Mit neuer Fassade zu altem Glanz in Bad Nauheim
Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler würdigt denkmalschutzrechtliche Fassadensanierung bei Gebäude mit Zuschussbescheid über 5.000 Euro

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler übergibt den Zuschussbescheid des Wetteraukreises zur Fassadensanierung im Beisein von Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß (rechts) an Christian (2. von links) und Carsten Purschke.
Wie man mit einer Sanierung wieder zu den baugeschichtlichen Wurzeln zurückkehrt, zeigen die Eigentümer des Gebäudes in der Bad Nauheimer Franz-Groedel-Straße 3. Dieses denkmalschutzgerechte Wiederherstellen historischer Bausubstanz würdigt der Wetteraukreis mit einem Zuschuss in Höhe von 5.000 Euro.
Dass sich im Laufe der Nutzungszeit eines Gebäudes Geschmack und Bedürfnisse seiner Besitzerinnen und Besitzer auch einmal ändern können, ist keineswegs ungewöhnlich. Sowohl aus praktischen als auch aus ästhetischen Gründen kann es zu Umgestaltungen kommen. Dass derartige, meist nicht fachgerechte Umgestaltungen aus der Vergangenheit bei Denkmalschutzbehörden keine Begeisterungsstürme auslösen, ist ebenso klar. Umso erfreulicher ist es, wenn Hauseigentümer im Verlauf der Zeit geschehene „Bausünden“ wieder rückgängig machen. Dies nahm die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler zum Anlass, den Bescheid persönlich vor Ort in der Bad Nauheimer Franz-Groedel-Straße 3 zu übergeben.
In den 1970er Jahren wurde das Gebäude, das heute Familie Purschke gehört, umgebaut, zum Teil entfernte man die Verzierungen und veränderte damit sein historisches Erscheinungsbild erheblich. Eine Fassadensanierung gibt nun die Möglichkeit, einige dieser Umgestaltungen zu korrigieren und das Haus wieder seinem ursprünglichen Aussehen anzunähern. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Fenster, die die Wirkung einer Fassade zu einem großen Teil mitbestimmen. „Ich freue mich, dass Familie Purschke mit der denkmalschutzgerechten Sanierung ihres Gebäudes einen Beitrag zum sichtbaren Erhalt unseres historischen Stadtbildes leistet. War doch das ausgehende 19. Jahrhundert mit seinem blühenden Bäderbetrieb eine bedeutsame und prägende Epoche für die Kurstadt Bad Nauheim und damit auch die Wetterau. Da besonders die Größe und Anzahl der auszutauschenden Fenster eine nicht unerhebliche finanzielle Herausforderung darstellt, möchte der Wetteraukreis dieses Engagement mit einer finanziellen Zuwendung würdigen“, betont Erste Kreisbeigeordnete und Baudezernentin Birgit Weckler bei der Übergabe des entsprechenden Bescheids an Carsten und Christian Purschke.
Beim Gebäude von Familie Purschke handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus, das Ende des 19. Jahrhunderts südwestlich des Kurparks entstand. Das Gebäude ist Bestandteil der denkmalgeschützten Gesamtanlage „Burgallee“ Bad Nauheim, die Teil des Hotel- und Pensionen-Viertels mit einheitlichem Charakter ist und deren Gebäude teils im historistischen, teils im Jugendstil errichtet wurden.