14 Veranstaltungen mit 925 jungen Zuhörerinnen und Zuhörern
Kooperationsprojekt „Wetterauer Lesewelten“ endet erneut mit Teilnehmerrekord / Schulkinder unterhaltsam an das Thema Lesekompetenz heranführen

Auf gute Resonanz stoßen die Lesungen der „Lesewelten“-Veranstaltungsreihe, was auch der Termin in Ortenberg bestätigt. Autorin Anja Wagner (rechts) erhält von einer jungen Leserin ihrer Bücher eine ihrer Romanfiguren, die das Mädchen gemeinsam mit ihrer Mutter genäht hatte.
Wie ein Film, dessen Besetzung und Spielorte man nach eigenen Vorstellungen gestaltet: So kann Lesen sein, denn allein durch die Kraft der Gedanken entstehen auf diese Weise ganze Welten. Doch nicht nur als Freizeitvergnügen ist Lesekompetenz wichtig. Wer Informationen richtig erfassen, verarbeiten und damit effektiv in seinem Sinne nutzen kann, wird im späteren Leben davon profitieren. Um Kinder ansprechend ans Lesen heranzuführen, veranstalten der Wetteraukreis, die Stadt Friedberg und die mobile Buchhandlung LeseHorizont gemeinsam das Kinderliteraturfestival „Wetterauer Lesewelten“ – dieses Jahr zum sechsten Mal. Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Erneut endete die Veranstaltungsreihe mit einem Besucherrekord.
„Lesekompetenz ist ein wichtiger Baustein für die eigene Entwicklung. Wer Informationen richtig erfasst und verarbeitet, macht es sich beim Lernen allgemein leichter. Und das sind beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche persönliche Zukunft“, erklärt Jan Weckler. Dem Landrat des Wetteraukreises, der auch Vorsitzender des Hessischen Landesverbands im Deutschen Bibliotheksverband ist, liegt die Vermittlung von Lesekompetenz bereits im Grundschulalter sehr am Herzen: „Wer bereits in jungen Jahren mit dem Lesen beginnt, lernt es bedeutend einfacher und effektiver, als dies zu einem späteren Zeitpunkt der Fall wäre. Und wie könnte das erfolgreicher geschehen als auf spielerische und unterhaltsame Art und Weise? Hier bieten die ‚Wetterauer Lesewelten‘ mit ihren Autoren- und Autorinnenlesungen und einem ansprechenden Rahmenprogramm einen gelungenen Beitrag.“
14 Lesungen in neun Bibliotheken, zehn davon exklusiv für Schulklassen, befanden sich in diesem Jahr im zehntägigen Veranstaltungszeitraum im Angebot. Und dieses wurde sehr gut angenommen. Rund 925 Kinder besuchten die verschiedenen Veranstaltungen zwischen Friedberg und Büdingen und lauschten spannenden Jugendkrimis, Märchen und fantastischen Geschichten. Sie verfolgten in Bad Nauheim Krimifälle, bei denen ein Hamster die Täter ermittelt, gingen in Ortenberg mit einer magischen Agentin in Irlands Hauptstadt Dublin auf Feenjagd und suchten in Glauburg mit dem Skelett Kuno Klapper nach dessen verlorenen Knochen. Finanzielle Unterstützung gab es von der Hessischen Leseförderung und dem Friedrich-Bödecker-Kreis Hessen als Sponsoren.
„Mit den ‚Wetterauer Lesewelten‘ möchten wir bei den jungen Zuhörerinnen und Zuhörern die Fantasie wecken, ihnen die Möglichkeit geben, in andere Welten abzutauchen und Sprache aufzunehmen. Im Idealfall werden sie dann vom Zuhörer zum Selbstleser. So unterstützen die ‚Lesewelten‘ die Schulen bei der Leseförderung. Allein für das Friedberger Bibliothekszentrum können wir bei zwei Autoren und vier Lesungen mit insgesamt 300 Zuhörerinnen und Zuhörern von einem Erfolg sprechen“, bilanzieren Stephanie Roser vom Bibliothekszentrum Klosterbau in Friedberg und „Lesewelten“-Organisatorin Sabine Coldehoff zufrieden. Auch die beteiligten Schulen und Bibliotheken bewerteten das Festival mit Blick auf den Bereich Leseförderung positiv. Nach diesem anspornenden Ergebnis plant man bereits, auch im Jahr 2026 eine weitere Ausgabe der „Wetterauer Lesewelten“ anzubieten – dann die siebte Auflage.