Berufliche Ausbildung auf dem neuesten Stand der Technik

Landrat Jan Weckler informiert sich am Niddaer Standort der Beruflichen Schule Oberhessen über den Einbau einer neuen CNC-Drehmaschine

Vier Menschen stehen vor einer großen Maschine.

Landrat Jan Weckler (rechts) verschafft sich bei einem Besuch des Niddaer Standorts der Beruflichen Schule Oberhessen einen Eindruck vom Einbau der neuen CNC-Drehmaschine. Schulleiter Alexander Popplow, Nicole Offermann von der Fachstelle Schulausstattung des Wetteraukreises und Fachlehrer Paul Schmelz (von links) erläutern Details des Einbaus und Anwendungsmöglichkeiten der Maschine.

Der Sommer ist da, die Ferien haben begonnen und die Schulen sind verwaist. Beste Gelegenheit für den Wetteraukreis, um in den leeren Gebäuden notwendige Um- und Ausbauarbeiten sowie Sanierungen vorzunehmen. Landrat Jan Weckler nutzt die Zeit, um sich ein Bild von den laufenden Bauaktivitäten und vom Zustand der Gebäude zu machen. Der aktuelle Besuch führte ihn dieses Mal an den Standort Nidda der Beruflichen Schule Oberhessen.

Im Zuge der Modernisierung der technischen Ausstattung an der Beruflichen Schule Oberhessen erhielt der Standort Nidda eine neue CNC-Drehmaschine. Aufgrund des hohen Gewichts der neuen Anlage waren zunächst vorbereitende Prüfungen und Arbeiten notwendig, bevor schließlich Anlieferung und ein aufwendiger Einbau anstanden. Vom gelungenen Ergebnis dieser Maßnahme überzeugte sich Landrat Jan Weckler bei einem Besuch als Teil seiner Schultour während der Sommerferien. 

„Überall schreitet die Technisierung voran. Da bilden Handwerk und Industrie keine Ausnahme. Neue, immer präzisere und vielfältiger einsetzbare Maschinen erstellen immer komplexere Werkstücke. Um die Berufsschülerinnen und -schüler auf diesem neuesten Stand der Technik auszubilden, hat der Wetteraukreis für den Standort Nidda der Beruflichen Schule Oberhessen eine neue CNC-Drehmaschine angeschafft und einbauen lassen. Somit bleibt sichergestellt, dass die Ausbildung an den Beruflichen Schulen im Wetteraukreis ein konstant hohes Niveau behält“, sagte der Landrat mit Blick auf die neue Anlage. Der für den Bereich Zerspanungsmechanik zuständige Lehrer Paul Schmelz erläuterte dem Landrat anschließend Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten in der Ausbildung. Die bisherige Maschine, die mittlerweile ein gewisses Alter erreicht hatte und vermehrt Defekte aufwies, hat man umweltgerecht entsorgt. 

Im Vorfeld der eigentlichen Austauscharbeiten erstellte die Fachstelle Bauunterhaltung Schulen zunächst die Statikberechnungen für die mit dem Austausch verbundenen Traglasten. Darauf basierend wurden der Kriechkeller unter dem künftigen Standort abgestützt und Befestigungsstützen samt -konsolen ausgetauscht. Auch eine Gebäudewand mussten geöffnet und die Geschossdecke ertüchtigt werden. 

Anspruchsvolle Anlieferung und Einbau

Anlieferung und Einbau stellten ebenfalls eine Herausforderung dar, wie der Landrat im Austausch mit Schulleiter Alexander Popplow und Nicole Offermann von der Fachstelle Schulausstattung des Wetteraukreises erfuhr. So musste zunächst aufgrund der größeren Aufstellmaße der neuen Anlage die bisherige stählerne Aufstellplatte für die Maschine an zwei Seiten um jeweils 25 Zentimeter erweitert werden. Die Maße der neuen Anlage machten außerdem besondere Vorkehrungen bei Anlieferung und Installation notwendig. Türen, Wandbereiche und Oberlichter mussten teilweise ausgebaut werden. Um eine Überlastung des Bodens zu vermeiden, legte man den gesamten Transportweg im Schulbereich mit Lastverteilplatten aus. In den teils engen Gebäudebereichen kamen spezielle Flurförderfahrzeuge für den Transport zum Einsatz. Nach dem Einbau erfolgte eine umfassende Einweisung des künftigen Lehr- und Bedienpersonals in Betrieb, Wartung und die Sicherheitsvorschriften für die Maschine.

Die Gesamtkosten der Anschaffung sowie der vorausgehenden Arbeiten belaufen sich auf rund 170.500 Euro. Der Zeitraum vom Start der Vorarbeiten bis zum letztlichen Aufstellen der Maschine umfasste knapp eineinhalb Jahre - von November 2024 bis März dieses Jahres.

Schul-Sommertour

Jedes Jahr in den Sommerferien besucht Landrat Jan Weckler zahlreiche Baustellen an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises. Vor Ort informiert er sich über Baufortschritte, abgeschlossene Arbeiten und Investitionen in die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. Diese Maßnahmen sind Teil des großen Schulinvestitionsprogramms. In dessen Rahmen verwendet der Wetteraukreis mehr als 500 Millionen Euro für Ausbau, Sanierung und Ausstattung der Schulen. Die Summe bezieht sich auf Projekte, die sich gegenwärtig in Planung oder Umsetzung befinden.

Veröffentlicht am: 16. Juli 2026