Langfristige Stärkung des Tourismus im Wetteraukreis
TourismusRegion Wetterau GmbH wird neu aufgestellt

Landrat Jan Weckler und der Geschäftsführer der TourismusRegion Wetterau Volker Spies wollen den Tourismus im Wetteraukreis nachhaltig stärken.
Der Wetteraukreis stellt die Weichen für eine zukunftsfähige Tourismusentwicklung: Die TourismusRegion Wetterau GmbH (TRW) soll organisatorisch und finanziell neu aufgestellt werden. Geplant ist, dass der Wetteraukreis alleiniger Gesellschafter wird. Die Städte und Gemeinden bleiben weiterhin wichtige Partner der touristischen Entwicklung und können sich über Kooperationen aktiv an der Arbeit der Gesellschaft beteiligen.
Mit der Neuaufstellung reagiert der Wetteraukreis auf die veränderten Anforderungen im Tourismus sowie auf die Rahmenbedingungen des Landes Hessen. Seit der Gründung der TRW im Jahr 2015 haben sich Aufgaben und Bedeutung der Gesellschaft deutlich weiterentwickelt. Aus einer Organisation für touristische Basisinformationen ist zunehmend eine zentrale Akteurin für Tourismus und Standortmarketing geworden. Der Kreisausschuss hat der Neustrukturierung bereits zugestimmt, nun sollen im Kreistag die Beratungen fortgeführt werden.
„Der Tourismus ist für den Wetteraukreis längst mehr als Freizeit und Erholung. Er stärkt unsere Wirtschaft, erhöht die Attraktivität unseres Standortes und trägt wesentlich zur Lebensqualität in unserer Region bei“, betont Landrat Jan Weckler. „Deshalb wollen wir die TourismusRegion Wetterau so aufstellen, dass sie ihre Aufgaben auch in Zukunft erfolgreich und verlässlich wahrnehmen kann.“
Tourismus hat sich weiterentwickelt
Die Anpassung der Gesellschaftsstruktur ist zugleich eine Reaktion auf die aktuellen Rahmenbedingungen des Landes Hessen. Der Tourismuspolitische Handlungsrahmen fordert leistungsfähige touristische Organisationen mit ausreichenden finanziellen und personellen Ressourcen. Diese können insbesondere von verbesserten Fördermöglichkeiten profitieren. Vor diesem Hintergrund wird mit der Neuorganisation zugleich eine zentrale Empfehlung des bereits im Jahr 2020 vom Kreistag beschlossenen Tourismuskonzeptes umgesetzt.
Zu den Empfehlungen des Tourismuskonzepts gehören auch die bereits umgesetzte stärkere Vernetzung innerhalb der Destination FrankfurtRheinMain, die Förderung des Tagestourismus und der Naherholung sowie die weitere Profilierung der Wetterau in den Bereichen Kultur, Geschichte, Genuss, Regionalität und Gesundheit. Zudem werden im Zuge der Neustrukturierung die europäischen beihilferechtlichen Vorgaben vollständig erfüllt.
Bisher sind neben dem Wetteraukreis die Städte Büdingen, Butzbach, Friedberg, Nidda und Ortenberg sowie die Gemeinde Glauburg Gesellschafter der TRW. Künftig soll der Wetteraukreis sämtliche Gesellschaftsanteile übernehmen und damit die finanzielle Hauptverantwortung tragen. Das Stammkapital der Gesellschaft bleibt unverändert.
Künftig sollen alle Kommunen die Möglichkeit erhalten, über Kooperationsverträge mit der TRW zusammenzuarbeiten. Damit können sie sich klar definierte Leistungen einkaufen, die über die TRW abgewickelt oder unterstützt werden. Die Finanzierung erfolgt dabei über gestaffelte Jahresbeiträge, die sich unter anderem an Einwohnerzahlen und Übernachtungszahlen orientieren.
Landrat Jan Weckler erklärt: „Mit der Übernahme der alleinigen Gesellschafterrolle schaffen wir Stabilität und Planungssicherheit für die touristische Entwicklung im gesamten Kreisgebiet. Gleichzeitig bleiben die Städte und Gemeinden wichtige Partner für die Gesellschaft. Die touristische Entwicklung der Wetterau kann nur gemeinsam gelingen.“
Die enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden sowie weiteren touristischen Akteuren sei weiterhin ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Entwicklung des Tourismus im Wetteraukreis. Die TRW solle als zentrale Organisation die touristischen Aktivitäten der Städte und Gemeinden bündeln, unterstützen und weiterentwickeln.
„Die Wetterau verfügt über großes touristisches Potenzial. Mit der Neustrukturierung schaffen wir die Voraussetzungen, dieses Potenzial noch besser zu nutzen und die Region als attraktiven Lebens-, Wirtschafts- und Erholungsraum weiter zu stärken“, so der Landrat abschließend.