Psychische Gesundheit nach den Lockdowns - Perspektive in der Selbsthilfe

Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch und Anette Obleser stellen die 43. Ausgabe der Selbsthilfezeitung für die Wetterau vor.

Erste Kreisbeigeordnete Stephanie Becker-Bösch und Anette Obleser stellen die 43. Ausgabe der Selbsthilfezeitung für die Wetterau vor.

Die Corona-Pandemie hat weitreichende Auswirkungen auf unser gesamtes Leben. Auch die Selbsthilfelandschaft im Wetteraukreis hat unter den  Lockdowns gelitten und war von Einschränkungen und neuen Regeln betroffen. Das sind Themen, die die 43. Ausgabe der Selbsthilfezeitung  für die Wetterau aufgreift, die Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch jetzt vorgestellt hat.

„Es ist gut, dass sich die neue Ausgabe der Selbsthilfezeitung denen widmet, die unter psychischen Belastungen und Einsamkeitserlebnissen durch die Pandemie leiden“ so Becker-Bösch. „Die Einschränkungen, die wir alle durch die Corona- Pandemie erleben mussten, stellen gerade für Menschen mit psychischen Vorerkrankungen oft eine zusätzliche seelische Belastung dar. Gleichzeitig sind Möglichkeiten zur Bewältigung momentan auch nicht ohne weiteres umsetzbar.“

In eigenen Texten werden die Auswirkungen der Pandemie oder auch das Leben mit Corona-Spätfolgen beschrieben.

Aber auch wenn es Corona-Einschränkungen gab und viele Selbsthilfetreffen ausfallen mussten, mit Kreativität und virtuellen Alternativen haben viele Gruppen dennoch Wege gefunden, Zusammenkünfte zu ermöglichen. Das neue Heft beinhaltet auch eine Anleitung zu digitalen Begegnungen für die, die sich noch nicht an Selbsthilfegruppen und virtuelle Treffen herangewagt haben. Es gibt wegweisende Buchtipps, aber auch Hinweise auf weiterführende Literatur im Internet.

Auch in Zeiten der Pandemie wandelt sich die Selbsthilfelandschaft. Immerhin sind neue Selbsthilfegruppen entstanden: ein Alleinerziehenden-Treffen in Bad Nauheim, eine Selbsthilfegruppe Tinnitus in Bad Vilbel, der Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe in Ortenberg ist wieder aktiv, eine Selbsthilfegruppe für pflegende Angehörige hat sich in Bad Vilbel gegründet, ebenso eine Selbsthilfegruppe zum Thema psychische Belastungen und eine Ortsgruppe der anonymen Alkoholiker in Friedberg. Anette Obleser, von der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises, regt zudem die Gründung einer Selbsthilfegruppe Long COVID bzw. Post COVID an.

Schließlich gibt es noch eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen zur Gestaltung von Gruppentreffen, zur Kommunikation in Selbsthilfegruppen oder zur Stressbewältigung. „Alles in allem konnte wieder einmal eine gelungene Selbsthilfezeitung mit vielen wichtigen Informationen und Tipps vorgelegt werden“, lobt Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch die Arbeit der Selbsthilfekontaktstelle Bürgeraktive Bad Vilbel und der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises.

Die Selbsthilfezeitung ist bei den Stadt- und Gemeindeverwaltungen, bei den Filialen der Sparkasse Oberhessen, bei den einschlägigen Beratungsstellen, Kliniken, Krankenhäusern, Arztpraxen, psychologischen Praxen, krankengymnastischen und ergotherapeutischen Praxen, Apotheken, Büchereien, Selbsthilfegruppen und Gesprächskreisen, bei Krankenkassen, Geschäftsstellen der Selbsthilfe-Kontaktstelle des Wetteraukreises, bei der Selbsthilfekontaktstelle Bürgeraktive Bad Vilbel und natürlich im Friedberger Kreishaus erhältlich. Ebenso ist sie im Internet abzurufen unter: selbsthilfe.wetterau.de. Hier gibt es auch zusätzliche Tipps und Hinweise zu Selbsthilfegruppen im Wetteraukreis.

Veröffentlicht am: 14. Dezember 2021