Resilienzwoche im Wetteraukreis stößt auf breites Interesse
Bürgerinnen und Bürger informierten sich im Rewe Kaffenberger in Bad Vilbel

Im Notfall gut vorbereitet: Landrat Jan Weckler, Kreisbrandinspektor Lars Henrich und Jochen Ruths, Präsident des Handelsverbands Hessen, informieren gemeinsam mit Mitarbeitern des Brand- und Katastrophenschutzes des Wetteraukreises, der Bad Vilbeler Feuerwehr sowie des Rewe Kaffenberger über eine gelungene Vorratshaltung.
Wenn der Strom mit einem Mal weg ist, sind viele Dinge des täglichen Lebens unmöglich. Um für diesen Fall vorbereitet zu sein, sollte jeder ein Notvorrat zuhause haben. Landrat Jan Weckler hat gemeinsam mit dem Brand- und Katastrophenschutz des Wetteraukreises am vergangenen Mittwoch im Rahmen der landesweiten Resilienzwoche interessierte Bürgerinnen und Bürger im Rewe-Markt Kaffenberger in Bad Vilbel über eine sinnvolle Vorratshaltung informiert.
„Mehrfach mussten wir in den vergangenen Wochen erfahren, dass unsere kritische Infrastruktur angegriffen wurde, sei es durch Sabotageakte mit Brandsätzen oder Cyberangriffe. Es sind keine abstrakten Szenarien mehr. Deswegen wollen und müssen wir die Bevölkerung sensibilisieren, damit sich jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten vorbereitet und im Fall des Falles handlungsfähig bleibt“, sagte Landrat Weckler. „Mit dieser Vorgehensweise sichert sich einerseits jeder selbst ab, dass er eine Störung des täglichen Lebens gut übersteht. Gleichzeitig entlasten wir auf diese Weise unsere Einsatz- und Rettungskräfte, die sich damit auf Notfälle und die Wiederherstellung unterbrochener Infrastruktur konzentrieren können“, so Jan Weckler weiter.
Aktuellen Studien und Umfragen zufolge seien rund 60 Prozent der Menschen in Deutschland nach wie vor nicht ausreichend auf den Katastrophenfall eingestellt, so Weckler weiter. Viele verließen sich auf ihre Familien oder auf den Staat: „Natürlich sind wir im Wetteraukreis bestens vorbereitet. Aber bis staatliche Hilfe kommt, ist jeder selbst verantwortlich für sich und seine Nächsten. Deshalb machen wir darauf aufmerksam, dass es im Notfall ohne Hilfe zur Selbsthilfe nicht geht“, sagte Landrat Weckler. Rund 150 Menschen nutzten im Laufe des Tages die Möglichkeit zum Gespräch mit den Fachkräften.
Zur landesweiten Resilienzwoche hatte das Hessische Innenministerium in Kooperation mit zahlreichen hessischen Landkreisen und dem Handelsverband Hessen eingeladen.
Informationen zu Krisenvorsorge
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) informiert auf seiner Internetseite ausführlich, mit welchen Maßnahmen man sich auf einen Krisenfall vorbereiten kann. Ein Notvorrat an Essen und Trinken sollte möglichst für zehn Tage angelegt sein. Die Lebensmittel müssen haltbar sein sowie ohne Kochen zubereitet werden können oder wenigstens eine kurze Kochzeit haben. Das BBK empfiehlt zudem, alle notwendigen Dokumenten wie Geburtsurkunden, Grundbucheinträgen, Versicherungen, Zeugnissen oder dem Testament bereitzuhalten. Ausführliche Informationen findet man auf der BBK-Internetseite.