Rechtzeitig planen, um solange wie möglich selbstbestimmt zu leben
Team vom Pflegestützpunkt des Wetteraukreises informiert Besucherinnen und Besucher des 1. Ranstädter Präventionstags zum Thema Vorsorge

Nina Clement (links) und Marion Grumbrecht vom Pflegestützpunkt in Büdingen standen für persönliche Gespräche zur Verfügung und berieten Interessierte mit einem umfangreichen Angebot an Informationsmaterialien.
Was tun, wenn Krankheiten oder das zunehmende Alter die Bewältigung des Lebensalltags immer weiter erschweren? Antworten auf diese Fragen und Tipps, wie man rechtzeitig vorsorgt, gaben Vertreterinnen des Pflegestützpunkts des Wetteraukreises beim 1. Ranstädter Präventionstag.
Nina Clement und Marion Grumbrecht vom Pflegestützpunkt informierten zahlreiche Besucherinnen und Besucher rund um die Bereiche Pflege, Unterstützungsangebote sowie zu Vorsorgemöglichkeiten. Einen Schwerpunkt bildete dabei das Thema: Wie setze ich mich mit möglichen Einschränkungen, etwa durch zunehmendes Alter oder durch eine Erkrankung, auseinander und welche Vorsorgemöglichkeiten habe ich?
Ein besonderes Angebot am Stand des Pflegestützpunkts waren der Alterssimulationsanzug und verschiedene Simulationsbrillen für Augenerkrankungen, mit denen sich typische körperliche Veränderungen von Alter und Erkrankung unmittelbar erfahrbar machen ließen. Dazu zählen unter anderem eine eingeschränkte Beweglichkeit, nachlassende Muskelkraft, Gleichgewichtsprobleme und eingeschränkte Sehfähigkeit sowie eine reduzierte Feinmotorik. Die eindrücklichen Erfahrungen bei der Benutzung von Anzug und Brillen machten den Besucherinnen und Besuchern deutlich, wie herausfordernd Alltagssituationen bei körperlichen Einschränkungen werden können.
Die beiden Mitarbeiterinnen vom Pflegestützpunkt Wetteraukreis Ost aus Büdingen stellten darüber hinaus Möglichkeiten der Vorsorge vor und informierten über Leistungsansprüche und Unterstützungsmöglichkeiten bei bereits bestehender Pflegebedürftigkeit. Technische Hilfen, verschiedene Hilfsmittel oder kleine Umbaumaßnahmen können beispielsweise dazu beitragen, möglichst lange selbstständig in den eigenen vier Wänden zu leben.
Darüber hinaus wurde deutlich, wie wichtig die Leistungen der Pflegeversicherung für die Organisation der Pflege sind. Sie bieten finanzielle und praktische Unterstützung. Wer sich frühzeitig informiert, kann diese Leistungen gezielt nutzen.
Der Präventionstag zeigte, wie wichtig Beratungsangebote sind. Der Pflegestützpunkt leistet hierbei einen wichtigen Beitrag, indem er Menschen ermutigt, sich frühzeitig mit dem Thema Vorsorge auseinanderzusetzen. Zudem informiert er über Leistungsansprüche und Angebote. Die Beratung des Pflegestützpunkts ist trägerneutral, kostenfrei und auf die individuellen Bedürfnisse der Ratsuchenden ausgerichtet, bei Bedarf auch als Hausbesuch.
Weitere Informationen
Wer die Dienste des Pflegestützpunkts in Anspruch nehmen möchte, findet hier kompetente Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner:
Pflegestützpunkt Wetteraukreis Ost, Berliner Straße 31, 63654 Büdingen, Telefon (06042) 989-3465, -3464 oder -3413 und
Pflegestützpunkt Wetteraukreis West, Pfingstweide 7, 61169 Friedberg, Telefon (06031) 83-3412 oder -3411
sowie per E-Mail.