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Wetteraukreis schaltet „Schülerradroutennetz“ frei

Schalten gemeinsam den Schülerradroutenplaner frei (von links): Peter Hünner, Christian Sperling (beide Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt des Wetteraukreises), Detlef Ulherr (ADFC), Ruth Pakullat (Kurt-Schumacher-Schule Karben), Ulrike Fuchs (ADFC), Kreisbeigeordneter Matthias Walther, Stefanie Hartlep (ivm), Landrat Jan Weckler und Martin Langlitz (Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt).

Schule auswählen, Startadresse eingeben und sichere Route berechnen lassen: So einfach zu bedienen ist der „Schülerradroutenplaner“ für den Wetteraukreis. Er wurde nun unter www.schuelerradrouten.de offiziell von Landrat Jan Weckler, Kreisbeigeordnetem Matthias Walther und Stefanie Hartlep, Projektleiterin bei der ivm GmbH, freigeschaltet.

Wer den Schulweg auf zwei Rädern zurücklegt, tut etwas für seine Gesundheit, stärkt die Aufmerksamkeit für den Schultag und agiert umweltbewusst. „Damit Schülerinnen und Schüler mit einem guten Gefühl auf ihre Fahrräder steigen können, haben wir für den Wetteraukreis nun ein Schülerradroutennetz erarbeitet“, erklärt Landrat Jan Weckler. „Unser Ziel ist es, mehr Vertrauen in das Fahrrad als sicheres Verkehrsmittel zur Schule zu schaffen– auch auf Elternseite.“

Der „Schülerradroutenplaner“ ist ein Projekt der ivm (Integriertes Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain), das im Rahmen des Fachzentrums Schulisches Mobilitätsmanagement des Landes Hessen gefördert wird. 583 weiterführende Schulen in ganz Hessen sind bereits an das Schülerradroutennetz angeschlossen, das mittlerweile eine Gesamtlänge von rund 7.800 Kilometern aufweist. „Mit dem Projekt im Wetteraukreis haben wir einen weiteren Meilenstein hin zu einem hessenweiten Schülerradroutennetz erreicht“, freut sich Stefanie Hartlep, Projektleiterin der ivm.

Gemeinsam mit den Schulen im Wetteraukreis wurden mit Unterstützung des beauftragten Fachbüros „Cooperative“ für alle Standorte der 38 weiterführenden Schulen mit rund 22.000 Schülerinnen und Schülern Radrouten erarbeitet. An fünf dieser Schulen wurden auch Projekttage durchgeführt. „Es ist nicht immer einfach, eine geeignete Route zu finden. Deshalb war es uns wichtig diejenigen einzubinden, die die Wege und den Routenplaner nutzen sollen: die Schülerinnen und Schüler“, so Kreisbeigeordneter Matthias Walther.

Im nächsten Schritt wurden die erarbeiteten Routenvorschläge in sogenannten Schülerradroutenbeiräten mit Vertreterinnen und Vertretern von Schulen, Politik, Verwaltung und Polizei abgestimmt und anschließend durch die ivm im Schülerradroutenplaner Hessen veröffentlicht. Das fertige „Schülerradroutennetz“ umfasst den gesamten Landkreis, immer mit einem fünf-Kilometerradius um die jeweilige Schule. Die Darstellung beinhaltet neben den besten Radrouten auch sogenannte Aufmerksamkeitspunkte, die auf besondere Verkehrssituationen hinweisen. Zudem liegen für die angeschlossenen Schulen nun Steckbriefe zum Radverkehr vor. Darin sind beispielsweise nützliche Hinweise zu den Fahrradabstellanlagen vor Ort enthalten.

Für Schulen und auch die Wetterauer Kommunen birgt die Teilnahme an dem Projekt großes Potenzial, so Landrat Weckler: „In den Beiräten haben Akteure aus Verkehrs- und Schulwelt zusammengefunden und bauen nachhaltige Kommunikationswege auf, die später als Grundlage für weitere gemeinsame Mobilitätsprojekte dienen können.“

Wetterauer Stadtradeln und Schulradeln

Der Schülerradroutenplaner ist pünktlich zu Beginn des Wetterauer Stadt- und Schulradelns fertig geworden: Die kreisweite Aktion in Kooperation mit dem Klima-Bündnis findet vom 23. Mai bis 12. Juni statt. Anmeldung und weitere Infos im Internet unter www.stadtradeln.de/wetteraukreis.

Gleich zwei Wetterauer Schulen wurden zudem jüngst vom Land Hessen für ihre Teilnahme beim Schulradeln 2021 ausgezeichnet: Die Karbener Kurt-Schumacher-Schule stellte landesweit das größte Team. Die Helmut-von-Bracken-Schule in Friedberg hat den Sonderpreis für die kreativste Projektidee erhalten.

veröffentlicht am: 12. Mai 2022