Chancen sichern nach Schulschluss
Kreisförderprogramm „Generation Nachbarschaft“ unterstützt die Hausaufgabenhilfe des DRK Ortsvereins Münzenberg

Freut sich über so viel Engagement für Kinder: Kreisbeigeordnete Marion Götz informiert sich über das Projekt „Hausaufgabenbetreuung“ bei den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen (von links) Susanne Hörschelmann-Zörb, Heidi Stahl-Streit und Inge Fauerbach und dem Leiter der Sozialarbeit des DRK Münzenberg, Frank Metz.
Hausaufgaben macht fast kein Schulkind gerne. Oft braucht es Motivation und Unterstützung. In einigen Familien gibt es aber keine Eltern, die den Nachwuchs beim Rechnen, Lesen und Schreiben am Nachmittag begleiten könnten. Das Deutsche Rote Kreuz Münzenberg bietet Grundschülerinnen und Grundschülern einen sicheren Hafen nach der Schule und Unterstützung und Struktur bei den Hausaufgaben an. Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Marion Götz hat den engagierten Helferinnen und Helfern einen Förderbescheid in Höhe von 4.000 Euro aus dem Kreisförderprogramm „Generation Nachbarschaft“ überreicht.
15 Kinder werden derzeit montags bis donnerstags in Münzenberg einzeln oder zu zweit von Ehrenamtlichen betreut. Die Betreuung erfolgt in enger Abstimmung mit den Lehrkräften der Kinder. Ein Kleinbus holt sie dafür nach Schulschluss an ihren Heimatorten in Butzbach und Rockenberg ab und bringt sie um 16:30 Uhr wieder zurück. Schüler aus Gambach machen sich selbst zu Fuß auf den Weg. Die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer, unter denen etwa Ergotherapeuten und pensionierte Lehrkräfte sind, helfen in der Zwischenzeit nicht nur bei den Hausaufgaben, sondern haben auch ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Kinder. Besonderes Highlight für die Kleinen ist der Therapiehund Luigi, dem die Kinder ihre Lieblingsgeschichte vorlesen und so für das regelmäßige Lesetraining begeistert werden.
Kreisbeigeordnete Marion Götz würdigte das hohe Engagement: „Dieses Projekt ist für alle, die hier mithelfen, eine Herzenssache und für uns als Gesellschaft unverzichtbar.“ Der Schulalltag sei für viele Kinder herausfordernd und nicht jedes Kind habe dabei die gleichen Startchancen, so Götz weiter. Manche Kinder hätten aufgrund von Sprachbarrieren oder aus anderen Gründen erheblich erschwerte Bedingungen. „Das DRK in Münzenberg leistet daher einen wichtigen Beitrag dafür, dass auch diese den Anschluss in der Schule halten können, Erfolgserlebnisse feiern dürfen, die bestmögliche Bildung erhalten und ihre Potentiale ausschöpfen können.“
Die Fördermittel des Wetteraukreises helfen dem DRK Münzenberg bei der Finanzierung des Projekts und der Beschaffung von Sachmitteln für den Alltag in der Hausaufgabenbetreuung.