Von Backhaus bis Digitalmuseum: Neues Regionalbudget

Bei der Bescheidübergabe (v.l.): Geschäftsführer Klaus Karger, Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler, Silvia Kirmis und Johanna Marek von der WiReg.
Ob digitales Museum, Backhaus, Dorftreff oder neue Erlebnisstation im Kurpark– das Regionalbudget 2026 macht wieder zahlreiche Ideen in der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen möglich. Insgesamt acht Kleinprojekte in Wölfersheim, Nidda, Büdingen, Gedern und Ranstadt erhalten in diesem Jahr eine Förderung und sorgen dafür, dass das Leben in den Städten und Gemeinden noch attraktiver wird.
Erste Kreisbeigeordnete und Dezernentin für Regionalentwicklung Birgit Weckler überreichte den offiziellen Zuwendungsbescheid an die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Regionalentwicklung im Wetteraukreis mbH (WiReg) in deren neuen Räumlichkeiten in Niddatal-Ilbenstadt.
„Auch in diesem Jahr haben sich zahlreiche Initiativen, Vereine, Kommunen und Privatpersonen mit ihren Projektideen beworben. Das zeigt eindrucksvoll, wie groß das Engagement in unserer Region ist. Das Regionalbudget fördert Kleinprojekte mit einer Förderquote von 80 Prozent. Mit den vergleichsweise kleinen Fördersummen entstehen Projekte, die das Miteinander stärken, die Lebensqualität erhöhen und unsere Städte und Gemeinden nachhaltig bereichern“, betonte Birgit Weckler bei der Bescheidübergabe.
Aus den Vorschlägen wurden auf Grundlage eines Punkte-Ranking-Verfahrens durch den LEADER-Beirat acht Vorhaben für die diesjährige Förderung ausgewählt. Die Projekte verteilen sich auf zwei Handlungsfelder der Lokalen Entwicklungsstrategie Wetterau/Oberhessen (LES): Vier Vorhaben stärken die Daseinsvorsorge im Bereich Freizeit und Kultur, vier weitere Projekte verbessern die tourismusnahe Infrastruktur der Region. Die Förderquote des Regionalbudgets beträgt 80 Prozent. Die verbleibenden 20 Prozent der Investitionskosten werden von den jeweiligen Projektträgern selbst getragen. Mit der Förderung in Höhe von rund 85.000 Euro werden Investitionen von mehr als 106.000 Euro ausgelöst. Die Fördersumme setzt sich zu 90 Prozent aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) und zu 10 Prozent aus Eigenmitteln der WiReg zusammen. Die Umsetzung der Projekte ist zwischen Juni und September 2026 vorgesehen.
Die diesjährigen Projekte zeigen, wie vielfältig das Regionalbudget eingesetzt werden kann: In Melbach entsteht ein digitales Museum, in Michelnau werden ein Backhaus errichtet und das Nebengebäude der alten Schule restauriert. In Wolferborn wird der Mehrgenerationenplatz um einen Dorftreff ergänzt, während im Kurpark Bad Salzhausen ein sogenanntes Viscope, ein stationäres Outdoorf-Aussichtsfernrohr neue Einblicke in die Umgebung ermöglicht. Mit einer Waldmurmelbahn im Büdinger TraumWald, einem Erlebnispunkt am Seementalradweg in Mittel-Seemen, einer Bühne für den Apfel in Ranstadt sowie neuen Tischtennisplatten für die Dorfgemeinschaft in Eckartshausen entstehen weitere Angebote, die das gemeinschaftliche Leben und die touristische Attraktivität der Region nachhaltig stärken.
„Das Regionalbudget lebt von den Ideen und dem Engagement der Menschen vor Ort. Hier zeigt sich der Gestaltungswille in unserer Region. Wir freuen uns darauf, die Projekte in den kommenden Monaten wachsen zu sehen“, so Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler und WiReg-Geschäftsführer Klaus Karger abschließend.
Das Regionalbudget ist seit 2019 ein ergänzender Bestandteil der LEADER-Förderung in der Region Wetterau/Oberhessen. Es unterstützt investive Kleinprojekte mit einer Gesamtinvestitionssumme bis 20.000 Euro brutto und einer Förderquote von 80 Prozent auf die förderfähigen Bruttoausgaben. Antragsberechtigt sind Kommunen, Vereine und Privatpersonen, deren Vorhaben den Zielen der lokalen Entwicklungsstrategie der Region entsprechen.
Einmal jährlich ruft die WiReg als Regionalmanagement der LEADER-Region Wetterau/Oberhessen zur Einreichung von Projektideen auf, berät Interessierte im Antragsverfahren und begleitet die ausgewählten Projekte bis zur Umsetzung. Interessierten für die nächste Förderperiode wird empfohlen, sich bereits im vierten Quartal 2026 beim Regionalmanagement zu melden.