltungsort: Haus der Begegnung, Bad Vilbel

Termin: 13.05.2026 - öffentlich

Inhalt:
Rechtsextreme und antisemitische Kräfte erzielen Stimmengewinne bei Wahlen. Auch in Bad Vilbel erhielten bei den Kommunalwahlen am 15. März 2026 zwei Parteien, die vom Verfassungsschutz als "rechtsextremer Verdachtsfall" bzw als "gesichert rechtsextremistisch" beobachtet werden, hohe Zustimmungswerte. Antidemokratische, rassistische, antisemitische und andere menschenverachtende Narrative - wie zum Beispiel die "Holocaust-Leugnung" - werden solonfähig gemacht. Die Lesung am 13. Mai reiht sich in die Reihe der Gedenkveranstaltungen ein, mit denen in Bad Vilbel an die NS-Verbrechen und deren Opfer erinnert wird. Zum Beispiel findet seit Jahren um den Holocaust-Gedenktag (27. Januar) in Kooperation von Stadt und der Lagergemeinschaft Auschwitz eine Veranstaltung in der Stadtbibliothek statt

Der Schriftsteller Peter Weiss (1916 - 1982) reflektiert in "Meine Ortschaft" einen Besuch im vormaligen Konzentrationslager Auschwitz und bezeichnet es als den Ort, "für den ich bestimmt war und dem ich entkam". Als Jude war er per NS-Staatsdoktrin zur Vernichtung bestimmt und konnte nur entkommen, weil er rechtzeitig auswandern konnte. NS-Deutschland hat jüdischen Menschen und andere aus rassistischen Motiven stigmatisierte Gruppen ihr Mensch-Sein abgesprochen und sie entgegen jeglicher völkerrechtlicher Prinzipien enteignet und deportiert. Die derzeit von rechtsextremistischer Seite propagierte "Remigration" von Einwanderern und Flüchtlingen folgt vergleichbaren Prinzipien. Diese Bestrebungen zu benennen, soll beitragen, sich für Demokratie und Wahrung der Menschenrechte einzutreten…

Folgende Ziele werden angestrebt:
Die Lesung dient wie alle Veranstaltungen der Lagergemeinschaft Auschwitz dazu, die Menschheitsverbrechen des Deutschen Reiches (1933 - 1945) vor einer Verharmlosung oder gar dem Vergessen zu bewahren. Mit den Blicken auf die Vergangenheit immer fest verbunden ist der Bezug zur Gegenwart und dem Appell, sich für demokratische Rechte einzusetzen und die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen - unabhängig von Hautfarbe, Nationalität, Geschlecht oder Religion - am gesellschaftlichen Leben anzumahnen.

Träger: Flüchtlingshilfe Bad Vilbel

Veranstaltungsort: Gemeindesaal der Auferstehungsgemeinde Bad Vilbel

Termin: 02.05.2026 - öffentlich

Inhalt:
In der aktuellen Debattenlage wird das Thema Flucht zunehmend einseitig betrachtet. Die Herausforderungen, die einzelne Geflüchtete bewältigen, aber auch die, die die aufnehmende Gesellschaft trägt, finden kaum Beachtung. In Bad Vilbel leben aktuell rund 700 Geflüchtete. Ein Großteil hat zunächst in einer der Flüchtlingsunterkünfte gelebt; einige haben nach Jahren eine eigene Wohnung gefunden, oft außerhalb von Bad Vilbel, fern der neu entstandenen Kontakte und des vertrauten Umfelds. Die Debatten rund um Migration hinterlassen Spuren: In Gesprächen zeigt sich eine wachsende Verunsicherung, die die Teilhabe am gesellschaftlichen Zusammenleben erschwert. Diese Angst steht einer Demokratie, deren Kern auf der Unantastbarkeit der Menschenwürde beruht, deutlich entgegen.

