Kreative Ideen für die Wetterau: Landkreis zeichnet Studierende aus
Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler würdigt hochwertige Entwürfe und Zusammenarbeit der THM mit dem Kreis

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler (links), zeichnet im Beisein von Prof. Dr. Achim Vogelsberg (2. von links), Prof. Norbert Hanenberg (rechts) sowie Christian Sperling (2. von rechts) und Anne Kemink (beide Wetteraukreis) das erfolgreiche Studierendenteam (von links) Janik Gärtner, Noris Neuland, Luca Kromer und Malte Neddermeyer aus.
Wie kann sich der Wetteraukreis bei der Landesgartenschau 2027 architektonisch präsentieren? Mit dieser Frage haben sich sieben Teams aus Studierenden der Masterstudiengänge Architektur und Bauingenieurwesen der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) intensiv auseinandergesetzt. Das bevorstehende Ereignis bot ihnen einen realistischen Schauplatz, um unterschiedliche Konzepte für den „Pavillon der Region“ zu entwickeln. Für den besten Entwurf wurden Noris Neuland, Luca Kromer, Malte Neddermeyer nun ausgezeichnet.
„Sie haben sich der anspruchsvollen Aufgabe gestellt, dem Wetteraukreis ein architektonisches Gesicht während der Landesgartenschau 2027 zu geben und gezeigt, wie vielfältig und kreativ die Auseinandersetzung mit einer solchen Bauaufgabe für eine so wichtige Veranstaltung sein kann. Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Prämierung“, würdigte die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler die eingereichten Arbeiten. Der Entwurf verbinde gestalterische Ideen mit praktischen Anforderungen des Wetteraukreises während der sechstmonatigen Landesgartenschau von April bis Oktober 2027. Das gesamte Projekt zeige eindrücklich, welches Potenzial in der Zusammenarbeit von Verwaltung und jungen, gut ausgebildeten Fachleuten stecke.
Die Aufgabenstellung bot den Studierenden die Gelegenheit, ihre fachlichen Kenntnisse für den Wetteraukreis unter Berücksichtigung der regionalen und thematischen Besonderheiten der Landesgartenschau anzuwenden. Gefragt waren nicht allein architektonische Gestaltungsideen, sondern ganzheitliche Konzepte, die Funktionalität, Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit miteinander verbinden. So sollten die Teams unter anderem möglichst natürliche und regional verfügbare Materialien in ihre Überlegungen einbeziehen und den Materialeinsatz im Blick behalten. Insgesamt wurden sieben Entwürfe durch Studierende eingereicht.
Damit standen Themen im Mittelpunkt, die für das integrale Planen und Bauen der Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Diese Aufgabe haben die Preisträger Noris Neuland, Luca Kromer und Malte Neddermeyer gekonnt umgesetzt, begleitet von Janik Gärtner und Tobias Weigelt, die das Team zu statischen Fragen berieten. Entstanden ist ein Holzpavillon, der sich zu allen Seiten öffnen lässt und auf diese Weise das Herstellen verschiedener Raumsituationen ermöglicht.
Vielfältiges Projekt mit nachhaltigem Mehrwert
Neben gestalterischen Fähigkeiten, konstruktivem Denken und praktischer Umsetzbarkeit war auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt: „Durch die Kooperation mit dem Wetteraukreis konnten die Studierenden eine Aufgabenstellung bearbeiten, die konkrete Anforderungen aus der regionalen Praxis mit wissenschaftlicher und gestalterischer Arbeit verbindet. Wir freuen uns auf weitere gemeinsame Projekte mit dem Wetteraukreis“, sagte Prof. Norbert Hanenberg, Prodekan des Fachbereichs Bauwesen, der das Projekt gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Achim Vogelsberg vom Fachgebiet Holzbau und Tragwerksentwurf begleitet hat. Unterstützt wurden sie von den Projektverantwortlichen des Kreises, Christian Sperling und Anne Kemink sowie Prof. Dirk Metzger, THM-Vizepräsident für strategische Bauplanung und Nachhaltigkeit.
Auch wenn der entwickelte Entwurf aus Kostengründen nicht als „Pavillon der Region“ umgesetzt wird, ist das Projekt ein Erfolg in sich: Die Studierenden konnten ihre Kenntnisse unter realitätsnahen Bedingungen vertiefen, unterschiedliche Lösungsansätze erproben und sich mit den Anforderungen an ressourcenschonendes Bauen auseinandersetzen. Zugleich hat der Wettbewerb vielfältige architektonische Ideen und neue Perspektiven für die Gestaltung regionaler Präsentationsräume hervorgebracht.