Alter neuer Glanz am Ufer der Wetter bei Bruchenbrücken

Landrat Jan Weckler übergibt Zuschussbewilligung für denkmalschutzgerechte Fassadensanierung an Görbelheimer Mühle

Zwei Männer stehen vor der Fassade eines alten Gebäudes, auf dem die Jahreszahl "1901" zu erkennen ist.

Der erste Teil der Fassade des Wohnhauses der Görbelheimer Mühle erstrahlt wieder in der ursprünglichen Farbgebung seiner Entstehungszeit. An dieser gelungenen denkmalschutzgerechten Sanierung beteiligt sich der Wetteraukreis mit einem Zuschuss von 5.000 Euro. Den entsprechenden Bescheid übergibt Landrat Jan Weckler (rechts) an Dr. Rudolf Schemer in Vertretung der Eigentümergemeinschaft.

Zurück zu den Wurzeln – auf jeden Fall was die Fassade angeht – hieß es für die Görbelheimer Mühle nahe des Friedberger Stadtteils Bruchenbrücken. Die Eigentümergemeinschaft hat die Fassade des villenartigen Wohnhauses, das im Jahr 1901 entstand, im ursprünglichen Farbzustand wieder herstellen lassen. Dieses Engagement unterstützt der Wetteraukreis mit einem Zuschuss von 5.000 Euro.

Die Ursprünge der Görbelheimer Mühle, die zwischen Friedberg und Bruchenbrücken direkt an der Wetter liegt, reichen bis in das 8. Jahrhundert zurück. Seit dieser Zeit ist die Anlage urkundlich belegt. Ab dem Mittelalter befand sie sich als Erbleihmühle im Besitz des Adelsgeschlechts der Isenburger, bevor sie im 19. Jahrhundert schließlich in privaten Besitz überging. Aus dieser Zeit stammen auch verschiedene Wohn- und Wirtschaftsgebäude, die das ursprüngliche Mühlenanwesen ergänzten. Im Süden schließt das Areal ein villenartiges Wohnhaus ab, das im Jahr 1901 entstanden ist. An diesem Wohnhaus standen nun Sanierungsarbeiten an.

„Die Görbelheimer Mühle stellt mit ihrer Vergangenheit ein sichtbares Zeugnis regionaler Geschichte dar. Daher steht das gesamte Areal auch unter Denkmalschutz. Vor allem das villenartige Wohnhaus vom Beginn des 20. Jahrhundert ist in diesem Ensemble ein Blickfang. Ich freue mich, dass die Eigentümergemeinschaft, vertreten durch Dr. Rudolf Schemer, nun die Herausforderung angenommen hat, die Fassade des Gebäudes in seiner ursprünglichen Gestalt wieder herstellen zu lassen. Die anspruchsvollen denkmalschutzgerechten Arbeiten hierzu unterstützt der Wetteraukreis daher gerne mit einem Zuschuss von 5.000 Euro“, betont Landrat Jan Weckler bei der Übergabe des Bewilligungsbescheids vor Ort. 

Dabei erwies sich die Aufgabe, den Originalzustand der Fassade zu ermitteln, als recht aufwendig. Sie wurde nämlich seit der Entstehungszeit des Gebäudes mehrfach farblich neu gestaltet, und zur ursprünglichen Farbgebung war nichts weiter bekannt. In einer restauratorischen Untersuchung galt es daher zunächst, diese ursprüngliche Farbgebung zu ermitteln. Mit den Ergebnissen an der Hand ging man dann im folgenden Schritt daran, die ursprüngliche Fassade wieder herzustellen. Der Auftakt erfolgte nun mit der Fassadenseite zur Straße, in weiteren Abschnitten werden danach die restlichen Fassadenseiten saniert. In diesem Zusammenhang restauriert ein Steinmetz auch die Schäden an den aus Naturstein bestehenden Zierelementen des Gebäudes, so dass es nun wieder in altem neuen Glanz erstrahlt.   

Veröffentlicht am: 06. August 2026