Förderung von Gemeindepflege-Stellen im Wetteraukreis geht weiter

Wetteraukreis setzt Ko-Finanzierung mit dem Land Hessen fort, damit ältere Menschen Zuhause bleiben können

Zwei Menschen sitzen an einem Tisch.

Im Austausch über die Entwicklung der Gemeindepflege im Wetteraukreis: Kreisbeigeordnete Marion Götz mit Sevil Sadet Yilmaz von der Fachstelle „Leben im Alter“ des Kreises

Der Wetteraukreis fördert auch in Zukunft Kommunen, die am hessenweiten Programm „Gemeindepflege“ teilnehmen, durch eine sogenannte Ko-Finanzierung: Der Kreis teilt sich die Ausgaben mit dem Land und übernimmt weiterhin pro Kommune 20 Prozent der Personalkosten, maximal 15.000 Euro pro Jahr. Die restlichen 80 Prozent trägt das Land Hessen. 

Gemeindepflegerinnen und Gemeindepfleger sollen soziale und gesundheitliche Problemlagen frühzeitig erkennen und die soziale Teilhabe ihrer Klientinnen und Klienten stärken. Dies ermöglicht es, schwererer Erkrankung und möglicher Pflegebedürftigkeit früh entgegenzusteuern. So tragen sie dazu bei, dass ältere Menschen weiter in ihrer gewohnten Umgebung leben können. 

Wie Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Marion Götz mitteilte, wird der Wetteraukreis seine freiwillige Förderung, die bis Ende 2026 befristet war, unverändert fortsetzen. Voraussetzung der Kreisförderung ist die Bewilligung einer Gemeindepflege-Stelle durch das Hessische Familienministerium im Rahmen der Landesförderung. Das hat der Kreisausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Wetteraukreis bleibt "verlässlicher Partner"

Götz: „Der Wetteraukreis wird so als verlässlicher Partner der Kommunen auch weiterhin dazu beitragen, dass die wichtige Arbeit der Gemeindepflegerinnen und -pfleger fortgesetzt werden kann. Sie haben vor Ort das Leben und Umfeld insbesondere älterer Menschen im Blick und helfen, passgenaue Unterstützungsangebote zu finden. Mit präventiven Hausbesuchen und einer Ersteinschätzung der gesundheitlichen, pflegerischen und psychosozialen Bedürfnisse leisten sie in unseren Kommunen eine unschätzbare Arbeit.“ Zudem, so Götz weiter, bekämpfe ihre Arbeit auch Einsamkeit: „Viele ältere Menschen haben wenige Ansprechpartner und vermissen soziale Kontakte. Die Gemeindepflegerinnen und -pfleger bringen auch Zeit für persönliche Gespräche mit und vermitteln, wenn gewollt, das passende soziale Netz.“ 

Derzeit sind acht Gemeindepflegerinnen und Gemeinde­pfleger in zehn kreisangehörigen Städten und Gemeinden tätig. Hierzu zählen die Städte Bad Nauheim, Büdingen, Nidda und Rosbach v. d. Höhe sowie die Gemeinden Altenstadt, Limeshain, Glauburg, Ober-Mörlen, Ranstadt und Wölfersheim. Kreisbeigeordnete Marion Götz: „Die Gemeindepflege hat sich in den beteiligten Kommunen als wichtiger Baustein der kommunalen Daseinsvorsorge und der Prävention im Vorfeld von Pflegebedürftigkeit etabliert. Weitere Kommunen können sich dem Förderprogramm gerne jederzeit anschließen.“

Ansprechpartnerin/Ansprechpartner

Name Telefon Raum
Sevil Sadet Yilmaz 06031 83-3463 PE-16 E-Mail
Veröffentlicht am: 10. September 2026