Aeham Ahmad ist ein international renommierter palästinensisch-syrischer Pianist, der im Flüchtlingslager Yarmouk in Damaskus aufgewachsen ist. Er steht mit seiner Biografie und Kunst für ein Gegengewicht zur aktuellen Debatte rund um Remigration. Nach seiner Flucht lebt er seit 2015 in Deutschland; im gleichen Jahr erhielt er den Internationalen Beethovenpreis für Menschenrechte und Frieden. Bei unserer Veranstaltung tritt er gemeinsam mit dem Percussionisten Tobias Schulte auf und verbindet klassische Elemente, Jazz, arabische Melodien und deutsche Volkslieder. Zwischen den Musikstücken gibt es Wortbeiträge von Geflüchteten. Ergänzt wird das Programm durch eine Ausstellung einer rumänischen Künstlerin zum Thema Flucht, die vor und nach dem Konzert Raum für Austausch bieten soll.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Ziel ist es, Menschen aus Bad Vilbel für die Situation von Geflüchteten zu sensibilisieren, sowohl allgemein als auch mit Blick auf die hier lebenden Menschen. Die Veranstaltung soll zeigen, dass Geflüchtete nicht nur Herausforderung, sondern auch Bereicherung sind. Vielleicht entscheidet sich die eine oder der andere der Besucher*innen, aktiv einen Beitrag zu Begegnung und Unterstützung zu leisten.

Träger: Partnerschaft für Demokratie Wetterau in Kooperation mit vhs

Veranstaltungsort: Kreishaus des Wetteraukreises

Termin: 22.04.2026 - öffentlich nach Kursanmeldung 

Inhalt:
Wer kennt das nicht? Da macht der Kollege einen Spruch gegen Geflüchtete, sie seien alle sexistisch?, die Nächste sagt etwas über "die vielen Ausländer in Deutschland" und ein anderer wünscht sich „wieder Ordnung im Land“ und wettert über das "Gender-Gedöns"?

Solche Situationen kennen viele. Am Arbeitsplatz, im Kontakt mit Klient/innen, im öffentlichen Raum, aber auch zuhause am Familientisch oder im Freundeskreis haben menschenverachtende, abwertende und diskriminierende Äußerungen zugenommen. Die einen fragen sich, ob es sich lohnt etwas zu erwidern. Andere sorgen sich um die Konsequenzen, wenn man sich traut, etwas zu entgegnen bzw. nichts entgegnet. Wiederum andere machen sich machen sich Gedanken darüber, ob sie die richtigen Worte finden, oder informiert genug sind, um adäquat zu reagieren. 

Folgende Ziele werden angestrebt:
Im Workshop gibt es Raum für Austausch zu Erfahrungen und wir stellen Ansätze vor, was man gegen Diskriminierung unternehmen kann.

Träger: Förderverein BSG e.V., Bad Nauheim

Veranstaltungsort: Berufliche Schulen Bad Nauheim

Termin: April bis Juli 2026 - nicht öffentlich

Inhalt:
Unsere Berufsschule sieht sich als einen Raum, in dem Lernende nicht nur fachliche Kompetenzen erwerben, sondern auch soziale und ethische Werte entwickeln und vertreten sollen. Angesichts der zunehmenden Diversität unserer Schülerschaft und der Herausforderungen, die mit einer pluralistischen Gesellschaft einhergehen, ist es uns wichtig, ein Bewusstsein für demokratische Werte zu schaffen und diese aktiv im Schulalltag zu leben und vorzuleben. Demokratische Werte wie z.B. gegenseitiger Respekt, Toleranz, Solidarität und Verantwortung prägen nicht nur das Zusammenleben am Lernort Schule, sondern sind auch essenziell für ein harmonisches und produktives Miteinander an der Schule. Dies wiederum sehen wir als Fundament für die fachliche und persönliche Weiterentwicklung unserer Lernenden. Auf unserem Schulcampus befindet sich eine unattraktive Wandfläche zu deren Gestaltung wir uns bereits viele Gedanken gemacht haben. Diese Wandfläche soll nun als "Wertewand" umgestaltet werden. Die Lernenden unserer Schule sammeln (demokratische) Werte, die für sie im Zusammenleben am Lernort Schule von besonderer Bedeutung sind. Unter Einbezug der gesamten Schülerschaft soll eine Umfrage durch den Studierendenrat durchgeführt werden. Diese Werte sollen mit der Unterstützung einer Künstlerin 

