Musterstimmzettel für die Kommunalwahl
Am 15.03.2026 findet die Wahl des Kreistages des Wetteraukreises statt.
Damit sich die Wählerinnen und Wähler zur Vorbereitung ihrer Wahlentscheidung bereits vor dem Wahltag mit dem amtlichen Stimmzettel befassen können, wird hier der Musterstimmzettel für diese Wahl veröffentlicht.
Schafe als winterliche Landschaftspfleger

Dank ihrer dicken Wolle macht den Schafen Kälte und Nässe nichts aus. Durch die Kräuselung der einzelnen Wollfasern bilden sich kleine Luftkammern die dafür sorgen, dass sie gut geschützt sind. Foto: Schäferei Schmidt GbR
Die meisten Nutztiere verbringen die kalte Jahreszeit im warmen Stall – nicht jedoch die fleißigen Schafe der meisten Landschaftspfleger im Wetteraukreis. Sie gehen ihrem Job auch noch im Winter nach.
Vielen ist die Tatsache völlig unbekannt, dass auch die Winterweiden für die Existenz der Schäfer eine wesentliche Rolle spielen. Gegen Mitte September werden die Sommerweiden meist verlassen und die Schafherden weiden auf den abgeernteten Äckern das Auswuchsgetreide und auf Wiesen den letzte Aufwuchs ab. Was für Schäfer und Schafe gut ist, ist auch für die Landschaftspflege und den Naturschutz gut, denn der Samentransport zwischen Winter- und Sommergebieten trägt entscheidend zum Erhalt und zur Förderung der Biodiversität bei.
Von der Beweidung im Winter profitieren auf Wiesen vor allem die farbenprächtigen Kräuter, die im Sommer für Bestäuber aller Art entscheidend sind. Auf Wiesen und landwirtschaftlichen Flächen kann durch eine Winterbeweidung mit Schafen die Schädlingspopulation und die Wahrscheinlichkeit von Pflanzenkrankheiten nachweislich minimiert werden.
„Das zeigt wieder einmal, dass die Leistungen der Schafe in der Landschaftspflege außerordentlich und unersetzlich sind“, so Landrat Jan Weckler, Vorsitzender des Landschaftspflegeverbandes Naturschutzfonds Wetterau e.V..
Wird Schafen nicht kalt?
Mit ihrer dicken Wolle macht es den Schafen nichts aus, auch bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt draußen zu sein. Durch die Kräuselung der einzelnen Wollfasern bilden sich kleine Luftkammern und sorgen so dafür, dass sie gut vor Kälte geschützt sind. Wie gut die Wolle isoliert, erkennt man daran, dass der Schnee auf Schafen liegen bleibt und nicht durch die Körperwärme schmilzt. Wolle ist also ein hoch wirksamer Dämmstoff, der die Körperwärme hält und Kälte und Nässe nicht durchlässt.
Außerdem werden in der Landschaftspflege meist alte, standortangepasste Rassen eingesetzt, die teils seit Jahrhunderten auf Wetterfestigkeit gezüchtet wurden. Sollte man also eine Herde eingeschneiter Schafe in der Landschaft sehen, braucht man nicht besorgt sein – höchstens neidisch auf den perfekten Wintermantel, den die Schafe tragen.
Weitere Informationen zur Landschaftspflege mit Schafen sowie die Möglichkeit zum Download einer Infobroschüre finden Interessierte auf der Homepage des Naturschutzfonds Wetterau.
Die Schäfereiberatung ist Teil des Projektes „Vorbereitung, Begleitung und Evaluation von Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege durch den Naturschutzfonds Wetterau e.V.“ Es wird durch das Land Hessen im Rahmen der Richtlinie zur Förderung von Landschaftspflegeverbänden gefördert. Bewilligungsstelle ist das Regierungspräsidium Darmstadt. Die Förderung trägt insbesondere zur Umsetzung der Ziele der Hessischen Biodiversitätsstrategie bei.