Neuer Ausblick mit Vorbildcharakter

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler übergibt Zuschussbescheid für Fenstersanierung an Echzells Bürgermeister Raik Noll

Zwei Personen stehen vor dem denkmalgeschützten Haus zur Übergabe des Förderbscheids. Das Haus hat eine gelbe Fassade und rot umrandete Fenster.

Die Erste Kreisbeigeordnete und Baudezernentin Birgit Weckler übergibt den Zuschussbescheid für die denkmalschutzgerechte Fenstersanierung an Echzells Bürgermeister Raik Noll.

Das ehemalige Schul- und Rathaus in Echzells Lindenstraße erhält neue Fenster aus Holz. Da es sich um ein denkmalgeschütztes Gebäude handelt, galt es hier, mit besonderem Fingerspitzengefühl vorzugehen. Der historische Charakter des Hauses soll schließlich erhalten bleiben. Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler übergab nun einen Zuschussbescheid in Höhe von 2.500 Euro für die denkmalgerechten Holzfenster an Echzells Bürgermeister Raik Noll stellvertretend für die Gemeinde als Eigentümerin des Gebäudes.

Die Ursprünge des Hauses „Lindenstraße 5“ in Echzell liegen im Mittelalter. Das Gebäude wurde im 15. Jahrhundert als „Beinhaus“ errichtet. Aus dieser Zeit stammt noch das massive Sockel-Hochparterre. 

Der darüber mit urwüchsigen gebogenen Streben und Viertelkreisfußstreben vorkragende Fachwerkoberbau wird auf die Zeit um 1700 datiert.

Das Gebäude liegt in zentraler Lage unmittelbar neben der Kirche. Aufgrund seiner ehemaligen Nutzung, zunächst als Beinhaus, dann als Fruchtspeicher, danach ab 1649 als Schulgebäude und zuletzt von 1846 bis 1969 als Rathaus, besitzt es eine städtebauliche und historische Bedeutung. Aus diesem Grund wird es auch als Kulturdenkmal geführt. Aktuell befindet sich in dem Gebäude die Geschäftsstelle der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON). 

Jetzt stand ein Austausch der Fenster an. Die Gemeinde Echzell als Eigentümerin des Hauses ließ denkmalgerechte, gegliederte und profilierte Holzfenster aus Eiche einbauen. Diese Holzart hat den Vorteil, dass die Fenster haltbarer sind und sich zukünftig der Aufwand für deren Unterhaltung reduziert.

„Die Fenster eines Hauses werden gerne auch als dessen Augen bezeichnet. Und Augen gehören zu den Körperteilen, die die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Daher freue ich mich, dass die Gemeinde Echzell als Eigentümerin dieses denkmalgeschützten Hauses die Fenstersanierung in so vorbildlicher Weise umgesetzt hat. Ich hoffe, dieses Engagement und die neuen Fenster ziehen – wie richtige Augen – entsprechende Aufmerksamkeit auf sich und dienen so als Vorbild auch für private Denkmaleigentümer, wenn bei ihnen Sanierungsarbeiten anstehen“, sagte die Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin Birgit Weckler bei der Übergabe des Zuschussbescheids an Echzells Rathauschef Raik Noll. Der finanzielle Zuschuss sei ein Zeichen der Anerkennung, sich für den Erhalt von Zeugnissen regionaler Geschichte und Tradition einzusetzen.     

Veröffentlicht am: 15. September 2026