Folgende Ziele werden angestrebt:
Das Projekt zielt darauf ab, eine visuelle und interaktive "Wertewand" zu schaffen, die die Bedeutung und Gemeinsamkeit von demokratischen Werten in den Mittelpunkt stellt. Die Lernenden sollen für das Thema sensibilisiert werden. Durch die Beteiligung von möglichst vielen Lernenden soll ein gemeinsames Verständnis und eine Identifikation mit diesen Werten gefördert werden. Die Auseinandersetzung mit den Werten soll zur Reflexion über das eigene Verhalten und das Miteinander in der Schule führen. Durch die aktive Mitgestaltung wird Demokratie beispielhaft für die Lernenden erlebbar.

Träger: Interessengemeinschaft Gedern für Demokratie

Veranstaltungsort: Erlenbachschule Gedern

Termin: Fertigstellung Juni 2026 - nicht öffentlich

Inhalt:
Die Stadt Gedern liegt am Randes des Vogelsberges im ländlichen Raum. Für Kinder und Jugendliche bieten Vereine Kinder- und Jugendgruppen an. Dieses einst positive Umfeld hat in den letzten Jahren tiefe Risse bekommen. Bei den Wahlen in diesem Jahr erzielten rechtsorientierte Parteien z.B. zur KW 2026 (23,58 Prozent Gedern, im Vergleich: Kreis 16,08 Prozent, Land 15,9 Prozent) der Wählerstimmen. Dieser Trend ist seit Jahren steigend. Eine Veränderung im allgemeinen Sprachgebrauch ist zu beobachten. Diese Tendenz zeigt sich regelmäßig durch Graffiti mit verbotenen Rechtsextremen Symbolen besonders an den Schulen. Bei Veranstaltungen gemeinsam mit Schulen, konnten solche Denkweisen festgestellt werden. Als Ziel des Projekts soll jeder Spielplatz und Schulhof mit Tafeln versehen werden, die mit Darstellungen der UN-Kinderrechte bedruckt sind. Hierzu werden die Platten aus Alublech von den Schülern der Beruflichen Schule Oberhessen in Nidda in Form von Ballons hergestellt. Für die Gestaltung der Tafeln werden die Kinder der Abschlussklasse der Erlenbach Grundschule in Gedern Motive in DIN A3 Format herstellen, die dann auf die vorbereiteten Alutafeln gedruckt werden.

Ein herausragender Platz an der Erlenbachschule, wird eine Wandstelle sein, die zuvor von illegalen Symbolen beschmiert wurde.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Die UN-Kinderrechte sind ein greifbarer Teil des allgemeinen Begriffs Demokratie. Kinder und Jugendliche werden direkt angesprochen. Bei der Herstellung der Schilder werden verschiedene Altersgruppen angesprochen. Bei der Erstellung der Tafel setzen sie die Jugendlichen der Beruflichen Schule, bei der Gestaltung der Druckvorlagen, die Kinder der Grundschule, mit der Thematik auseinander. Über die Platzierung an der Schulwand stellt die Botschaft einen direkten Widerspruch zu den illegalen, rechtsextremen Symbolen. Dies wird täglich von vielen Menschen wahrgenommen.

