Plädoyer für Schutz und Stärkung natürlicher Lebensräume
5. Wetterauer Klimaschutzkonferenz rückt „Natürlichen Klimaschutz“ und Aktivitäten vor Ort in den Fokus

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler (5. von rechts) mit den Referentinnen und Referenten sowie Organisatorinnen und Organisatoren des Kreises (von links): Stephan Zelewski (Wetteraukreis), Susanne Feiler (Wetteraukreis), Christian Sperling (Wetteraukreis), Hilke Bertschy-Abele, Vincent Krieg (Wetteraukreis), Frank Uwe Pfuhl, Moderator Prof. Holger Rohn, Thomas Kehl, Nha-Yong Au und Thomas Hellingrath.
Was ist „Natürlicher Klimaschutz“ und wie lässt sich dieser auf kommunaler Ebene umsetzen? Mit diesen Fragen beschäftigte sich die 5. Wetterauer Klimaschutzkonferenz im Friedberger Kreishaus. Rund 80 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen sowie Fachleute tauschten sich dazu aus.
„Die Veränderungen durch den Klimawandel zeigen sich auch bei uns vermehrt, etwa mit langen Hitzeperioden oder häufiger auftretenden Starkregenereignissen. Alle Entscheidungsebenen sind nun gefordert, und es bieten sich vielfältige Einflussmöglichkeiten im kommunalen Bereich. Ich freue mich daher, dass heute hier so viele Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen und weitere Fachleute zur 5. Wetterauer Klimaschutzkonferenz zu Gast sind“, erklärte die Fachdezernentin, Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler, zur Begrüßung. „Ein nicht zu vernachlässigendes Betätigungsfeld ist der sogenannte ‚Natürliche Klimaschutz‘, also Schutz und Stärkung sowie Wiederherstellung natürlicher Lebensräume. Ich bin mir sicher, dass wir nun interessante Beiträge hören werden und in einem anschließenden regen Austausch Gelegenheit haben, voneinander zu lernen, um unser Ziel schneller und besser zu erreichen“, so Birgit Weckler.
Nach den einleitenden Worten der Ersten Kreisbeigeordneten und einem Dank an das Organisationsteam der Kreisverwaltung übernahm Professor Holger Rohn, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM), die Moderation der weiteren Veranstaltung. Rohn eröffnete den ersten von zwei Vortragsblöcken und führte durch die sich anschließenden Fragerunden nach den jeweiligen Beiträgen.
Zunächst stellte der neue Klimaschutzmanager des Wetteraukreises, Vincent Krieg, den aktuellen Stand des Integrierten Klimaschutzkonzepts des Kreises, seine Handlungsfelder und die Einflussbereiche der Kreisverwaltung vor. Danach gab Thomas Kehl vom Hessischen Regionalbüro für Natürlichen Klimaschutz einen Überblick zum Aktionsprogramm „Natürlicher Klimaschutz“ sowie dessen Hintergründe und Fördermöglichkeiten. Es folgten Praxisbeispiele von Stephan Zelewski (Wetteraukreis) zu Klimaanpassung und „Natürlichem Klimaschutz“ an Wetterauer Schulen, von Hilke Bertschy-Abele vom Amt für Bodenmanagement in Büdingen zu „Natürlichem Klimaschutz“ durch Flurbereinigung und Nha-Yong Au, Klimaanpassungsmanagerin aus Oberursel, zu mit Fördermitteln umgesetzten Projekten.
Nach der Pause stellte Thomas Hellingrath, Geschäftsführer der Landesgartenschau gGmbH, anhand verschiedener Projektbeispiele die Landesgartenschau als Motor für den Klimaschutz vor. Zum Abschluss ging der Vorsitzende der NABU Umweltwerkstatt Wetterau, Frank Uwe Pfuhl, der Frage nach, wie man seinen Garten klimafreundlich und naturnah gestalten kann.
Bereits vor Veranstaltungsstart und zwischen den Vortragsblöcken hatten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich an mehreren aufgebauten Infoständen in die Thematik zu vertiefen.
Weitere Informationen
Weitere Informationen zum Thema „Klimaschutz im Wetteraukreis“ erhält man auf der Internetseite des Kreises.