Gemeinsam Kochen verbindet Generationen und Kulturen
Kreisförderprogramm „Generation Nachbarschaft“ unterstützt Kulturoase e.V. in Bad Vilbel mit 3.000 Euro

Marion Götz übergibt den Förderbescheid an Beyza-Nur Öz, Mitglied der Jugendplattform der Kulturoase e.V., und Meltem Cicek, Vorsitzende der Jugendplattform der Kulturoase e.V..
Wenn unterschiedliche Generationen und Kulturen zusammenkommen, entstehen Begegnungen, die weit über den Moment hinaus wirken. Genau das ermöglicht das Projekt „Gemeinsam Kochen, Gemeinsam Leben“ der Kulturoase e.V., das der Wetteraukreis im Rahmen des Förderprogramms „Generation Nachbarschaft“ mit 3.000 Euro unterstützt. Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Marion Götz überreichte den Organisatorinnen nun den Förderbescheid.
„Dieses Projekt zeigt eindrücklich, wie einfach Begegnung gelingen kann – nämlich, indem Menschen zusammenkommen, miteinander kochen und ins Gespräch kommen“, sagte Marion Götz bei der Bescheidübergabe an Beyza-Nur Öz und Meltem Cicek von Kulturoase e.V.. „Hier wird nicht nur gemeinsam gegessen, sondern es werden aktiv Brücken zwischen Generationen und Kulturen gebaut. Genau solche Ideen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Landkreis.“
Das Projekt richtet sich an Jugendliche, junge Erwachsene mit Fluchterfahrungen sowie Besucherinnen und Besucher von Jugendzentren und bringt sie regelmäßig mit älteren Menschen zusammen. Alle zwei Wochen wählen die Teilnehmenden Rezepte aus ihren Herkunftskulturen aus, gehen gemeinsam einkaufen und bereiten die Gerichte zu. Dabei übernehmen sie Verantwortung und erleben Wertschätzung für ihre eigenen Traditionen.
Ein Höhepunkt des Projekts „Gemeinsam Kochen, Gemeinsam Leben“ ist ein Besuch in einem Seniorenheim, bei dem selbstgemachte Nachspeisen probiert und Spiele gespielt sowie Gespräche geführt werden. Unterstützung leisten bei Bedarf Dolmetscherinnen und Dolmetscher.
Aktive Mitgestaltung als zentrales Element
Ein zentrales Element des Projekts ist die aktive Mitgestaltung durch die Teilnehmenden selbst: Sie wählen Rezepte aus, organisieren den Einkauf und dokumentieren ihre Erfahrungen. Als nachhaltiges Ergebnis entsteht ein gemeinsames Kochbuch, das nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichten des Austauschs und der Begegnung festhält.
„Das Projekt überzeugt besonders durch seine Langfristigkeit und die aktiven Einbindung der Teilnehmenden“, so Kreisbeigeordnete Marion Götz. „Das geplante Kochbuch wird ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Zusammenhalt und gelebte Nachbarschaft sein.