Schulbau im Wetteraukreis: Direkter Draht ins Kreishaus

Stadtschule an der Wilhelmskirche in Bad Nauheim erhält neue Gebäudeleittechnik

Vier Menschen stehen in einem Keller vor einem Metallschrank, in dem sich viel Technik befindet.

Schulleiterin Margit Boas, Landrat Jan Weckler und Oliver Schilling und Alexander Hiemer vom Hochbauamt des Wetteraukreises inspizieren die neue Gebäudeleittechnik in der Stadtschule an der Wilhelmskirche.

Der Sommer ist da, die Ferien haben begonnen und die Schulen sind verwaist. Beste Gelegenheit für den Wetteraukreis, um in den leeren Gebäuden notwendige Um- und Ausbauarbeiten sowie Sanierungen vorzunehmen. Landrat Jan Weckler nutzt die Zeit, um sich ein Bild von den laufenden Bauaktivitäten und vom Zustand der Gebäude zu machen. In der Stadtschule an der Wilhelmskirche in Bad Nauheim stieg er gemeinsam mit Alexander Hiemer und Oliver Schilling vom Hochbauamt ins Untergeschoss, um modernste Technik zu bestaunen. 

Im Keller des historischen Schulgebäudes aus dem frühen 19. Jahrhundert blinkt es. In einem grauen, unscheinbaren Metallschrank verbirgt sich seit kurzem das „Gehirn“ der Grundschule: Die neue Gebäudeleittechnik überwacht, steuert und optimiert Anlagen wie Lüftung, Heizung, Klimaanlage, Beleuchtung oder Energieversorgung. Sie misst, wo es zu warm ist und regelt Heizungen herunter. Sie erfasst, wo ein Raum leer ist und sich das Licht ausschalten kann. Die Technik ist direkt mit dem Kreishaus in Friedberg verbunden und kann von dort aus bei Bedarf weiter justiert werden. Außerdem können die Mitarbeiter bei Störungen direkt handeln.

Der Hightech-Schrank hat den Wetteraukreis rund 214.000 Euro gekostet. Auch an der Degerfeldschule in Butzbach, dem Burggymnasium in Friedberg sowie der Singbergschule in Wölfersheim wurde die Gebäudeleittechnik erneuert. Landrat Jan Weckler zeigte sich begeistert: „Moderne Schulen brauchen nicht nur gute Lehrkräfte, modernes Mobiliar und geeignete Schulbücher oder digitale Tafeln. Sie benötigen auch eine intelligente Infrastruktur, um ein sicheres, komfortables und energieeffizientes Lernumfeld zu schaffen.“ Der direkte Draht zu den erfahrenen und versierten Mitarbeitern der Gebäudetechnik des Wetteraukreises ermögliche es den Schulen zudem, bei Ausfällen oder Störungen ihren Betrieb weitestgehend ungestört und schnell fortführen zu können, sagte Weckler.

Mehr als 500 Millionen Euro für den Schulbau

Jedes Jahr in den Sommerferien besucht Landrat Jan Weckler zahlreiche Baustellen an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises. Vor Ort informiert er sich über Baufortschritte, abgeschlossene Arbeiten und Investitionen in die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. Diese Maßnahmen sind Teil des großen Schulinvestitionsprogramms. In dessen Rahmen verwendet der Wetteraukreis mehr als 500 Millionen Euro für Ausbau, Sanierung und Ausstattung der Schulen. Die Summe bezieht sich auf Projekte, die sich gegenwärtig in Planung oder Umsetzung befinden.

Veröffentlicht am: 14. Juli 2026