Verstärkung beim Klimaschutz im Wetteraukreis

Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts hat begonnen

Landrat Jan Weckler und Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler stellen den neuen Klimaschutzmanager Vincent Krieg vor.

Landrat Jan Weckler und Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler stellen den neuen Klimaschutzmanager Vincent Krieg vor.

Klimaschutz steht im Wetteraukreis schon seit vielen Jahren ganz oben auf der Agenda. Als Ergänzung zu den bestehenden Konzepten soll nun ein integriertes Klimaschutzkonzept entstehen, das neben der Kreisverwaltung auch das gesamte Kreisgebiet in den Blick nimmt. Für die Umsetzung des Projekts wurde das Klimaschutz-Team des Wetteraukreises weiter verstärkt. 

Als Grundlage für das integrierte Klimaschutzkonzept soll eine Bestandsaufnahme der aktuellen Energieverbräuche und Treibhausgasemissionen des Wetteraukreises, sowohl im Rahmen der Kreisverwaltung als auch des gesamten Kreisgebietes, dienen. Ein externes Dienstleistungsbüro wird bei der Datensammlung und -analyse unterstützen sowie Potenziale für die Verbesserung des Klimaschutzes identifizieren. Für das über zwei Jahre angesetzte Vorhaben konnte die Kreisverwaltung mit dem studierten Geographen Vincent Krieg einen zusätzlichen Klimaschutzmanager gewinnen. Dies ist möglich, weil das integrierte Klimaschutzkonzept durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie die Nationale Klimaschutzinitiative mit rund 170.000 Euro gefördert wird. 

„Klimaschutz ist eine gemeinschaftliche und gesellschaftlich geteilte Verantwortung. Mit einem partizipativen Ansatz wollen wir den Bürgerinnen und Bürgern, der Kreisverwaltung und politischen Entscheidungsträgern die Möglichkeit geben, notwendige Maßnahmen zur Stärkung des Klimaschutzes gemeinsam zu entwickeln und umzusetzen“, hebt Landrat Jan Weckler hervor. 

Ziel ist es, Maßnahmen zu identifiziert und umzusetzen, welche die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen reduzieren und die Umstellung auf erneuerbare Energien fördern.

Das Projekt ist ein zentraler Baustein dafür, die vom Kreistag beschlossenen Klimaziele zu erreichen und ergänzt das bestehende, langjährige Engagement der Kreisverwaltung um eine ganzheitliche Perspektive“, betont Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler und verweist unter anderem auf das „Klimaschutzkonzept für die kreiseigenen Liegenschaften“ und zugehörige Teilkonzepte von 2020, auf deren Grundlage vor allem die Emissionen der Gebäude und des Fuhrparks des Wetteraukreises schrittweise reduziert werden. 

Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept soll der Blick nun auf sämtliche klimarelevanten Handlungsfelder und Einflussbereiche der Kreisverwaltung erweitert werden. Dies umfasst unter anderem die Energieversorgung, Abfallwirtschaft, den Verkehr und den industriellen Sektor im gesamten Kreisgebiet. In den nächsten Monaten werden in Workshops, Onlineformaten und Infoveranstaltungen die Öffentlichkeit und Kreisverwaltung konkret in die Erarbeitung des Konzepts einbezogen, um Ideen und Anregungen aus der Region aufzunehmen.

„Das integrierte Klimaschutzkonzept soll der Kreisverwaltung in den nächsten Jahren als verlässliche Grundlage für die Planung und Umsetzung weiterer Klimaschutzmaßnahmen dienen. Dabei wird der Wetteraukreis regelmäßig über wichtige Meilensteine, Ergebnisse und Möglichkeiten zur Mitwirkung informieren. So wollen wir auch unserer Vorbildrolle gerecht werden“, betonen Landrat und Erste Kreisbeigeordnete abschließend.

Veröffentlicht am: 15. Juni 2026