Träger: Demokratie schützen - Bad Nauheim

Veranstaltungsort: TAF, Bad Nauheim

Termin: 10.03.2026 - öffentlich

Inhalt:
Das Bündnis "Demokratie schützen - Bad Nauheim" will in Bad Nauheim die Bevölkerung weiter zum Thema Demokratie sensibilisieren. Auch wenn sich bisher keine extremistischen Parteien in Bad Nauheim zur Wahl stellen, ist durch etliche Aktivitäten zu beobachten, dass der Boden für extremistische Parteien gelegt wird, indem demokratiedelegitimierendes Verhalten salonfähig wird. Dem gilt es sich frühzeitig und entschieden entgegen zu stellen.   Dazu soll am 10.03.2026 in der Alten Feuerwache (Johannisstraße) um 19.30 Uhr von Dr. Gisela Notz ein Vortrag über Dr. Regine Hildebrandt - "Mutter Courage des Ostens", die sich während des Umbruchs der DDR und auch später in der SPD, mit ihrer teils sehr unkonventionellen Art, für die Werte der Demokratie und gegen Rechtsextremismus einsetzte. Sie ordnet in ihrem Vortrag das Leben und politische Wirken der Demokratin kenntnisreich ein. Außerdem soll auch das Demokratiekartenspiel genutzt werden, mit dem spielerisch der Themenkomplex "Demokratie" erschlossen werden kann. Es dient so als "Eisbrecher" in Gesprächen über die "Demokratie". Außerdem wird eine Action-Bound Tour zum Thema "Demokratie" durch Bad Nauheim beworben.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Über den Vortrag will das Bündnis mit Menschen ins Gespräch kommen und für demokratisches Verhalten werben. Ebenso sollen die Teilnehmenden motiviert werden ihre Stimme bei der am 15.03. anstehenden Kommunalwahl nicht nur abzugeben, sondern dabei auch ihre Stimme einer politischen Partei die sich nachweislich und nachhaltig für die Aufrechterhaltung der Demokratie einsetzt.

Träger: Jugendrat der Stadt Friedberg (Hessen)

Veranstaltungsort: Stadthalle Friedberg

Termin: 09.03.2026 - Schulteil nicht öffentlich, Präsentation öffentlich

Inhalt:
Wir sehen die aktuellen Entwicklungen demokratischer Strukturen und die Änderung des Miteinanders in unserer Stadt, im Wetteraukreis, in Hessen, in Deutschland, Europa und weltweit mit großer Sorge. In den bisherigen Treffen mit anderen hauptamtlichen Beigeordneten haben wir uns dazu ausgetauscht und festgestellt, dass die Wertevermittlung unserer demokratischen Kultur von entscheidender Bedeutung ist. Gleichzeitig merkten vor allem kleinere Städte und Kommunen an, dass sie Probleme bei den finanziellen Ressourcen aber vor allem bei der Personalkapazität zur Erarbeitung eines Konzeptes haben. Die Projektidee, die von Christine Diegel als Privatperson entstanden ist und vom Jugendrat Friedberg als Veranstalter des Demokratietages übernommen wurde, greift diese Problemstellung auf. Der Demokratietag lädt Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen ein, Demokratie hautnah zu erleben - und zwar dort, wo sie leben: in ihrer Stadt Friedberg. In zielgruppenspezifischen Workshops mit individueller Workshopgestaltung und Materialien werden die Themen Wahlen, Kinderrechte usw. erklärt, erarbeitet und in einem stadtspezifischen Workshop konkrete Ideen für die Neugestaltung des zentralen Erholungsorts Seewiese (Kinderspielplatz, Raum für Jugendliche usw.) entwickelt. Die Jugendlichen erleben zusätzlich eine Podiumsdiskussion sowie einen satirischen Blick auf die Demokratie.

Zur Abschlussveranstaltung am Abend wird die interessierte Öffentlichkeit eingeladen, die Ergebnisse präsentiert und offiziell an den Jugendrat zur weiteren Beratung übergeben.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Ziel ist es, Demokratie erlebbar, verständlich und sichtbar zu machen. Die Teilnehmenden erfahren, dass ihre Stimme zählt, ihre Ideen wichtig sind und dass sie gemeinsam etwas bewegen können. Der Tag endet mit einer öffentlichen Abschlussveranstaltung, bei der die Ergebnisse vorgestellt werden - ein sichtbares Signal für Kinderrechte, Mitbestimmung und eine demokratische Stadt. Das jugendliche Medienteam wird den Tag dokumentieren. Der Jugendrat hat die Absicht diesen Tag regelmäßig stattfinden zu lassen. Diese Veranstaltung soll als Musterveranstaltung für alle interessierten Kommunen dienen.

