Eine Großbaustelle für die Zukunft

Die Selzerbachschule in Klein-Karben bekommt einen Neubau, um Platz für das Ganztagsangebot zu schaffen

Vier Menschen stehen vor einem Bauzaun, im Hintergrund ist eine Großbaustelle.

Hier bewegt sich einiges: Alexander Hiemer, Fachdienstleiter Hochbau Schulen, Maike Schütz von der Fachstelle Neubau und Sanierung Schulen des Wetteraukreises, Schulleiterin Petra Matthes-Ahäuser und Landrat Jan Weckler vor der Großbaustelle in Klein-Karben

Der Sommer ist da, die Ferien haben begonnen und die Schulen sind verwaist. Beste Gelegenheit für den Wetteraukreis, um in den leeren Gebäuden notwendige Um- und Ausbauarbeiten sowie Sanierungen vorzunehmen. Landrat Jan Weckler nutzt die Zeit, um sich ein Bild von den laufenden Bauaktivitäten und vom Zustand der Gebäude zu machen. An der Selzerbachschule im Karbener Stadtteil Klein-Karben ist seit einigen Monaten Großbaustelle: Die Grundschule bekommt ein komplett neues Gebäude. Inzwischen steht der Rohbau auf dem Schulhof. Landrat Jan Weckler hat sich die Baustelle angeschaut. 

Aus dem zweistöckigen Gebäude hört man es hämmern und bohren. Obendrüber dreht sich der Kranausleger. Den Kran auf den Pausenhof zu bekommen, sei Millimeterarbeit gewesen für die Bauleute, erklärt Schulleiterin Petra Matthes-Ahäuser: „Und ein großes Spektakel für unsere Schülerinnen und Schüler.“ Den Baufortschritt verfolgten die 254 Kinder, die die Selzerbachschule derzeit besuchen, jeden Tag gespannt mit, erzählt sie. 

Der Wetteraukreis errichtet den Neubau für rund 7,8 Millionen Euro, um mehr Platz für das Ganztagsangebot zu schaffen. Im Gebäude werden ein neuer Mensabereich, Mehrzweckräume, Gruppenräume und Betreuungsräume untergebracht. Der gesamte Bau wird barrierefrei erschlossen. Wenn der Neubau steht, wird die Mensaküche im Bestandsgebäude zu Gunsten neuer Klassenräume zurückgebaut. Auch der Verwaltungsbereich dort soll dann umgebaut werden. 

Landrat Jan Weckler zeigte sich beeindruckt von der Großbaustelle: „Ein solches Bauprojekt ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Kinder. Es geht nicht nur um moderne Räume, sondern auch um zeitgemäße Bildungschancen und Entwicklungsförderung.“ Gut durchdachte und konzipierte Betreuungsräume beeinflussten direkt die psychische Gesundheit, das Sozialverhalten und den Lernerfolg von Kindern: „Die Ganztagsbetreuungen sind keine bloßen Aufbewahrungsorte, sondern erfüllen neben Eltern und Lehrkräften eine eigene Bildungsaufgabe. Dafür braucht es Wohnlichkeit, Geborgenheit und Struktur“, so Landrat Jan Weckler. 

Mehr als 500 Millionen Euro für den Schulbau

Jedes Jahr in den Sommerferien besucht Landrat Jan Weckler zahlreiche Baustellen an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises. Vor Ort informiert er sich über Baufortschritte, abgeschlossene Arbeiten und Investitionen in die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. Diese Maßnahmen sind Teil des großen Schulinvestitionsprogramms. In dessen Rahmen verwendet der Wetteraukreis mehr als 500 Millionen Euro für Ausbau, Sanierung und Ausstattung der Schulen. Die Summe bezieht sich auf Projekte, die sich gegenwärtig in Planung oder Umsetzung befinden.

Veröffentlicht am: 21. Juli 2026