Historische Holzrahmen statt Glasbausteinen in Stadthaus
Wetteraukreis unterstützt denkmalschutzgerechten Fenstertausch in Münzenberg mit 4.500 Euro Zuschuss

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler (links) übergibt im Beisein von Münzenbergs Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer den Zuschussbescheid zur denkmalschutzgerechten Fenstersanierung seines Hauses an Stefan Hengst.
Die denkmalschutzgerechte Sanierung von Gebäuden kann nicht nur ein Anwesen selbst aufwerten, sondern sich auch positive auf das gesamte Ortsbild auswirken; vor allem wenn mit ihr die historisch akkurate Bausubstanz wiederhergestellt wird. Ein solches Vorhaben von Stefan Hengst aus Münzenberg unterstützt der Wetteraukreis nun finanziell. Einen entsprechenden Zuschussbescheid übergab Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler gemeinsam mit Münzenbergs Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer.
Hauseigentümer Stefan Hengst möchte sein Haus in der Münzenberger Badgasse durch Umbau und Sanierung an moderne Anforderungen anpassen. Da das Gebäude zwar außerhalb der früheren Stadtmauer liegt, aber direkt an diese angrenzt, gehört es noch zur denkmalgeschützten Gesamtanlage des Ortes. Er plant nun unter anderem, die bisherigen Fenster durch denkmalschutzgerechte Holzversionen zu ersetzen und dabei die teilweise verbauten Glasbausteine zu entfernen.
„Um Ortskerne als Wohn- und Gewerbebereiche attraktiv zu halten, ist es entscheidend, dass Eigentümerinnen und Eigentümer ihre Gebäude modernisieren und bedarfsgerecht anpassen können. Im Fall von Herrn Hengst plant er darüber hinaus, den denkmalgeschützten Gesamtcharakter des Ortskerns mit dem Einbau entsprechender Fenster zu fördern. Dieses vorbildliche Vorgehen unterstützt der Wetteraukreis als Untere Denkmalschutzbehörde gerne mit einem Zuschuss in Höhe von 4.500 Euro“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete und Baudezernentin Birgit Weckler. Sie hatte dem Anwesen gemeinsam mit Münzenbergs Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer anlässlich der Übergabe des Zuschussbescheids einen Besuch abgestattet.
Da sich das Stadtbild Münzenbergs historisch noch sehr geschlossen präsentiert, erlaubt es einen eindrucksvollen Blick in die Siedlungsgeschichte der Wetterau. „Aus diesem Grund freuen wir uns als Wetteraukreis umso mehr, wenn Bürgerinnen und Bürger durch behutsame und fachlich kompetente Sanierungsmaßnahmen dieses Fenster in die Vergangenheit erhalten.“, freut sich Birgit Weckler und hofft, dass weitere Hauseigentümerinnen und –eigentümer dem Beispiel Stefan Hengsts folgen.