Vom Brandschutz bis zum Raum für Auszeiten

Schulbau: Wetteraukreis investiert knapp eine Million Euro in die Sanierung der Hammerwaldschule am Standort Nidda

Eine Frau und zwei Männer sitzen in einem weiß ausgestatteten Raum auf einer Bank. Im Hintergrund sind Spiegel zu erkennen.

Gemeinsam mit Schulleiterin Daniela Franke und Hausmeister Julien Staudte testet Landrat Jan Weckler (Mitte) die Ausstattung des neu eingerichteten, reizarmen Snoezelenraums, in den man sich zurückziehen und entspannen kann.

Die Sommerferien bieten dem Wetteraukreis die Möglichkeit, in den leeren Gebäuden notwendige Um- und Ausbauarbeiten sowie Sanierungen vorzunehmen. Landrat Jan Weckler hat die Zeit genutzt, um sich ein Bild von den laufenden Bauaktivitäten und vom Zustand der Gebäude zu machen. Auch in der Hammerwaldschule am Standort Nidda informierte er sich als Teil seiner Sommertour über die umfangreichen Sanierungsarbeiten. 

Geschäftiges Treiben herrscht im und um das Gebäude der Hammerwaldschule an ihrem Standort in Nidda. Bei Ankunft des Landrats schwebt an Stahlseilen die neue Rampe für den Eingangsbereich an ihren Platz. Die abschließenden Arbeiten eines zweijährigen Sanierungsabschnitts sind in vollem Gange, als sich Jan Weckler während seiner Schultour vor Ort ein Bild vom bisherigen Verlauf macht. Gemeinsam mit Schulleiterin Daniela Franke und Hausmeister Julien Staudte geht es vorbei an Wanddurchbrüchen, im Umbau befindlichen Räumen und solchen, die mit neuem Mobiliar ausgestattet wurden. Die Hammerwaldschule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung.   

Neben der erwähnten neuen Rampe, die den Zugang über den Haupteingang verbessern soll, investiert der Kreis auch in weitere Maßnahmen zum Brandschutz. Der gesamte Gebäudebereich wurde diesbezüglich ertüchtigt, und man richtete einen zweiten Rettungsweg über einen neu errichteten, außenliegenden Treppenturm und eine weitere Fluchtrampe zum Schulhof ein. Die bisherige Lehrküche wurde in einen Kunstraum mit Werktischen und Waschbecken umgewandelt. Und das alte Pflegebad baute man in einen „Time-out“-Raum um, eine Einrichtung, die dazu dient, sich beispielsweise in Fällen der Reizüberflutung wieder zu beruhigen und selbst zu regulieren, ohne dabei sich und andere zu verletzen. In den Räumen des Verwaltungstrakts erfolgte im Erd- und Obergeschoss ein Austausch der Wand- und Bodenbeläge. 

Neben den Sanierungsarbeiten fanden auch verschiedene Neuausstattungen in den Räumen statt. So erhielten einige Klassenräume neue Küchenzeilen. Darüber hinaus richtete man im Obergeschoss einen Snoezelenraum ein. Räume dieser Art mit ihrer reizarmen, gemütlichen und entspannenden Ausstattung sorgen bei gedämpftem Licht und leiser Musik dafür, dass man zur Ruhe kommt, Ängste abbaut und sich geborgen fühlen kann.

„Inklusion und Teilhabe ist im Wetteraukreis ein wichtiges Thema. Das betrifft natürlich auch die Schulen. Hier gilt es noch einmal in einem besonderen Maße die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen, um den Lernerfolg sicherzustellen. Wir verfolgen dabei das Ziel, dass sich der Raum im Idealfall der Pädagogik anpasst. Die nun erfolgten Arbeiten bilden hierfür ein gelungenes Beispiel“, freute sich der Landrat beim Gang durch das Gebäude. 

Im Verlauf der vergangenen zwei Jahre fanden am Standort Nidda somit umfangreiche Sanierungsarbeiten statt mit einem Kostenvolumen von knapp einer Million Euro. 

Schul-Sommertour

Jedes Jahr in den Sommerferien besucht Landrat Jan Weckler zahlreiche Baustellen an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises. Vor Ort informiert er sich über Baufortschritte, abgeschlossene Arbeiten und Investitionen in die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. Diese Maßnahmen sind Teil des großen Schulinvestitionsprogramms. In dessen Rahmen verwendet der Wetteraukreis mehr als 500 Millionen Euro für Ausbau, Sanierung und Ausstattung der Schulen. Die Summe bezieht sich auf Projekte, die sich gegenwärtig in Planung oder Umsetzung befinden.

Veröffentlicht am: 14. August 2026