Engagierter Streiter für den Erhalt des kulturellen Erbes der Region

Landrat Jan Weckler und Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler danken langjährigem Vorsitzenden des Wette-rauer Denkmalbeirats, Gustav Jung, für dessen Arbeit

Eine Frau und ein Mann stehen in einem Raum. Die Frau überreicht dem Mann einen Präsentkorb, den beide in Händen halten.

Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler dankt dem lang-jährigen Vorsitzenden des Denkmalbeirats des Wetteraukreises, Gustav Jung, für sein jahrzehntelanges, engagiertes Wirken zum Erhalt wichtiger Gebäude und Funde des kulturellen Erbes der Region.

Seit 1997 leitet Gustav Jung aus Bad Nauheim den Denkmalbeirat des Wetteraukreises, dem er seit 1994 angehört. Da er den Vorsitz mit Beginn der neuen Legislaturperiode abgeben wird, würdigen Landrat Jan Weckler und Erste Kreisbeigeordnete Birgit Weckler seine langjährigen Verdienste um den Denkmalschutz im Kreis, die schon viel früher begannen. 

„Fast drei Jahrzehnte prägte Gustav Jung den Denkmalschutz im Wetteraukreis in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Beirats bei der Unteren Denkmalschutzbehörde maßgeblich mit. Mit großer fachlicher Kompetenz, außergewöhnlichem Engagement und viel Leidenschaft setzte er sich für den Erhalt unseres kulturellen Erbes ein, gab wichtige Impulse und hinterlässt damit bleibende Spuren“, würdigt Landrat Jan Weckler das Wirken Jungs über diesen langen Zeitraum.

Und die Erste Kreisbeigeordnete und für den Bereich Denkmalschutz zuständige Dezernentin, Birgit Weckler, ergänzt: „Sein fundiertes Wissen eines Allrounders bereicherte jede Diskussion zum Denkmalschutz im Kreis und brachte das Thema voran. Mit seinem unermüdlichen Einsatz sorgte Gustav Jung für dessen Akzeptanz in Politik und Bevölkerung, wofür der Wetteraukreis ihm herzlich dankt.“ Die Erste Kreisbeigeordnete nutzte die jüngste Sitzung des Beirats, um Gustav Jung neben einem Präsentkorb ein gemeinsames Dankesschreiben des Landrats und ihr zu überreichen. 

Dabei nahm das Thema Denkmalschutz im Leben des heute 82-Jährigen schon viel früher eine prägende Rolle ein. An eine Schlosser- und Elektrikerlehre schloss Jung eine Ausbildung an einer Ingenieursschule in Idstein an. Über eine Bauleitertätigkeit in Diez an der Lahn, bei der er sich mit Schulbau und Sanierung befasste, und eine kurze Zwischenstation bei der damaligen Deutschen Bundesbahn folgte bereits im Jahr 1974 eine Stelle in der Wormser Stadtverwaltung, die mit dem Bereich Altstadtsanierung und Denkmalschutz in unmittelbarem Zusammenhang stand. So war Jung hier unter anderem mit der Sanierung der historischen Judengasse befasst. 

1979 schließlich zog es ihn in die Wetterau. Er bewarb sich auf die Leitungsstelle der Unteren Denkmalschutzbehörde des Kreises, die fast 15 Jahre lang – bis 1993 – sein beruflicher Mittelpunkt bleiben sollte. Danach war er freiberuflich als Architekt tätig und engagiert sich seit 1994 im Denkmalbeirat. 

Denkmäler als Chance und Potenzial für eine positive Entwicklung der Städte und Gemeinden wahrzunehmen und sie für alle sicht- und erfahrbar zu machen, ist eines seiner wichtigen Anliegen. Immer wieder machte er in Rundgängen durch die Kreiskommunen – ob im Zusammenhang mit Förderprogrammen oder zur Vorbereitung der Landesgartenschau – auf die Bedeutung des vorhandenen kulturell-historischen Erbes aufmerksam.

Dabei war es Gustav Jung und dem Beirat stets wichtig, dass diese Arbeit nicht im Verborgenen – in Zirkeln aus Fachleuten – stattfand. So gab es immer wieder öffentliche Sitzungen des Beirats, wenn Experten über aktuelle Themen sprachen. Wichtig war dabei auch die Einbindung junger Menschen, etwa in Form einer Projektwoche, die der Denkmalbeirat 1999 in Kooperation mit Schulen des Kreises anbot. Doch auch aktuelle Themen waren und sind dem Beirat und Jung wichtig. So betonte man stets, dass Denkmalschutz kein Bremsklotz bei aktuellen Herausforderungen sei, wie etwa dem CO2-Fußabdruck historischer Bausubstanz oder Anpassungen in Zeiten des Klimawandels.

Veröffentlicht am: 21. April 2026