Träger: Regionale Dienstleistungen Wetterau e.V. Schulsozialarbeit

Veranstaltungsort: Brüder-Grimm-Schule Friedberg-Dorheim

Termin: 04.03.2026 - nicht öffentlich

Inhalt:
Die Brüder-Grimm-Schule in Friedberg/Dorheim ist eine Grundschule mit Sprachheilabteilung (Förderstufe). Aufgrunddessen ist die Inklusion ein zentraler Bestandteil des Schulalltags. Es zeigt sich ein wachsender Bedarf an präventiver Arbeit im sozialen und emotionalen Bereich. Die heterogene Schülerschaft bringt unterschiedliche Lernvoraussetzungen, Sprachstände und familiäre Hintergründe mit. Im aktuellen Schulalltag treten vermehrt Konflikte, Ausgrenzung und Unsicherheiten im Miteinander auf, besonders in zunehmend älteren Klassenstufen. Lehrkräfte begegnen diesen Herausforderungen mit pädagogischen Maßnahmen, stoßen jedoch zeitlich an Grenzen. Um dieser Problemlage zu begegnen, sollen die Kinder der 3. u. 4. Klasse an dem Theater teilnehmen. Das Theaterstück GALAKTO-logisch! ist ein 1,5-stündiges Programm. Es beschäftigt sich mit Themen wie Diskriminierung, Ausgrenzung sowie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt. Mithilfe des Hauptdarstellers, ein Außerirdischer namens 'Galakto', sollen die Kinder Expert/innen ihres eigenen Alltags werden. Im interaktiven Zusammenspiel lernen sie über ihre eigenen Werte, Ziele, Vorurteile und ihre eigene Welt. Ebenso geht es um die Aufarbeitung von klassischen/traditionellen Rollenklischees und die Erhaltung eines unvoreingenommenen Blickes auf die Welt. Es soll Kinder niedrigschwellig erreichen, Empathie fördern, Konfliktfähigkeit stärken und das Klassenklima nachhaltig verbessern.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Ziel ist es vor allen Dingen, die Kinder mehr für den Umgang mit einer diversen Gesellschaft zu sensibilisieren. Außerdem soll das Theater Ausgrenzung, Diskriminierung sowie Mobbing vorbeugen und entgegenwirken. Die Kinder sollen lernen, ihre eigenen Grundrechte und Werte zu formulieren und die Rechte anderer zu respektieren. Des Weiteren soll Toleranz, Respekt und Verständnis gegenüber kultureller und geschlechtlicher Vielfalt aufgebaut und gestärkt werden. Während des Theaters soll die Auseinandersetzung mit eigenen Vorurteilen sowie die Stärkung der eigenen Identitätsentwicklung erfolgen.

Träger: Demokratie Netzwerk Wetterau Ost

Veranstaltungsort: mehrere Orte im Wetteraukreis

Öffentlich: Plakataktion

Inhalt:
Im Wetteraukreis ist in allen Orten ein Rechtsruck zu spüren. Die zurückliegenden Wahlen zeigten uns allen, dass rechtsorientierte Parteien immer mehr Zuspruch erfahren. Viele Bürger fühlen sich von den etablierten Parteien nicht ausreichend vertreten oder haben das Vertrauen in politische Lösungen verloren. Diese Unsicherheit nutzen rechtsorientierte Parteien gezielt aus, indem sie einfache Antworten auf komplexe Probleme versprechen. Man hat das Gefühl, diese Parteien bekommen den Zulauf, ohne dass sie tatsächlich Lösungen bieten können.

