Wind, Wasser, Wärme: Tage der Industriekultur im Wetteraukreis
Veranstaltungsreihe vom 5. bis zum 13. September mit vielen Angeboten in der Wetterau

In Bad Nauheim entstand vor 200 Jahren ein europaweit einzigartiges Ensemble aus Windmühlen, Wasserrädern und Feldgestängen zur Solehebung.
Windmühlen, Gradierwerke, Steinbruch - die Wetterau ist reich an Zeugnissen historischer Ingenieurskunst. Mit der Industriellen Revolution veränderte sich die Region seit Mitte des 18. Jahrhunderts deutlich: Neue architektonische Meisterleistungen bereicherten die Städte, große Fabriken wurden errichtet, bestehende Produktionen intensiviert. Heute sind die Überbleibsel dieser Zeit Denkmäler, die von einem großen Umbruch zeugen. Die Tage der Industriekultur Rhein-Main vom 5. bis zum 13. September liefern Interessierten spannende Einblicke in die technischen Errungenschaften des 18. und 19. Jahrhunderts. Viele Denkmäler öffnen ihre Türen.
Bürgerinnen und Bürger können beispielsweise den Steinbruch in Nidda besichtigen, Jugendstilarchitektur in Büdingen bestaunen, sich die Windkunst in Bad Nauheim erklären lassen oder das Rosentalviadukt oder die alte Thermometerfabrik in Friedberg erkunden.
Landrat Jan Weckler erklärt: „Die Wetterau ist eine lebendige Schatztruhe historischer Ingenieurskunst. Die Industrielle Revolution hat unsere Heimat tiefgreifend geprägt und den Grundstein für unseren heutigen Wohlstand gelegt.“ Die Denkmäler zeugten von einem gewaltigen technischen, aber vor allem auch gesellschaftlichen Umbruch, so Landrat Weckler weiter: „Ich lade alle Bürgerinnen und Bürger herzlich ein, bei den Tagen der Industriekultur einen Blick hinter die Kulissen dieser faszinierenden Pionierleistungen zu werfen und die Wurzeln unserer modernen Innovationskraft neu zu entdecken.“
Das komplette Programm gibt es online. Einige Veranstaltungen erfordern eine Anmeldung.
Die Tage der Industriekultur sind eine Veranstaltung der KulturRegion FrankfurtRheinMain, einem Zusammenschluss von rund 50 Landkreisen, Städten, Gemeinden und dem Regionalverband. Ziel des Netzwerkes ist es, die vielfältige und attraktive lokale und regionale Kultur sichtbar zu machen.