Musterstimmzettel für die Kommunalwahl

Am 15.03.2026 findet die Wahl des Kreistages des Wetteraukreises statt. 
Damit sich die Wählerinnen und Wähler zur Vorbereitung ihrer Wahlentscheidung bereits vor dem Wahltag mit dem amtlichen Stimmzettel befassen können, wird hier der Musterstimmzettel (nicht barrierefrei) für diese Wahl veröffentlicht.

Katastrophenschutz: Vorbereitung zahlt sich aus

Katastrophenschutz im Fokus – Vorsorge, Prävention und richtiges Handeln

Das Bild zeigt einen Rucksack, haltbare Lebensmittel, Medikamente und die wichtigsten persönlichen Dokumente wie den Reisepass.

Auf den Krisenfall kann man sich im eigenen Haushalt gut vorbereiten.

Licht aus, Strom weg, Heizungen kalt. Der mehrtägige Stromausfall in Berlin im Januar 2026 hat gezeigt, wie schnell alltägliche Strukturen ins Wanken geraten können. Viele Menschen wurden unvorbereitet getroffen – und auch bei uns kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer ähnlichen Situation kommt. In einer Serie informiert der Wetteraukreis über die wichtigsten Maßnahmen für den Katastrophenschutz im Alltag. Heute: Die richtige Vorbereitung zahlt sich aus. 

Extremwetter, Unfälle, Sabotage oder Cyberangriffe können dazu führen, dass IT-Systeme gestört oder Leitungen für Strom, Wasser, Gas oder Mobilfunk beschädigt sind. Die Auswirkungen können immens sein: In Krankenhäusern, Versorgungswerken oder Supermärkten kann nicht normal gearbeitet werden, der Zahlungsverkehr steht ebenso still wie das Internet oder der Mobilfunk. 

„Die möglichen Störungen können unterschiedliche Auswirkungen haben und viele Menschen gleichzeitig betreffen. Allein deshalb kann es dauern, bis alle Betroffenen Hilfe erhalten“ betont Landrat Jan Weckler. 

Von entsprechenden Vorfällen könnten wir alle in unserem privaten Haushalt schnell konkret betroffen sein, da weder Heizen noch Kochen oder das Kühlen von Lebensmitteln möglich sein kann. Das Licht kann ebenso ausfallen wie die Möglichkeit der Informationsbeschaffung auf den etablierten Wegen über Handy oder Fernseher. 

Landrat Jan Weckler: „Eine kluge Vorratshaltung kann bei diesen Situationen extrem hilfreich sein und bedarf einiger Vorbereitung“. 

Für die Bevorratung von Lebensmitteln gilt, dass sich ein Haushalt möglichst zehn Tage versorgen können sollte. Auch ein Vorrat für drei Tage ist schon hilfreich, um schrittweise darauf aufzubauen. Dafür ist es sinnvoll, haltbares Essen anzuschaffen, das nicht gekühlt werden muss. Außerdem sollten Lebensmittel dabei sein, die nicht gekocht werden müssen und solche, die eine kurze Kochzeit haben, sodass die möglicherweise wertvolle Energie aus Camping-Kocher oder Grill länger hält. Empfohlen werden beispielsweise Obst- und Gemüsekonserven, Nudeln, Reis und Kartoffeln, Fertigsuppen und Getreideflocken. 

Für das Kochen im Innenraum kann auch ein Fondue-Set oder ein Stövchen mit Teelicht zum Aufwärmen sinnvoll sein. Auch an Allergien und Essgewohnheiten sowie die Bedürfnisse von (Klein-)Kindern und Haustieren sollte bei der Anschaffung gedacht werden. 

Besonders wichtig ist der Wasservorrat: Idealerweise sollten zwei Liter pro Person und Tag vorgehalten werden, wobei jeweils ein halber Liter zum Kochen gedacht ist. Für einen dreiköpfigen Haushalt bedeutet dies einen Bedarf von 18 Litern Wasser für drei Tage oder 60 Litern für zehn Tage. 

Sinnvoll ist auch eine Vorbereitung für den Fall, dass die Heizung ausfällt. Damit gerade im Winter die Innenräume nicht so schnell auskühlen, können Gasheizer, Ethanolkamine oder Petroleumöfen als alternative Heizquelle genutzt werden. Hier gilt es die Sicherheitsvorkehrungen einzuhalten. Weil so nicht alle Räume beheizt werden können, sollten Fenster und Türen geschlossen gehalten werden. Mit warmer Kleidung, Decken und Schlafsäcken kann der Ausfall ebenso eine Zeit lang überbrückt werden. 

Zu einer guten Vorbereitung zählt auch die sichere Aufbewahrung der wichtigsten Dokumente wie Geburtsurkunden, Personalausweise, Grundbucheinträge oder Zeugnisse und Vollmachten. Diese sollten griffbereit und in einem feuerfesten sowie wasserdichten Behälter aufbewahrt werden. Die wichtigen Dokumente sollten immer Teil eines sogenannten Notgepäcks sein. Gerade bei einem Brand oder bei Extremwetter kann das schnelle Verlassen des Zuhauses notwendig werden. Das Notgepäck sollte daher auch warme Kleidung, Erste-Hilfe Material sowie persönliche Medikamente und Hygieneartikel enthalten. Auch eine geladene Powerbank und Bargeld werden empfohlen. 

Bei der Vorbereitung für eine Notsituation sollte immer auch an die Vorsorge für Menschen mit Beeinträchtigungen sowie Kinder gedacht werden. 

Ebenso gilt es die Informationsbeschaffung für den Ausfall der Netze vorzuplanen. Hier helfen ausgedruckte Kontaktlisten, die Kenntnis von Anlaufstellen am Wohnort und Radios, die keinen Strom benötigen. 

„Die Vorbereitung auf eine Notsituation ist immer ein Stück weit individuell und je nach Lebenssituation unterschiedlich. Dennoch gibt es gute und klare Empfehlungen und Checklisten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), an denen wir uns orientieren können. Bei der Vorbereitung helfen auch kleine Schritte, um in der Notsituation richtig zu handeln“, sagt Landrat Jan Weckler. 

Den Ratgeber sowie eine Checkliste für die Vorbereitung gibt es online auf der Webseite des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Veröffentlicht am: 24. Februar 2026