Weihnachtliche Stimmung im Miniaturformat

Siegfried Rauch aus Bingenheim zeigt vier selbstgebaute Krippen im alpenländischen Stil und Wurzel-Kunstwerke im Kreishaus / Landrat Jan Weckler eröffnet Ausstellung

Drei Männer stehen in einem größeren Raum vor einer Vitrine, in der mehrere Weihnachtskrippen zu sehen sind.

Gemeinsam mit Krippenbauer Siegfried Rauch (links) und Fritz Muntetscheneder (rechts), der ihn regelmäßig beim Aufbau im Kreishaus unterstützt, eröffnet Landrat Jan Weckler rechtzeitig vor dem Ersten Advent die Ausstellung mit Rauchs handgearbeiteten Weihnachtskrippen und seinen Wurzel-Kunstwerken.

Sie ist eine der bekanntesten Erzählungen der Welt und fest verankert in der christlichen Tradition – die Weihnachtsgeschichte. Und wahrscheinlich steht nichts so sinnbildlich für sie wie das Bild der Krippe, in der das Christuskind liegt, umgeben von seinen Eltern, den Heiligen Drei Königen, Ochse, Esel, Engeln und Hirten. Zum vierten Mal - und dieses Jahr erstmals gleich in vierfacher Ausführung - hält dieses Symbol Einzug ins Friedberger Kreishaus mit der Weihnachtskrippenausstellung des Bingenheimers Siegfried Rauch. Landrat Jan Weckler hat sie jetzt gemeinsam mit dem Krippenbauer eröffnet. 

Dass es wieder stark auf Weihnachten zugeht, merkt man spätestens seit dieser Woche - viele Gärten, Haus- und Wohnungsfenster sind festlich erleuchtet und dekoriert. Und im Friedberger Kreishaus können Besucherinnen und Besucher im Foyer des Gebäudes B nun wieder die liebevoll gestalteten Weihnachtskrippen von Siegfried Rauch aus Echzell-Bingenheim bewundern. 

Bereits zum vierten Mal in Folge hat Rauch seine Krippen, die er im alpenländischen Stil komplett von Hand herstellt, in den Vitrinen des Foyers aufgebaut. In diesem Jahr ist sogar einen neue hinzugekommen, an der der Bingenheimer während des gesamten Jahres gearbeitet hat. „Im Februar habe ich damit angefangen, und im Oktober ist sie fertiggeworden. Allerdings arbeite ich in Etappen daran und nicht durchgängig“, beschreibt Siegfried Rauch auf Nachfrage des Landrats seine Vorgehensweise. Während die ersten beiden noch nach konkreten Vorlagen entstanden sind, hat der gelernte Möbelschreiner bei den Krippen Nummer drei und vier seiner Fantasie freien Lauf gelassen. „Anregungen hole ich mir aber bei Urlaubsfahrten nach Südtirol. Auch die Hintergrundfotos für die Dioramen entstehen bei diesen Reisen“, erklärt Siegfried Rauch.

„Wenn man sich diese tollen Werke ansieht, hat man sofort das Gefühl, in den Bergen angekommen zu sein“, meint auch Landrat Jan Weckler anerkennend, als er die Krippen begutachtet. Und während er sich noch verschiedene Einzelheiten zum Bau der Dioramen erklären lässt, treten bereits die ersten interessierten Beobachter an die Vitrinen heran.  Ein kleiner Junge bleibt vor den Glasschränken stehen, geht in die Hocke und winkt sofort aufgeregt seinen Vater heran, damit auch dieser die detailreichen Werke betrachtet.  

„Es gibt bei uns wohl kein Fest, dass so sehr mit dem Begriff Tradition verbunden ist, wie das Weihnachtsfest. Daher freue ich mich, dass wir mit der Krippenausstellung von Siegfried Rauch nun ebenfalls eine kleine Tradition im Kreishaus begründen. Mit großem Detailreichtum und viel handwerklichem Geschick hat Herr Rauch den bedeutenden Moment der Weihnachtsgeschichte in wunderschönen Dioramen festgehalten“, sagt Jan Weckler. Und sowohl der Landrat als auch der Krippenbauer zeigen sich zuversichtlich, die Ausstellung in der Adventszeit 2026 zu wiederholen. „Sie sind uns mit ihren Krippen jederzeit willkommen“, betont Jan Weckler. Und Siegfried Rauch hat bereits eine Idee für Krippe Nummer fünf – dieses Mal allerdings nicht im alpenländischen Stil.

Wurzelkunst im Kreishaus

Neben seinen Weihnachtskrippen stellt Siegfried Rauch in diesem Jahr auch wieder seine Kunstwerke aus Wurzeln in den Vitrinen aus. Etwa 20 Werke aus Tannen-, Akazien-, Birken- oder Eschenwurzeln, die Rauch von Wanderungen im Pfälzer Wald mitgebracht hat, sind nun ebenfalls im Foyer zu sehen. 

Krippen und Wurzelkunst im Kreishaus

Die vier selbstgebauten Weihnachtskrippen sind ab sofort und noch bis Donnerstag, 15. Januar, zu den normalen Öffnungszeiten in den Vitrinen des Foyers des Kreishauses, Gebäude B, am Europaplatz in Friedberg zu sehen. Außerdem zeigt Siegfried Rauch in weiteren Vitrinen Kunstwerke, die er aus Wurzeln gearbeitet hat. Geöffnet ist das Kreishaus montags bis mittwochs, von 7.30 Uhr bis 16 Uhr, donnerstags, von 7.30 Uhr bis 18 Uhr, sowie freitags, von 7.30 Uhr bis 12.30 Uhr. Vom 24. Dezember 2025 bis 4. Januar 2026 ist die Kreisverwaltung allerdings geschlossen.   

Veröffentlicht am: 28. November 2025