Impulse setzen, Wissen bündeln und Akteure vernetzen
Infoveranstaltung im Friedberger Kreishaus beleuchtet Handlungsansätze und Herausforderungen bei der Schaffung bezahlbaren Wohnraums

Kreisbeigeordnete Marion Götz (links) und GmbH-Geschäftsführer Martin Langlitz (rechts) geben im Plenarsaal des Kreishauses gemeinsam mit den Referenten Friedericke Bambey und Peter Bach einen Einblick in Aufgaben, Herausforderungen und Handlungsfelder zur Schaffung bezahlbaren Wohnraums.
Wie lässt sich bezahlbarer Wohnraum vor den aktuellen Rahmenbedingungen entwickeln? Diese Frage stand im Fokus einer Informationsveranstaltung, zu der die Bezahlbarer Wohnraum im Wetteraukreis GmbH eingeladen hatte. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Gesellschafterkommunen und kommunalen Wohnungsbaugesellschaften sowie zwei Referenten diskutierte man aktuelle Herausforderungen und konkrete Fragen der Umsetzung.
„Wer bezahlbaren Wohnraum schaffen will, ist auf eine gute Zusammenarbeit aller beteiligter Akteure angewiesen. Diese müssen über eine große Bandbreite an Fachinformationen verfügen und eine Vielzahl unterschiedlicher Instrumente einsetzen, die in der praktischen Umsetzung bestmöglich aufeinander abzustimmen sind. Mit unserer GmbH wollen wir diese Informationen bereitstellen und die Zusammenarbeit der Akteure durch systematische Netzwerkarbeit stärken“, erläuterte Kreisbeigeordnete und Vorsitzende der GmbH-Gesellschafterversammlung, Marion Götz, die die Veranstaltung eröffnete. Besonderer Wert wurde in der Veranstaltung darauf gelegt, dass die Inhalte auf die kommunale Praxis übertragbar sind und eine Hilfe bei künftigen Entscheidungen vor Ort darstellen können.
Im Anschluss gab Geschäftsführer Martin Langlitz eine thematische Einführung in das, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Anschluss erwartete. Als strategisches Bindeglied zwischen Kommunen, Fachakteuren und Marktteilnehmern wolle die GmbH Impulse geben, Wissen bündeln und zugänglich machen. In diese Zielsetzung füge sich auch die aktuelle Veranstaltung ein, nachdem sich in Gesprächen mit Kommunen immer wieder gleichartige Umsetzungsfragen ergeben hatten.
Es folgten zwei Vorträge von Friedericke Bambey, Geschäftsführerin der inikom GmbH, über die „Baulandentwicklung als Chance für Kommunen“ sowie von Peter Bach, Geschäftsführer der Dexturis GmbH, zum Thema „Erbbaurechte für mehr bezahlbaren Wohnraum“. Bambey gab dabei Einblicke in Abläufe und Herausforderungen bei der Baulandentwicklung sowie die Rolle von Projektentwicklern bei der Wohnraumschaffung. Ihr Fazit: Baulandentwicklung ist der entscheidende Hebel zur Wohnraumschaffung. Bach gab eine Einordnung des Erbbaurechts samt Praxiserfahrungen und stellte den Umgang mit der Landesrichtlinie zur Förderung bezahlbaren Wohnraums wie auch Beispiele einer Wirtschaftlichkeitsberechnung vor. Die zentrale Erkenntnis seiner Ausführungen lautete, dass die Wirtschaftlichkeit für die Umsetzung von Projekten entscheidend ist und Erbpacht in diesem Zusammenhang ein wichtiges Instrument sein kann.
Die anschließende Fragerunde zeigte ein lebhaftes Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den ausgewählten Themen. Das Fazit der Veranstaltung fiel rundum positiv aus: Fachliche Zusammenhänge wurden verständlich gemacht, Handlungsspielräume aufgezeigt sowie kommunale Perspektiven und Praxis zusammengeführt. In diesem Sinne wird die Bezahlbarer Wohnraum im Wetteraukreis GmbH auch weiterhin Impulse setzen, die Akteure zusammenbringen und die Schaffung bezahlbaren Wohnraums im Kreisgebiet damit voranbringen.