Schulbau im Wetteraukreis: Optik wie bei einem Massivbau
Mobiles Raumsystem an Vonhäuser Grundschule soll für Entlastung bei benötigten Unterrichtsräumen sorgen / Kreis investiert 1,4 Millionen Euro

Gemeinsam mit Schulleiterin Frauke Draguhn (2. von links) und Alexander Hiemer vom Fachdienst Hochbau Schulen des Wetteraukreises sowie den Mitarbeiterinnen Lisa Kraft (Mitte) und Isabeau Kunter von der Fachstelle Neubau und Sanierung Schulen begutachtet Landrat Jan Weckler (links) das Ergebnis der Schulraumerweiterung an der Vonhäuser Eichbaumschule.
Der Sommer ist da, die Ferien haben begonnen und die Schulen sind verwaist. Beste Gelegenheit für den Wetteraukreis, um in den leeren Gebäuden notwendige Um- und Ausbauarbeiten sowie Sanierungen vorzunehmen. Landrat Jan Weckler nutzt die Zeit, um sich ein Bild von den laufenden Bauaktivitäten und vom Zustand der Gebäude zu machen. Dieses Mal war der Landrat in der Eichbaumschule im Büdinger Stadtteil Vonhausen zu Besuch.
Die Eichbaumschule im Büdinger Stadtteil Vonhausen benötigt mehr Platz für den Unterricht der 119 Schülerinnen und Schüler (Stand: Schuljahr 2025/26). Daher hat der Wetteraukreis 1,4 Millionen Euro in die Errichtung eines Mobilen Raumsystems investiert. Die Arbeiten erfolgten im Zeitraum von März bis November des vergangenen Jahres.
„Das Mobile Raumsystem ist ein erster, dauerhafter Schritt, um für die Schule zusätzlich benötigten Unterrichtsraum zu schaffen. Die nun entstandene Anlage trägt dem mit vier zusätzlichen Klassenräumen und den entsprechenden Nebenräumen Rechnung“, teilt Landrat Jan Weckler bei seinem Besuch mit. Er verweist zudem darauf, dass die Räume im Erdgeschoss über installierte Rampen barrierefrei zugänglich sind. Dabei erfüllt das neue Gebäude mit Blick auf Schall-, Wärme- und Brandschutz sowie die Statik alle Anforderungen, wie man sie bei einem Energieeffizienzhaus 55 ansetzen würde. Die Ausführung mit der Vorhangfassade, den Metallfenstern und -türen sowie dem erfolgten Innenausbau sorgen zudem dafür, dass das Gebäude von einem Massivbau nicht zu unterscheiden ist.
Die neuen Räume sind mit einer Luft-Luft-Wärmepumpe ausgestattet, die das Gebäude im Winter beheizt und im Sommer für Kühlung sorgt. Und für eine ergänzende Stromversorgung hat man auf dem Dach auch noch eine Photovoltaikanlage installiert. Deren Leistungsdaten, die Zahlen zur Stromerzeugung und den Verbrauch im Gebäude lassen sich anhand eines großen Displays an der Gebäudefassade auch für die Schulgemeinde gut nachvollziehen. „Da ist also auch der pädagogische Aspekt mitgedacht“, freut sich Jan Weckler mit Blick auf die gut einsehbar angebrachte digitale Informationsquelle.
Darüber hinaus hat der Kreis die Räume mit entsprechendem Mobiliar eingerichtet und als IT-Ausstattung vier WLAN-Zugangspunkte samt aktiver Netzwerkkomponenten installiert. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme lagen bei rund 38.000 Euro.
Schul-Sommertour
Jedes Jahr in den Sommerferien besucht Landrat Jan Weckler zahlreiche Baustellen an den Schulen in der Trägerschaft des Kreises. Vor Ort informiert er sich über Baufortschritte, abgeschlossene Arbeiten und Investitionen in die Ausstattung der jeweiligen Einrichtung. Diese Maßnahmen sind Teil des großen Schulinvestitionsprogramms. In dessen Rahmen verwendet der Wetteraukreis mehr als 500 Millionen Euro für Ausbau, Sanierung und Ausstattung der Schulen. Die Summe bezieht sich auf Projekte, die sich gegenwärtig in Planung oder Umsetzung befinden.