Mit Kugeln Brücken bauen: Boulespaß für Jung und Alt

Kreisförderprogramm „Generation Nachbarschaft“ unterstützt generationsübergreifendes Projekt in Bad Nauheim

Kreisbeigeordnete Marion Götz übergibt den Förderbescheid an Miriam Hock vom Leitungsteam des Müfaz sowie an Astrid Hammann und Verena Hartmann.

Für neues Leben auf dem Kiesplatz: Kreisbeigeordnete Marion Götz übergibt den Förderbescheid an (v.l.) Miriam Hock vom Leitungsteam des Müfaz sowie an Astrid Hammann und Verena Hartmann, beide geschäftsführender Vorstand.

In Frankreich ist Boule ein Nationalsport: Das Spiel mit den Kugeln fördert taktisches Denken und Teamgeist. In Bad Nauheim soll es künftig auch für mehr Begegnung, Miteinander und Austausch zwischen den Generationen sorgen. Das Mütter & Familienzentrum e.V. plant, einen bestehenden Kiesplatz in seinem Stadtteil regelmäßig als Boule-Bahn zu nutzen. Kreisbeigeordnete und Sozialdezernentin Marion Götz hat den Initiatorinnen einen Förderbescheid in Höhe von 1.000 Euro aus dem Kreisförderprogramm „Generation Nachbarschaft“ überreicht.

Von April bis Oktober soll der öffentliche Platz im Viertel einmal pro Woche zu einem Spielort für Alt und Jung werden. Jeder kann dazukommen und das Boule-Spielen erlernen. Später übernimmt eine feste Gruppe die Organisation der Spielnachmittage. Ziel ist es, Begegnung im Quartier zu fördern, Menschen unterschiedlichen Alters miteinander ins Gespräch zu bringen und so gute Nachbarschaft aktiv zu gestalten. Auch der Seniorenbeirat sowie das Seniorenbüro der Stadt beteiligen sich am Projekt.

„Dieses Projekt zeigt, wie einfach es sein kann, Menschen zusammenzubringen: Es braucht nicht mehr als einen ungenutzten Platz und ein paar Kugeln. Ein gemeinsames Spiel im Freien schafft Begegnung über Altersgrenzen hinweg, wirkt Einsamkeit entgegen und stärkt nebenbei auch noch die körperliche und geistige Gesundheit“, erklärte Kreisbeigeordnete Marion Götz bei der Bescheidübergabe. Damit gewinne das Viertel einen verlässlichen und inklusiven Ort hinzu: „Solche wunderbar niedrigschwelligen Angebote brauchen wir in unserer komplexen Welt, in der sich Menschen zunehmend alleine fühlen, dringend.“

Veröffentlicht am: 29. April 2026