Musterstimmzettel für die Kommunalwahl
Am 15.03.2026 findet die Wahl des Kreistages des Wetteraukreises statt.
Damit sich die Wählerinnen und Wähler zur Vorbereitung ihrer Wahlentscheidung bereits vor dem Wahltag mit dem amtlichen Stimmzettel befassen können, wird hier der Musterstimmzettel (nicht barrierefrei) für diese Wahl veröffentlicht.
Zahl des Monats: 404 Kilogramm Abfall pro Einwohner
Wetteraukreis produziert im hessenweiten Vergleich wenig Restmüll – Vorbildliche Trennung zahlt sich aus

In ganz Hessen gibt es nur zwei Landkreise mit noch geringeren Hausmüllmengen als im Wetteraukreis. Foto: Manfred Richter auf Pixabay
404 Kilogramm Abfall pro Einwohnerin und Einwohner sind im Jahr 2024 im Wetteraukreis angefallen. Eine Zahl, die auf den ersten Blick hoch erscheint – im Vergleich zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild: Der hessische Durchschnitt liegt bei 438 Kilogramm pro Kopf. Zudem gibt es in ganz Hessen nur zwei Landkreise mit noch geringeren Hausmüllmengen als der Wetteraukreis.
Der entscheidende Punkt liegt in der Zusammensetzung der Abfälle. Rund 75 Prozent der 404 Kilogramm, also etwa 303 Kilogramm pro Einwohner und Jahr, bestehen aus getrennt erfassten Wertstoffen. Lediglich 25 Prozent entfallen auf den eigentlichen Haus- beziehungsweise Restmüll. Mit nur 101 Kilogramm Restabfall pro Kopf gehört der Wetteraukreis in der Abfallvermeidung und -trennung zur Spitze in Hessen.
„Die Zahl 404 darf man nicht isoliert betrachten“, betont Birgit Weckler, Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernentin des Wetteraukreises. „Hinter dieser Zahl steckt eine enorme Leistung der Bürgerinnen und Bürger im Wetteraukreis: 303 Kilogramm pro Kopf werden als Wertstoffe getrennt gesammelt. Das ist gelebter Umweltschutz. Am Ende bleibt nur eine erstaunlich kleine Menge an tatsächlichem Abfall übrig – der Restabfall. Dieses Ergebnis zeigt, wie selbstverständlich Mülltrennung für viele Menschen in der Wetterau geworden ist.“
Ein genauer Blick auf die Wertstoffe unterstreicht diese Aussage: Den größten Anteil machen die organischen Abfälle aus. 132 Kilogramm Bio- und Grünabfall pro Einwohner und Jahr werden separat gesammelt. Damit landet ein Großteil der organischen Stoffe nicht in der Restmülltonne – ein zentrales Ziel moderner Abfallwirtschaft.
Digitalisierung sorgt für weniger Papiermüll
Auch Papier, Pappe und Kartonagen machen mit 63 Kilogramm pro Kopf weiterhin einen relevanten Anteil aus, wenngleich dieser seit Jahren rückläufig ist. Grund hierfür sind unter anderem die fortschreitende Digitalisierung und die abnehmende Menge an Druckprodukten. Zwar werden mehr Pakete bestellt, doch Kartonagen bringen vergleichsweise wenig Gewicht auf die Waage. Hinzu kommen 39 Kilogramm Leichtverpackungen, die über die Gelbe Tonne entsorgt werden und 24 Kilogramm Altglas.
Ein weiteres starkes Signal ist die Nutzung der Recyclinghöfe im Wetteraukreis: Rund 90 Kilogramm Wertstoffe und Abfälle pro Einwohner und Jahr werden dort angeliefert – fast so viel, wie über die Restmülltonne entsorgt wird. Birgit Weckler zeigt sich darüber besonders erfreut: „Die Recyclinghöfe im Wetteraukreis laufen sehr gut. Sie sind längst ein selbstverständlicher Teil des Alltags der Menschen geworden. Das zeigt, wie hoch das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung ist.“
Das Fazit ist eindeutig: Die Wetterauerinnen und Wetterauer produzieren nicht zu viel Müll – sie trennen ihn vorbildlich. Und genau das sorgt dafür, dass die Restmüllmenge niedrig bleibt und wertvolle Ressourcen im Kreislauf geführt werden können.
Zur „Zahl des Monats“
Der Wetteraukreis veröffentlicht regelmäßig die „Zahl des Monats“. Ziel dieser Rubrik ist es, über interessante Daten und Fakten rund um die Region zu informieren. Die Zahlen werden dabei nicht immer vom Wetteraukreis selbst erhoben, sondern stammen teils aus externen Quellen, die im Text entsprechend kenntlich gemacht werden.