Der nächste Schritt für den Klimaschutz
Wetteraukreis plant die Erstellung eines integrierten Klimaschutzkonzepts

Landrat Jan Weckler (rechts) und Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler (links) freuen sich gemeinsam mit Fachbereichsleiter Christian Sperling und Klimaschutzkoordinator Jonas Bielke über den Förderbescheid und geben den Startschuss für die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzept.
Mit großer Mehrheit hatte der Kreistag 2024 die Beantragung von Fördermitteln für ein integriertes Klimaschutzkonzept für den Wetteraukreis beschlossen. Nun traf der lange erwartete Zuwendungsbescheid aus Berlin in der Kreisverwaltung ein. Demnach wird das Vorhaben wie geplant mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit und der Nationalen Klimaschutzinitiative in Höhe von rund 170.000 € gefördert. 2026 kann es nun losgehen.
Der offizielle Startschuss für das Projekt erfolgt mit der Einstellung einer zusätzlichen Klimaschutzmanagerin oder eines Klimaschutzmanagers. Aufgabe ist es, den gesamten Prozess der Konzepterstellung von Beginn an koordinieren. Unterstützt durch ein externes Dienstleistungsbüros wird zunächst eine umfassende Bestandsaufnahme zum Klimaschutz im Wetteraukreis durchgeführt: Wo stehen der Kreis und seine Verwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045? Wo liegen die größten Potenziale für Verbesserungen beim Klimaschutz und mit welchen Maßnahmen kann die Kreisverwaltung diese Potenziale im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Einflussbereiche heben?
„Wir freuen uns den Klimaschutz im Wetteraukreis durch die Förderung nochmals qualitativ auf eine andere Ebene zu bringen“, betont Landrat Jan Weckler. Bereits jetzt setze der Kreis ein „Klimaschutzkonzept für die kreiseigenen Liegenschaften“ um, das vor allem auf die Reduzierung von Emissionen in öffentlichen Gebäuden abzielt, beispielsweise durch Verbesserungen bei Heiztechnik oder Beleuchtung. Das neue integrierte Klimaschutzkonzept wird diesen Ansatz erweitern.
„Der große Mehrwert des integrierten Klimaschutzkonzeptes besteht darin, dass bei der Bestandsaufnahme und der Erarbeitung von Maßnahmenvorschlägen alle klimarelevanten Handlungsfelder und Einflussbereiche der Kreisverwaltung betrachtet werden. Damit wird es nicht nur bestehende Konzepte und Ziele, sondern auch die Arbeit unserer Klimaschutzkoordination und unseres Energiemanagements hervorragend ergänzen und unterstützen. Außerdem ist es ein Anlass für einen umfangreichen Beteiligungsprozess, in den neben zentralen Akteuren aus der Verwaltung auch die Kreispolitik, externe Stakeholder und die Öffentlichkeit eingebunden sein werden“, betont die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler.
Das Vorhaben soll über zwei Jahre gehen und seinen Abschluss in der Veröffentlichung des Abschlussberichts zum integrierten Klimaschutzkonzept finden.
„Das Konzept wird der Kreisverwaltung in den darauffolgenden Jahren als fundierte Planungs- und Entscheidungsgrundlage für weitere konkrete Klimaschutzmaßnahmen dienen. Auf dem Weg dorthin wird der Wetteraukreis über wichtige Meilensteine, Ergebnisse und Möglichkeiten zur Beteiligung bei der Konzepterstellung berichten. Damit wollen wir auch unserer Vorbildfunktion gerecht werden“, betonen Landrat und Erste Kreisbeigeordnete abschließend.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist ein Garant für gute Ideen.
Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen und Bildungseinrichtungen.