Wir wollen mit den Plakaten einen stillen Protest ausdrücken und zugleich wachrütteln. Die Plakate sollen ohne ein Datum gestaltet werden, damit sie flexibel und wiederholt bei verschiedenen Wahlen eingesetzt werden können. Mit nur einem Motiv wollen wir eine einprägsame Botschaft vermitteln, die überall wiedererkannt wird und zum Nachdenken anregt.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Mit der Aktion möchten wir mindestens 30 Prozent der unentschlossenen Wähler in den Orten des Wetteraukreises erreichen und sie motivieren, sich aktiv mit demokratischen Alternativen auseinanderzusetzen. Darüber hinaus sollen Protestwähler oder Nichtwähler wieder für demokratische Parteien gewonnen werden. Bei vielen Veranstaltungen erreicht man oft nur jene, die ohnehin demokratisch denken. Mit den Plakaten hoffen wir, mehr Menschen zum Nachdenken anzuregen und einen nachhaltigen Beitrag zur Stärkung der Demokratie zu leisten.

Träger: Omas gegen Rechts, Regionalgruppe Friedberg-Bad Nauheim

Veranstaltungsort: Theater Altes Hallenbad, Friedberg

Termin: 27.02.2026 - öffentlich

Inhalt: 
Auch im Wetteraukreis nehmen die Aktivitäten rechtsextremistischer Gruppen weiterhin zu. Mit großer Besorgnis sehen viele Menschen diese Entwicklung. Vor den Kommunalwahlen in Hessen im März 2026 besteht allgemeine Ratlosigkeit, wie den aufkeimenden rechtsextremistischen Tendenzen entgegengewirkt werden kann. Bei dem Anliegen, eine partei- und generationsübergreifende Stärkung der gesellschaftlichen Mitte zu erreichen, können ältere Frauen für geeignete Initiativen zu einem breiten Dialog einladen. Im Wetteraukreis hat sich zu Beginn des Jahres 2025 die neue Regionalgruppe der OMAS GEGEN RECHTS, Friedberg-Bad Nauheim gegründet. Die ursprünglich aus Bad Nauheim stammende Referentin Nicola Schäfer ist zu einem Vortrag und einem Austausch ist eingeladen. Nicola Schäfer schrieb ihre Masterarbeit in Schweden mit dem Titel "Zeitalter des Aktivismus im Angesicht des Faschismus - Mobilisierung der Großmutterschaft durch die Bewegungsidentität von OMAS GEGEN RECHTS". Hier untersuchte sie, wie ältere Frauen weltweit aktiv wurden und eine politische Kraft entwickeln konnten. 

Folgende Ziele werden angestrebt: 

  1. Zusammenhalt stärken in der Zivilgesellschaft, um den allgemeinen Rechtsruck zu minimieren
  2. Die Bewegung der Omas-gegen-Rechts bekannt machen als Beispiel für ein neues Rollenbild von Großmüttern, die sich nicht zurückziehen, sondern sich mit Lebenserfahrung, Mut und Humor für Gleichberechtigung und Demokratie einsetzen
  3. Die Überwindung von Ängsten unterstützen, um sich zu trauen, auch öffentlich Haltung zu zeigen.
  4. Neue Formen aufzeigen, wie Solidarität mit allen Mitmenschen gefördert werden kann.
  5. Die Scheu abbauen, auch generationsübergreifende Aktivitäten zu initiieren.

Träger: Teachers For Future Germany e.V. - Ortsgruppe Wetteraukreis/Hochtaunuskreis

