Der Wetteraukreis ist „vorbildlich mobil“

IHK-Präsident Rainer Schwarz übergibt die Urkunde an die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler. Unser Foto zeigt (von links): Susanne Feiler, Klimaschutzkoordinatorin Wetteraukreis, Christine Breser von der ivm GmbH, Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler, Fachbereichsleiter Christian Sperling, IHK-Präsident Rainer Schwarz, Kreisentwickler Martin Langlitz sowie Daniel Kaiser und Dr. Frank Wendzinski von der IHK Gießen-Friedberg.
Ein Premium-Jobticket für das gesamte RMV-Gebiet, das Fahrrad-Leasing für die Beschäftigten, die jährlich stattfindende Fahrradkonferenz oder auch die schrittweise Elektrifizierung des eigenen Fuhrparks: Dies sind einige der Maßnahmen aus dem betrieblichen Mobilitätsmanagement, für die der Wetteraukreis von der Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg und der Gesellschaft für integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) jüngst mit dem Prädikat „Vorbildlich mobil“ ausgezeichnet wurde.
„Für die Zertifizierung haben wir eng mit unseren regionalen Partnern zusammengearbeitet. Wir möchten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu motivieren, das eigene Mobilitätsverhalten zu hinterfragen und zugleich Anreize schaffen, möglichst umweltfreundlich zur Arbeit zu kommen“, betont Erste Kreisbeigeordnete und Mobilitätsdezernentin Birgit Weckler. Maßnahmen wie den Ausbau von sicheren Fahrrad-Abstellanlagen, die Erhöhung des Anteils der Nutzung des Umweltverbunds, also umweltfreundliche Verkehrsmittel wie ÖPNV und Fahrrad, und der E-Pkw-Nutzung im eigenen Fuhrpark seien ebenso im Fokus wie öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Teilnahme an Wettbewerben wie dem jährlichen Stadtradeln.
Die Auszeichnung „Vorbildlich mobil“ wurde dem Wetteraukreis als Arbeitgeber im Anschluss an einen bestandenen Auditprozess verliehen. Darin wurden nachhaltige Strategien und Zielsetzungen für die eigene Mobilität entwickelt und deren Umsetzung verbindlich geplant. Dem Audit war die Teilnahme am Beratungsprogramm „Besser zur Arbeit“ der ivm vorangegangen, bei der auf Grundlage von umfassenden Analysen zu Standorten, Distanzen, Infrastrukturen und dem Mobilitätsverhalten der Mitarbeitenden ein Mobilitätsplan für die Verwaltung des Wetteraukreises erarbeitet wurde.
„Wir haben uns ganz konkrete Ziele gesetzt, um die betriebliche Mobilität dauerhaft zu verbessern. Zudem wollen wir auch für andere Arbeitgeber in der Region eine Vorbildfunktion einnehmen“, so die Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler. Neben allgemeinen Sensibilisierungsmaßnahmen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter soll der Anteil von Fuß- und Radverkehr auf Arbeitswegen sowie Nutzer/innen vom Fahrradleasing um zehn Prozent erhöht werden. Außerdem solle im Sinne der klimafreundlichen Mobilität der Anteil der Verkehrsmittelnutzung im Umweltverbund und von Elektrofahrzeugen auf Arbeitswegen und Dienstreisen um mindestens 25 Prozent erhöht werden.
Rainer Schwarz, Präsident der IHK Gießen-Friedberg, betonte bei der Zertifikatsübergabe die Vorbildfunktion: Der Wetteraukreis habe nun als erste Einrichtung im Kammerbezirk die Auditierung zum Prädikat „Vorbildlich mobil“ absolviert. „Die Auditierung kann durch die Unterstützung der Mitarbeitermobilität zur Arbeitgeberattraktivität beitragen. Wir gehen davon aus, dass es für viele weitere Arbeitgeber in der Region interessant ist, ein Mobilitätskonzept zu erstellen und das eigene betriebliche Mobilitätsmanagement zertifizieren zu lassen“, führte Schwarz weiter aus.