Musterstimmzettel für die Kommunalwahl

Am 15.03.2026 findet die Wahl des Kreistages des Wetteraukreises statt. 
Damit sich die Wählerinnen und Wähler zur Vorbereitung ihrer Wahlentscheidung bereits vor dem Wahltag mit dem amtlichen Stimmzettel befassen können, wird hier der Musterstimmzettel (nicht barrierefrei) für diese Wahl veröffentlicht.

Verschiedene Warnmöglichkeiten kennen und verstehen

Katastrophenschutz im Fokus – Vorsorge, Prävention und richtiges Handeln

Eine Warnsirene steht im Freien, im Hintergrund ist blauer Himmel zu sehen.

Sirenen sind ein effektiver Weg, viele Menschen gleichzeitig zu warnen. Um ihre Funktionsfähigkeit zu überprüfen und die Bevölkerung zu sensibilisieren, finden regelmäßig Warntage statt - der nächste am 12. März. Bild von Hans auf Pixabay

Licht aus, Strom weg, Heizungen kalt. Der mehrtägige Stromausfall in Berlin im Januar 2026 hat gezeigt, wie schnell alltägliche Strukturen ins Wanken geraten können. Viele Menschen wurden unvorbereitet getroffen – und auch bei uns kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer ähnlichen Situation kommt. In einer Serie informiert der Wetteraukreis über die wichtigsten Maßnahmen für den Katastrophenschutz im Alltag. Heute: Warnmöglichkeiten kennen und verstehen. 

Sie hören einen immer wieder auf- und abschwellenden Heulton über eine Minute. Dann, einige Stunden später, ertönt ein einminütiger durchgängiger Dauerton. Wissen Sie, was das bedeutet und wie Sie reagieren sollen?

Die Warnung der Bevölkerung bei verschiedenen Ereignissen wie einem Unwetter, Stromausfall oder gar einem Anschlag ist einer der wichtigsten Bereiche im Katastrophenschutz. Im Wetteraukreis gibt es insgesamt 228 Sirenen, die überwiegend digital gesteuert werden können. Ertönt ein einminütiger auf- und abschwellender Heulton ist dies eine „Warnung der Bevölkerung“, bei der eine Gefahr für Personen oder Gegenstände bestehen kann. Der Warnton ist eine Aufforderung, sich in den Medien zu informieren. Der einminütige durchgängige Dauerton bedeutet „Entwarnung“ und heißt, dass die Gefahr nicht mehr besteht. Eine einminütiger Dauerton, der aber zweimal unterbrochen wird bedeutet übrigens die „Alarmierung der Feuerwehr“. 

Landrat Jan Weckler betont, dass es neben der klassischen Sirenenwarnung inzwischen viele weitere Warnmöglichkeiten gibt. „Neben den analogen Warnungen über Sirenen oder auf Zuruf von Familie und Freunden gibt es auch Warnmöglichkeiten auf Werbetafeln, über Radio oder Bahnhofslautsprecher. Wichtig sind insbesondere die Warnungen über das Internet geworden, über Warn-Apps wie hessenWARN, soziale Medien oder auch das Cell-Broadcast-System. Hier spielt das bundesweit genutzte modulare Warnsystem eine wichtige Rolle.“

Mit dem modularen Warnsystem (MoWaS) sollen mit einem Tastendruck alle Warnkanäle und Warnmultiplikatoren in einem bestimmten Warngebiet ausgelöst werden und auf allen verfügbaren Kanälen versendet werden. Konkret heißt das, dass beispielweise die Zentrale Leitstelle des Wetteraukreises eine Warnung auslösen kann, die dann die Wetterauerinnen und Wetterauer direkt auf ihren Endgeräten wie Radio, Fernsehen, Tablet oder Handy erreicht. 

Da es in Gefahren- und Krisensituationen entscheidend ist, dass die Warnsysteme zuverlässig funktionieren und die Menschen die Warnungen auch verstehen, finden seit einiger Zeit wieder vermehrt sogenannte Warntage statt. In Hessen findet am Donnerstag, den 12. März zum zweiten Mal ein landesweiter Warntag statt. 

Die Zentrale Leitstelle des Wetteraukreises wird am 12. März ab 10:01 die regionalen Warnmittel auslösen, sodass die digital gesteuerten Sirenen das Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“ senden. Gegen 10:30 Uhr wird die Entwarnung erfolgen. Über den Mobilfunkdienst Cell-Broadcast, der zentral durch das Land Hessen ausgelöst wird, erhalten zudem alle kompatiblen Mobiltelefone in der Region eine Warnmeldung, die Entwarnung erfolgt im Gegensatz dazu nicht als akustisches Signal, sondern als Gefahreninformation in Textform. Auch Nutzerinnen und Nutzer der App hessenWARN sollen sowohl die Warnung als auch die Entwarnung direkt auf ihr Smartphone erhalten. Zusätzlich wird über den Rundfunk gewarnt. 

Landrat Jan Weckler: „Ziel der Aussendung der Warnung über verschiedene Wege ist, dass die Bürgerinnen und Bürger im Wetteraukreis über mindestens ein Medium erreicht werden. In unerwarteten Katastrophen- oder Gefahrensituationen kann ein funktionierendes Warnsystem Leben retten. Daher gilt es, sich mit den verschiedenen Warnmöglichkeiten auseinanderzusetzen und deren Einsatz zu üben.“

Veröffentlicht am: 06. März 2026