Veranstaltungsort: Stadthalle Friedberg

Termin: 26.02.2026 Vortrag - öffentlich 

Inhalt:
Der fortschreitende Klimawandel bringt die Erde gefährlich nahe an ökologische Kipppunkte, deren Überschreiten irreversible Folgen für Klima, Biodiversität und Lebensgrundlagen hätte. Parallel dazu lassen sich gesellschaftliche Kipppunkte beobachten: Verunsicherung, Zukunftsängste und wahrgenommene politische Handlungsunfähigkeit begünstigen die Anfälligkeit – insbesondere junger Menschen – für Desinformation, Klimamythen und extremistische sowie verschwörungsideologische Narrative. Soziale Medien wirken dabei als Verstärker. Vor diesem Hintergrund gewinnt eine sachliche, wissenschaftsbasierte Einordnung besondere Bedeutung. Wie die Berichterstattungen der regionalen Presse und das Feedback in den Leserbriefen aufzeigt, ist erheblicher Aufklärungsbedarf zu attestieren. Der Vortragsabend mit Harald Lesch und Cecilia Scorza-Lesch nimmt Klimamythen und Fehlinformationen in sozialen Medien kritisch in den Blick, entlarvt Argumente von Klimawandelleugnern und klärt auf Basis des aktuellen Forschungsstands auf im Bereich der Naturwissenschaften und der Gesellschaftswissenschaften. Exemplarisch wird deshalb von den Vortragenden auf die "natürlichen und sozialen Kipppunkte" fokussiert, die aber um eine Handlungsperspektive erweitert werden: "Von natürlichen zu sozialen Kipppunkten - warum wir jetzt handeln müssen." Durch Wissen, Dialog, regionale Bezüge und konkrete Handlungsoptionen können Mut, Selbstwirksamkeit und Perspektiven für eine ökologische und sozial gerechte Transformation entstehen.

Folgende Ziele werden angestrebt: 

Mit dem Vortragsabend wollen wir unserer Satzung als T4F gemäß die Volksbildung insbesondere im Bereich des Klimaschutzes, der Klimagerechtigkeit und der nachhaltigen Entwicklung fördern und dabei parteienübergreifend und frei von Partikularinteressen zu diskutieren. Im Vorfeld der Kommunalwahlen soll die Veranstaltung zur politischen Urteilsbildung beitragen, den kritisch-konstruktiven Austausch sowie die regionale Vernetzung ermöglichen. Durch das Aufzeigen von Handlungsoptionen können den Teilnehmern Mut zur Aktion und in der Folge Selbstwirksamkeit und neue Perspektiven ermöglicht werden.

Träger: Kreisausländerbeauftragter Wetteraukreis

Veranstaltungsort: Theater Altes Hallenbad Friedberg

Termin: 19.02.2026 - öffentlich

Inhalt:
Seit dem rassistisch motivierten Anschlag von Hanau am 19.02.2020 gedenken wir der neun Todesopfer mit Migrationshintergrund. Die Tat hat tiefe Spuren in unserer lokalen Community hinterlassen und zeigt akute Anfälligkeiten für Diskriminierung und Hass. Um Zivilcourage, Erinnerungskultur und Verständigung zu stärken, organisieren wir regelmäßig Mahnwachen und Gedenkveranstaltungen, die Menschen unterschiedlicher Herkunft zusammenbringen und ein deutliches Zeichen gegen Rassismus setzen. Ziel ist, das Bewusstsein dauerhaft wachzuhalten und Betroffenen Sichtbarkeit zu geben.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Um 18:30 Uhr zeigen wir im Theater Altes Hallenbad Friedberg den Film „Das Deutsche Volk“ und moderieren danach ein offenes Publikumsgespräch. Die Veranstaltung richtet sich an alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig von Herkunft, und zielt darauf ab, Transparenz zu schaffen, dialogische Räume zu öffnen und das Erinnern als gemeinschaftliche Verantwortung zu stärken.

Träger: Internationaler Club Bad Nauheim e.V.

