Baugenehmigung für Aueninformationszentrum erteilt

Neue Einrichtung der HGON soll Vielfalt vor Ort widerspiegeln

Eine Gruppe von Menschen steht anlässlich einer Baugenehmigungs-Übergabe vor einer Wiese.

Im Beisein von Bürgermeister Raik Noll (v.r.) hat die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler die Baugenehmigung für das neue Aueninformationszentrum an Inga Hundertmark und Nils Stanik von der HGON überreicht. Mit dabei waren auch Yasmin Kirsch und Malee Hildebrand von Hans Hildebrand Architekten.

Naturerlebnis und Wissensvermittlung miteinander verbinden – das soll schon bald im Echzeller Ortsteil Bingenheim Realität sein. Der Wetteraukreis hat nun die Baugenehmigung für das geplante Aueninformationszentrum erteilt.

Am südlichen Ortsrand von Bingenheim soll in den kommenden Monaten der neue Bildungs- und Begegnungsort der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) aus Echzell entstehen. Am Rand des Bingenheimer Rieds und umgeben von naturnahen Grünflächen soll sich das aufgeständerte Bauwerk in den Naturraum einfügen. Dafür wird es in neu angelegte, flache Geländemulden eingebettet und über zwei Zuwegungen erreichbar sein. 

Die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler hat sich gemeinsam mit Bürgermeister Raik Noll vor Ort einen Eindruck von dem Bauvorhaben gemacht und die Baugenehmigung an die HGON-Vorsitzenden Dr. Nils Stanik und Inga Hundertmark übergeben: „Wir freuen uns sehr, dass mit dem neuen Aueninformationszentrum ein Ort entstehen soll, der die Vielfalt einzigartiger Landschaften und beeindruckender Artenvielfalt widerspiegelt. Wenn wir die Natur für den Menschen erlebbar machen, leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz, der mit dem Verstehen und der Begeisterung für das beginnt, was es zu bewahren gilt“, sagte Weckler. 

Das Vorhaben umfasst die Einrichtung eines Besucher- und Informationszentrums zum Auenverbund Wetteraue/Bingenheimer Ried mit einer integrierten Begegnungsstätte für Umweltbildung. Neben Informations- und Umweltbildungsangeboten steht der Austausch zwischen Besuchenden, Fachleuten und der interessierten Öffentlichkeit im Fokus. 

Auch für Bürgermeister Noll ist die Übergabe der Baugenehmigung für das Projekt ein besonderer Meilenstein: „Hier in Bingenheim entsteht ein Ort, der weit über Echzell hinaus Aufmerksamkeit erlangen wird und die Menschen für die Wichtigkeit des erfolgreichen Artenschutzes vor der eigenen Haustür begeistern kann.“

Die neue Konstruktion ist aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen vorgesehen, das Dach wird mit einer extensiven Begrünung und einer großflächigen Photovoltaikanlage ausgestattet. „So soll das Gebäude ein integraler Bestandteil der Landschaft werden“ sagt HGON-Vorsitzender Stanik. 

Entstanden ist der Entwurf in Kooperation mit dem Institut für Architektur an der Universität Kassel. Die beiden Studentinnen Michelle Gartung und Yasmin Kirsch hatten sich in einem Realisierungswettbewerb gegen zehn Mitbewerber durchgesetzt. Die Realisierung des Projekts übernimmt das Architekturbüro HildebrandHans Architekten aus Kassel in Zusammenarbeit mit den beiden Verfasserinnen. 

Veröffentlicht am: 26. August 2026