Aus eins mach drei: Neue Fenster für altes Pfarrhaus

Wetteraukreis unterstützt Denkmalsanierung in Leidhecken mit 4.000 Euro / Landrat Jan Weckler übergibt Zuschussbescheid

Zwei Frauen und drei Männer stehen gemeinsam vor einem Fachwerkhaus. Eine der Frauen und einer der Männer halten gemeinsam eine Dokumentenmappe in Händen. Ein weiterer Mann hält den Ausdruck einer Internetseite in der Hand.

Landrat Jan Weckler (links) übergibt im Beisein von Florstadts Bürgermeister Daniel Imbescheid (rechts) den Förderbescheid an die Leidhecker Familie Garcia.

Neue Fenster für ein altes ehemaliges Pfarrhaus: Mit dieser Maßnahme wertet die Besitzerfamilie Garcia ihr Wohnhaus im Leidhecker Ortskern auf – und das denkmalschutzgerecht. Dieses Engagement würdigt der Wetteraukreis mit einem Zuschuss über 4.000 Euro, den entsprechenden Bescheid übergab Landrat Jan Weckler nun bei einem Ortstermin.

„In der Vergangenheit machte man sich bei Sanierungsarbeiten oder Umbauten deutlich weniger Gedanken um eine am Original orientierte Ausführung. Da verwundert es kaum, dass aus heutiger Denkmalschutzsichtweise in historischen Gebäuden auch mal die eine oder andere ‚Bausünde‘ Einzug hielt. Das war auch bei den Fenstern des Alten Pfarrhauses in Leidhecken der Fall. Familie Garcia hat nun in enger Abstimmung mit der Unteren Denkmalschutzbehörde die Fenster erneuert“, freut sich Landrat Jan Weckler: „Dieses Engagement unterstützt der Kreis mit einem Zuschuss von 4.000 Euro.“ 

Bei dem Gebäude in der Unterdorfstraße in Leidhecken handelt es sich um ein zweigeschossiges, giebelständiges Fachwerkhaus aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Zur Straße hin besitzt es ein Krüppelwalmdach über dem Hahnenbalken. Die Zimmerarbeiten führte laut Denkmalverzeichnis 1729 der örtliche Meister Ulrich Zell aus, die Fertigstellung des Gebäudes erfolgte mit einiger Verzögerung 1734. Ein hervorstechendes Merkmal sind die rautenförmigen Gefachauszierungen zur Straßen- und Hofseite. Ein zusätzliches Merkmal, dass das ehemalige Pfarrhaus verglichen mit anderen Gebäuden ähnlichen Alters im Ort hervorhebt, ist seine relative Größe. Auch die Parzelle sticht in ihrer Größe deutlich aus dem von schmalen Grundstücken geprägten Straßenzug hervor.

Im Rahmen einer denkmalschutzgerechten Erneuerung hat sich Familie Garcia nun dafür entschieden, die einteiligen Fenster eines früheren Umbaus gegen Holzfenster in dreiteiliger Ausführung zu ersetzen. Diese entsprechen in ihrer Form der früheren Ausführung und nähern das äußere Erscheinungsbild damit wieder dem ursprünglichen Zustand an.

Veröffentlicht am: 28. Oktober 2026