Handlungsempfehlungen gegen Alltagsrassismus

Sechste Wetterauer Vielfaltskonferenz rückt solidarisches Handeln für gesellschaftlich benachteiligte Menschen in den Fokus / Vortrag und Workshop

Eine Gruppe von Menschen steht in einem großen Saal. Zwei der Personen halten Plakate mit einem Schriftzug in den Händen.

Kreisbeigeordnete Marion Götz (Mitte) begrüßt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der sechsten Vielfaltskonferenz des Wetteraukreises. Der Schwerpunkt der Tagung dreht sich dieses Mal um Rassismus im Alltag und Handlungsoptionen dagegen.

Diskriminierung und Rassismus im Alltag treten auch in unserer Gesellschaft täglich in Erscheinung. Wie man ihnen begegnet, welche Handlungsoptionen es gibt und wie man betroffene Gruppen aus der privilegierten Position der Nicht-Betroffenen unterstützen kann, war das Schwerpunktthema der jüngsten Vielfaltskonferenz des Wetteraukreises im Friedberger Kreishaus.

Zum sechsten Mal seit 2019 lud der Kreis seine Vielfalts-Botschafterinnen und -Botschafter zur Konferenz. Die Veranstaltung dient dem Informationsaustausch und der Stärkung des Netzwerks für Vielfalt im Wetteraukreis. „Unser Kreis steht für Vielfalt, Respekt und Zusammenhalt. Auf diese Werte sind wir stolz. Sie erhalten sich allerdings nicht von selbst“, betonte Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Marion Götz zur Begrüßung. „Der Erfolg basiert zu einem guten Teil auch auf Ihnen und Ihrem wichtigen Engagement, in dem Sie diese Werte in den Alltag, den Beruf und in das Ehrenamt tragen“, würdigte Götz den Einsatz der Anwesenden. Sie dankte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der gut besuchten Veranstaltung im Namen des Wetteraukreises für ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Anschließend folgte eine kurze Vorstellung der Integreat-App durch Tavier Fairburn, Koordinatorin des WIR-Vielfaltszentrums des Kreises. Bei der App handelt es sich um einen digitalen Wegweiser für das Leben im Wetteraukreis. Sie gibt leicht verständliche Antworten und Informationen zu Themen aus den Bereichen Arbeit, Schule, Gesundheit, Behörden, Veranstaltungen und vielem mehr. 

Themenschwerpunkte der Konferenz waren Diskriminierung und Rassismus im Alltag und wie man dem begegnet. Beides wurde mit einem Vortrag samt Workshop vertieft. Die Antirassismus-Trainerin und Dozentin Sabrina Rahimi aus Hannover stellte das Konzept Allyship vor. Rahimi ist Sozialarbeiterin, Antirassismus-Trainerin und Dozentin an der Hochschule Hannover, wo sie zu Themen wie Geschichte und Erscheinungsformen des antimuslimischen Rassismus sowie Handlungsstrategien gegen Rassismus aus der Perspektive der kritischen Sozialen Arbeit lehrt.

Die Referentin stellte rassistische Erscheinungsformen im Alltag und mögliche Verhaltensweisen in den Fokus. Im Zentrum steht dabei das sogenannte Allyship. Dies bedeutet, dass nicht von Diskriminierung Betroffene durch ihr Verhalten Betroffene unterstützen. Der Vortrag mündete in einen Workshop, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Kleingruppen an Praxisbeispielen typische Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten besprachen.

Zum Abschluss der Veranstaltung nutzten die Teilnehmenden bei einem Imbiss rege die Gelegenheit zum Austausch und zum Netzwerken. 

Weitere Informationen 

Wer sich weitergehend über das Regional-Label „Vielfalt Wetterau!…“ informieren möchte und wissen will, wie man Vielfaltsbotschafter oder -botschafterin werden kann, der findet ausführliche Informationen auf der Internetseite des Wetteraukreises unter dem Suchbegriff „Regional-Label“.

Veröffentlicht am: 19. Oktober 2026