Veranstaltungsort: Wilhelmskirche Bad Nauheim

Termin:  08.02.2026 - öffentlich

Inhalt:
Der Internationale Club Bad Nauheim verfolgt das Ziel, Menschen verschiedener Nationen, Kulturen und Religionen miteinander ins Gespräch zu bringen. Diskriminierung und Benachteiligung von Menschen unserer Migrationsgesellschaft sollen aufgespürt und abgewendet werden. Antisemitismus in diesem Zusammenhang zu sehen, ist uns ein wichtiges Anliegen. Der Umgang mit der deutschen Geschichte des Holocaust, der Umgang mit Rechtsextremismus ist ebenso von Bedeutung. Bad Nauheims Jüdische Gemeinde ist von Anfeindungen betroffen und verunsichert durch die gegenwärtige Konfliktlage zwischen Israelis und Palästinensern. Im Herbst 2024 veröffentlichte Dervis Hizarci sein erstes Buch "Zwischen Hass und Haltung"- Was wir als Migrationsgesellschaft lernen müssen. Er ist Vorstandsvorsitzender der Kreuzberger Initiative Antisemitismus - KIgA e.V. Der studierte Lehrer für Politik und Geschichte ist gefragter Experte in den Bereichen Antisemitismus, antimuslimischer Rassismus und vergleichende Religionswissenschaften. Wir wollen Herrn Hizarci einem internationalen Publikum am 8.2.26 in der Wilhelmskirche Bad Nauheim präsentieren und nach der Lesung eine moderierte Diskussion führen. Dazu haben wir Klaus Pradella, ehemaliger Moderator beim Hessischen Rundfunk, engagiert.

Folgende Ziele werden angestrebt: 

Es geht uns um die Sensibilisierung im Umgang mit Antisemitismus in unserer Migrationsgesellschaft. Antisemitismus ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, ebenso wie Anti-Islamismus. Ratlosigkeit und Verunsicherung bestehen auf Seiten der religiösen Gemeinden in Bad Nauheim im Umgang mit der polarisierten Situation. Zu unserer Lesung werden Vertreter der Islamischen Gemeinde, der Jüdischen Gemeinde und der beiden christlichen Religionsgemeinschaften eingeladen sein. Wir hoffen, dass sie im Gespräch miteinander über das Thema bleiben. Nur im Dialog kann Veränderung stattfinden.

Träger: Wetterau im Wandel

Veranstaltungsort: Lumos Kino Nidda

Termin: 05.02.2026 - öffentlich

Inhalt:
Im März 2026 finden im Wetteraukreis die Kommunalwahlen statt. Entscheidungen auf Kreisebene betreffen zentrale Zukunftsfragen wie nachhaltige Entwicklung, Bodennutzung, Grundwasserschutz, Infrastruktur und ÖPNV. Öffentliche politische Diskurse finden jedoch überwiegend im westlichen Teil des Kreises statt, während der Ostkreis politisch weniger sichtbar ist. Es besteht ein Bedarf an öffentlichen, dialogischen Formaten, die politische Themen sichtbar machen, demokratische Meinungsbildung fördern und Beteiligung vor Ort ermöglichen. Das Bündnis „Wetterau im Wandel“, plant eine öffentliche Podiumsdiskussion im Vorfeld der Kreistagswahl 2026. Inhaltlicher Schwerpunkt sind Nachhaltigkeits- und Zukunftsfragen auf Kreisebene. Die Veranstaltung findet bewusst im Ostkreis der Wetterau statt und wird durch eine erfahrene Moderation begleitet (Dr. Wolfgang Kessler). Neben vorbereiteten Leitfragen gibt es Raum für Publikumsfragen. Eine begleitende Öffentlichkeitsarbeit im Vor- und Nachgang sichert die öffentliche Sichtbarkeit der Diskussion.

Folgende Ziele werden angestrebt:
Ziel des Projekts ist es, politische Akteur:innen mit zentralen Nachhaltigkeitsfragen auf Kreisebene zu konfrontieren und ihre Positionen transparent darzustellen. Demokratische Meinungsbildung und politische Teilhabe sollen insbesondere im Ostkreis der Wetterau gestärkt werden. Bürger:innen erhalten die Möglichkeit, sich aktiv an Diskussionen zu beteiligen und demokratische Aushandlungsprozesse konkret zu erleben. Durch die Nachberichterstattung werden die Inhalte der Veranstaltung über den Kreis der Teilnehmenden hinaus wirksam.

Ansprechpartner/innen

Name Telefon Raum
Cornelia Wenk 06031 83-3012 330 E-Mail
Klaus Schumacher 06031 83-3016 330 E-Mail